Vegane Crêpes – Klassisch französisch, komplett pflanzlich
Echte französische Crêpes – hauchdünn, leicht gebräunt, mit zarten Rändern. Diese vegane Version steht dem Original in nichts nach. Das Geheimnis: Der Teig muss ruhen.
Zutaten
Für den Teig:
- 200g Mehl (Type 405 oder 550)
- 2 EL Speisestärke (Maisstärke)
- 400ml Pflanzenmilch (Soja oder Hafer funktionieren am besten)
- 100ml Wasser
- 3 EL neutrales Öl (Raps oder Sonnenblume)
- 2 EL Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt (optional)
Zum Braten:
- Etwas Öl oder vegane Margarine
Zum Servieren (nach Belieben):
- Ahornsirup oder Agavendicksaft
- Frische Beeren
- Nussmus (Erdnuss, Mandel, Haselnuss)
- Vegane Schokocreme
- Puderzucker
- Zitronensaft mit Zucker
Zubereitung
1. Teig anrühren
Mehl und Speisestärke in eine grosse Schüssel sieben. Zucker und Salz untermischen.
Eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hälfte der Pflanzenmilch hineingiessen und mit einem Schneebesen von der Mitte nach aussen verrühren, bis ein dicker, glatter Teig entsteht.
Restliche Pflanzenmilch, Wasser, Öl und Vanilleextrakt hinzufügen. Gründlich verrühren, bis der Teig glatt und klumpenfrei ist.
Wichtig: Der Teig wirkt sehr flüssig – das ist richtig so!
2. Ruhen lassen (WICHTIG!)
Den Teig mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Noch besser: über Nacht im Kühlschrank.
Die Ruhezeit ist entscheidend: Das Mehl quillt auf, die Stärke bindet, und die Crêpes werden elastisch statt brüchig.
3. Crêpes backen
Eine beschichtete Pfanne (24-28 cm) bei mittlerer Hitze erwärmen. Leicht mit Öl einpinseln.
Die Technik:
- Etwa 60-70ml Teig in die Pfanne geben (kleine Kelle oder 1/4 Tasse)
- Pfanne sofort schwenken, um den Teig dünn zu verteilen
- 1-2 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist
- Mit einem Pfannenwender vorsichtig umdrehen
- Weitere 30-60 Sekunden backen
Die fertigen Crêpes auf einem Teller stapeln. Sie bleiben so warm und weich.
Tipps für perfekte Crêpes
Die richtige Konsistenz
Der Teig sollte wie flüssige Sahne fliessen. Ist er zu dick, werden die Crêpes zu klobig. Einfach etwas Wasser unterrühren.
Die richtige Temperatur
Mittlere Hitze ist ideal. Zu heiss: Die Crêpes verbrennen, bevor sie durchgebacken sind. Zu kalt: Sie werden gummiartig.
Das Wenden
Warte, bis die Oberfläche matt aussieht und sich die Ränder leicht vom Pfannenboden lösen. Dann erst wenden.
Löcher im Teig?
Zwei mögliche Ursachen:
- Der Teig hat nicht lang genug geruht
- Die Pfanne ist zu heiss
Variationen
Schoko-Crêpes
1 EL Kakaopulver zum Teig geben. Ergibt schokoladige Crêpes, die hervorragend zu Bananen und Nussmus passen.
Buchweizen-Crêpes (Galettes)
Die Hälfte des Mehls durch Buchweizenmehl ersetzen. Ergibt herzhafte Crêpes für Füllungen mit Pilzen, Spinat oder veganem Käse.
Vollkorn-Crêpes
Die Hälfte des Mehls durch Dinkel-Vollkornmehl ersetzen. Etwas mehr Flüssigkeit verwenden.
Aufbewahrung
- Frisch: Am besten sofort servieren
- Kühlschrank: Gestapelt mit Backpapier dazwischen, 2-3 Tage
- Einfrieren: Mit Backpapier getrennt, bis zu 3 Monate. Einzeln in der Pfanne oder Mikrowelle auftauen.
Süsse Füllungen
- Klassisch französisch: Zucker und Zitronensaft
- Nutella-Style: Vegane Schokocreme und Bananenscheiben
- Beeren: Frische Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren mit Puderzucker
- Apfel-Zimt: Gebratene Apfelscheiben mit Zimt und Ahornsirup
Warum diese Crêpes funktionieren
Eier in Crêpes dienen als Bindemittel und sorgen für Elastizität. Die Kombination aus Speisestärke und Ruhezeit ersetzt beide Funktionen:
- Speisestärke bindet den Teig und macht die Crêpes flexibel
- Ruhezeit lässt das Mehl quellen und die Stärke aktivieren
- Pflanzenmilch (besonders Soja) bringt Protein für Struktur
Das Ergebnis: Crêpes, die sich rollen, falten und füllen lassen – genau wie das Original.
Tipp: Bereite den Teig am Vorabend zu. Morgens nur noch backen – perfektes Sonntagsfrühstück!