Vegane Pfannkuchen: Der komplette Guide für perfekte Ergebnisse

29.1.2026

Vegane Pfannkuchen gehören zu den beliebtesten Frühstücksgerichten – und das völlig zu Recht. Sie sind schnell zubereitet, unendlich variierbar und schmecken einfach himmlisch. Ob fluffige amerikanische Pancakes, hauchdünne Crêpes oder herzhafte Gemüsepfannkuchen: Mit den richtigen Techniken gelingen sie dir garantiert.

Die Wissenschaft hinter fluffigen veganen Pfannkuchen

Das Geheimnis perfekter veganer Pfannkuchen liegt in der Chemie. Ohne Eier brauchen wir andere Wege, um Bindung und Luftigkeit zu erreichen. Die gute Nachricht: Das funktioniert sogar besser, als du vielleicht denkst!

Vegane Buttermilch: Der Schlüssel zum Erfolg

Der wichtigste Trick für fluffige Pfannkuchen ist selbstgemachte vegane Buttermilch. Dafür gibst du einfach 1 EL Apfelessig oder Zitronensaft auf 250 ml Pflanzenmilch und lässt die Mischung 5-10 Minuten stehen. Die Milch gerinnt leicht und wird dicker – genau das wollen wir!

Diese vegane Buttermilch reagiert mit dem Backpulver im Teig und erzeugt winzige CO2-Bläschen, die deine Pfannkuchen schön aufgehen lassen (Rainbow Plant Life). Der Effekt ist so stark, dass du keinen Ei-Ersatz wie Leinsamen oder Aquafaba brauchst (The Conscious Plant Kitchen).

Welche Pflanzenmilch ist am besten?

Für vegane Pfannkuchen eignen sich alle Pflanzenmilch-Sorten, aber es gibt Unterschiede:

Die Rolle des Backpulvers

Bei veganen Pfannkuchen brauchst du mehr Backpulver als bei traditionellen Rezepten – etwa 2 TL auf 250 g Mehl. Das sieht nach viel aus, ist aber notwendig, da wir keine Eier haben, die beim Aufschlagen Luft einarbeiten (Tasty). Das Backpulver übernimmt zusammen mit der veganen Buttermilch die gesamte Triebkraft.

Das perfekte Grundrezept

Für etwa 8-10 Pfannkuchen brauchst du:

Trockene Zutaten:

Nasse Zutaten:

Zubereitung:

  1. Pflanzenmilch mit Essig mischen und 5 Minuten stehen lassen
  2. Trockene Zutaten in einer Schüssel vermengen
  3. Nasse Zutaten zur veganen Buttermilch geben
  4. Nasse zu trockenen Zutaten geben und nur kurz verrühren – Klümpchen sind erlaubt!
  5. Teig 5 Minuten ruhen lassen (nicht mehr umrühren!)
  6. In einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze ausbacken

Die 5 wichtigsten Tipps für perfekte Ergebnisse

1. Nicht zu viel rühren!

Das ist der häufigste Fehler: Der Teig wird zu lange gerührt. Dabei entwickelt sich zu viel Gluten, und die Pfannkuchen werden zäh statt fluffig. Ein paar Klümpchen im Teig sind völlig okay – sie lösen sich beim Backen auf (Nora Cooks).

2. Den Teig ruhen lassen

Nach dem Mischen sollte der Teig 5-10 Minuten ruhen. In dieser Zeit quillt das Mehl, die vegane Buttermilch reagiert mit dem Backpulver, und der Teig wird dicker. Wichtig: Nach dem Ruhen nicht mehr umrühren, sonst zerstörst du die Luftbläschen (This Healthy Kitchen).

3. Die richtige Pfannentemperatur

Die Pfanne sollte auf mittlerer Hitze sein – nicht zu heiß! Bei zu hoher Temperatur werden die Pfannkuchen außen dunkel, bevor sie innen durchgebacken sind. Teste mit einem kleinen Tropfen Teig: Er sollte langsam Bläschen bilden.

4. Nur einmal wenden

Wende deine Pfannkuchen genau einmal. Mehrfaches Wenden macht sie flach und zäh. Der perfekte Zeitpunkt zum Wenden: Wenn die Ränder matt aussehen und Bläschen an der Oberfläche aufplatzen (The Pretty Bee).

5. Warm halten

Stapel fertige Pfannkuchen auf einem Teller und deck sie mit einem sauberen Geschirrtuch ab, oder halte sie bei 80°C im Backofen warm, während du den Rest backst.

Mehlalternativen für jeden Geschmack

Vegane Pfannkuchen sind unglaublich flexibel – auch beim Mehl hast du viele Möglichkeiten:

Mehlsorte Eigenschaften Besonderheiten
Dinkelmehl Nussig, bekömmlich Direkt 1:1 austauschbar
Vollkornmehl Ballaststoffreich, kräftig 50% mit Weißmehl mischen
Buchweizenmehl Nussig, glutenfrei Für herzhafte Galettes ideal
Hafermehl Mild, sättigend Selbst aus Haferflocken mahlen
Reismehl Neutral, glutenfrei Zusätzliches Bindemittel nötig

Für glutenfreie Pfannkuchen empfiehlt Iss Happy eine Mischung aus Buchweizenmehl und Reismehl. Bei reinem glutenfreiem Mehl hilft etwas Xanthan (ca. 1/4 TL auf 250 g Mehl) als zusätzliches Bindemittel (Schnell Lecker).

Süße Variationen

Bananen-Pfannkuchen

Eine reife Banane im Teig macht die Pfannkuchen natürlich süß und besonders saftig. Probiere unsere veganen Bananen-Hafer-Pancakes – sie brauchen keinen zusätzlichen Zucker!

Haferflocken-Pancakes

Für extra Ballaststoffe und lang anhaltende Sättigung sind Oatmeal Pancakes perfekt. Die Haferflocken werden einfach mit püriert und machen die Pancakes herrlich nussig.

Buchweizen-Pancakes

Nussig und vollwertig: Buchweizen-Pancakes sind von Natur aus glutenfrei und schmecken fantastisch mit Ahornsirup und frischen Beeren.

Süßkartoffel-Pancakes

Herbstlich und nahrhaft: Süßkartoffel-Pancakes bringen Farbe auf den Teller und sind durch die Süßkartoffel besonders cremig.

Festliche Varianten

Für besondere Anlässe probiere Lebkuchen-Pancakes oder Glutenfreie Bratapfel-Pancakes – perfekt für gemütliche Wintermorgen!

Herzhafte Pfannkuchen

Pfannkuchen müssen nicht immer süß sein! Für herzhafte Varianten lässt du einfach den Zucker weg und würzt den Teig mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern.

Vegane herzhafte Pfannkuchen mit Füllung

Unsere veganen herzhaften Pfannkuchen mit cremiger Spinat-Champignon-Füllung sind ein vollwertiges Abendessen. Ein Hauch Kurkuma im Teig gibt ihnen eine schöne goldene Farbe.

Gemüse-Pfannkuchen

Die klassischen Gemüse-Pfannkuchen sind perfekt für die Resteverwertung: Einfach geraspeltes Gemüse in den Teig mischen.

Französische Galettes

Für authentische bretonische Galettes verwendest du 100% Buchweizenmehl. Die dünnen Pfannkuchen werden traditionell mit Pilzen, Spinat oder veganem Käse gefüllt.

Crêpes: Hauchdünn und zart

Für vegane Crêpes brauchst du einen dünneren Teig als für Pancakes. Das Geheimnis: Mehr Flüssigkeit und eine Ruhezeit von mindestens 30 Minuten. Schwenke die Pfanne direkt nach dem Eingießen, damit sich der Teig hauchdünn verteilt.

Protein-Power: Pfannkuchen für Sportler

Vegane Pfannkuchen lassen sich leicht zu einer proteinreichen Mahlzeit aufwerten. Mit pflanzlichem Proteinpulver kannst du bis zu 30 g Protein pro Portion erreichen (Chocolate Covered Katie).

Protein-Boost-Ideen:

Laut Bites With Blair liefert eine Portion Protein-Pancakes etwa 289 Kalorien, 23 g Protein und 11 g Ballaststoffe – ein perfekter Start in den Tag, der lange satt hält!

Pfannkuchen aufbewahren und einfrieren

Im Kühlschrank: Abgekühlte Pfannkuchen halten sich luftdicht verpackt 2-3 Tage.

Einfrieren: Leg ein Stück Backpapier zwischen jeden Pfannkuchen und frier sie flach ein. So kannst du später einzelne Pfannkuchen entnehmen. Sie halten sich 2-3 Monate.

Aufwärmen: Im Toaster werden sie wieder schön knusprig. Alternativ kurz in einer trockenen Pfanne oder 10 Minuten bei 150°C im Backofen erwärmen.

Unsere liebsten Pfannkuchen-Rezepte

Hier findest du alle unsere getesteten veganen Pfannkuchen-Rezepte:

Süße Pancakes:

Herzhafte Varianten:

Crêpes:

Häufige Fragen

Warum werden meine veganen Pfannkuchen nicht fluffig?
Meist liegt es am Überrühren des Teigs oder daran, dass der Teig nicht ruhen durfte. Achte auch auf frisches Backpulver – es verliert mit der Zeit seine Triebkraft.

Kann ich vegane Pfannkuchen ohne Öl machen?
Ja, du kannst das Öl durch Apfelmus ersetzen. Die Pfannkuchen werden dann etwas dichter, aber immer noch lecker.

Was ist der beste Ei-Ersatz für Pfannkuchen?
Eigentlich brauchst du keinen! Die Kombination aus veganer Buttermilch und Backpulver ersetzt die Funktion des Eis vollständig. Falls du möchtest, kannst du aber 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser (quellen lassen) verwenden.

Warum klebt mein Teig an der Pfanne?
Die Pfanne ist entweder nicht heiß genug oder nicht ausreichend gefettet. Bei einer guten beschichteten Pfanne reicht ein dünner Film Öl, aufgetragen mit einem Küchenpapier.

Jetzt bist du bestens gerüstet für dein nächstes Pfannkuchen-Abenteuer! Ob klassisch zum Sonntagsfrühstück, als schnelles Abendessen oder als Meal-Prep für die Woche – vegane Pfannkuchen sind immer eine gute Idee.