Vegane Griechische Gerichte

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Die griechische Küche gilt vielen als Fleischküche mit Gyros und Souvlaki. Tatsächlich ist ihr Kern zu großen Teilen pflanzlich - und das nicht aus einem modernen Trend heraus, sondern aus einer sehr alten Alltagspraxis.

Ladera ist das Herz der pflanzlichen griechischen Küche

Unter Ladera versteht man Gemüsegerichte, die langsam in reichlich Olivenöl geschmort werden. Grüne Bohnen, Erbsen, Auberginen oder gefüllte Paprika ergeben so ein vollwertiges Hauptgericht - ganz ohne tierische Zutaten.

Dazu kommen Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen und Riesenbohnen sind in Griechenland kein Beilagenthema, sondern Hauptspeise. Die Kombination aus Hülsenfrucht, Olivenöl und Brot trägt eine ganze Mahlzeit.

Die Fastentradition hat eine ganze pflanzliche Küche hervorgebracht

Der Grund für diesen Reichtum liegt in der orthodoxen Fastenpraxis. Fastenspeisen heißen Nistisima, und über das Jahr verteilt summieren sich die Fastenzeiten auf einen erheblichen Teil des Kalenders - die Autorin des Kochbuchs "Nistisima" spricht von rund 200 Tagen pflanzlicher Ernährung im Jahr.

Wichtig für die Einordnung: Nistisima ist nicht automatisch vegan. Die Fastenregeln schließen Fleisch, Milchprodukte und Eier aus, erlauben aber Meeresfrüchte ohne Wirbelsäule sowie Honig, wie eine Übersicht der griechischen Fastenregeln im Detail zeigt.

Der ganz überwiegende Teil dieser Gerichte ist trotzdem rein pflanzlich. Wer auf Meeresfrüchte und Honig achtet, findet in dieser Küche eine enorme Auswahl.

Diese Klassiker sind ohnehin ohne tierische Zutaten

Gericht Was drin ist Rolle
Gemista gefüllte Paprika und Tomaten mit Reis und Kräutern Hauptgericht
Briam Ofengemüse mit Zucchini, Erdäpfeln, Tomaten Hauptgericht
Gigantes Plaki Riesenbohnen in Tomatensauce Hauptgericht
Fasolada weiße Bohnensuppe Hauptgericht
Melitzanosalata Auberginen-Dip Vorspeise
Fava Püree aus gelben Schälerbsen Vorspeise
Dolmades gefüllte Weinblätter mit Reis Vorspeise

Diese Gerichte brauchen keine Anpassung - sie sind traditionell so entstanden. Wer griechisch vegan kochen will, fängt hier an und nicht bei Ersatzprodukten.

Dazu kommt Horta: gedünstetes Wildgrün, das nur mit Olivenöl und Zitrone serviert wird. Je nach Saison und Region landen Löwenzahn, Mangold oder Chicorée im Topf - eine Beilage, die in Griechenland zu fast jedem Teller gehört und ganz nebenbei vollständig pflanzlich ist.

Bei drei Zutaten lohnt der zweite Blick

Unsere veganen griechischen Rezepte

Von der Moussaka für den Sonntag bis zum Tzatziki für den Grillabend - diese fünf decken einen kompletten griechischen Abend ab:

Vegane Moussaka - Griechischer Auberginenauflauf

Klassischer griechischer Auflauf mit gerösteten Auberginen, würziger Linsenbolognese und cremiger Béchamel-Sauce. Proteinreich, meal-prep-tauglich und unglaublich aromatisch durch Zimt und Oregano.

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Veganer Gyros

Knusprig gebratener Räuchertofu mit mediterranen Gewürzen, Tzatziki und frischem Gemüse - der perfekte Hit für den Grillabend oder die Gartenparty. In 30 Minuten fertig!

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Veganes Tzatziki: Das beste Rezept für die Grillsaison

Veganes Tzatziki für die Grillsaison: Mit Sojajoghurt von Alpro oder Joya aus dem Kühlregal bei Billa, Spar und Hofer gelingt der griechische Dip in 15 Minuten. Gurke gut ausdrücken ist der entscheidende Schritt.

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Veganer griechischer Salat

Veganer griechischer Salat mit Tomate, Gurke, Kalamata-Oliven und veganem Feta – in 15 Minuten ohne Herd fertig. Der klassische Salat für Grillabend und Gartenparty: Veganer Feta von Violife oder Almette Vegan bei Billa, Spar und Hofer.

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Vegane Gyrospfanne mit Sojaschnetzel - als Gyros Bowl, Pita und Wrap

Vegane Gyrospfanne mit Sojaschnetzel und Gyros-Gewürzmischung - fertig in 35 Minuten. Als Gyros Bowl, Pita oder Wrap. Sojaschnetzel gibt es bei Billa, Spar, Hofer, Lidl, Rewe und Edeka. Perfekt für Gartenparty und Grillabend.

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Für den vollen Mezze-Tisch kombinierst du Salat und Tzatziki mit warmem Fladenbrot und Oliven, dazu Gyros oder Moussaka als Hauptgang. Fast alles davon lässt sich vorbereiten - am Abend selbst bleibt nur das Anrichten.

Wer die Küche lieber vor Ort probiert: Wir haben die Möglichkeiten für einen veganen Urlaub in Griechenland zusammengefasst. Und wenn es schnell gehen soll, gibt es fertiges vegane Tzatziki zu kaufen.

Häufige Fragen

Welche griechischen Gerichte sind von Natur aus vegan?
Die gesamte Ladera-Familie - Gemüse, das in Olivenöl geschmort wird - kommt traditionell ohne tierische Zutaten aus. Dazu zählen gefüllte Paprika (Gemista), Ofengemüse (Briam), Riesenbohnen in Tomatensauce (Gigantes) und die Bohnensuppe Fasolada. Auch Dips wie Melitzanosalata aus Auberginen und Fava aus Schälerbsen gehören dazu.
Ist Nistisima automatisch vegan?
Nein. Nistisima bezeichnet Fastenspeisen der orthodoxen Tradition, und die Fastenregeln lassen Meeresfrüchte ohne Wirbelsäule sowie Honig zu. Ein sehr großer Teil der Nistisima-Gerichte ist trotzdem rein pflanzlich - man muss nur bei Meeresfrüchten und Honig hinsehen.
Womit ersetzt man Feta in griechischen Rezepten?
Am besten mit einer festen Cashew- oder Tofu-Variante, die in Salzlake eingelegt wird - sie liefert die salzig-säuerliche Note. Für Salate funktioniert marinierter fester Tofu sehr gut, für Aufläufe eine cremige Cashewmasse. Fertige vegane Feta-Alternativen gibt es mittlerweile in den meisten Supermärkten.
Was kommt in ein veganes Gyros-Gewürz?
Die Basis sind Oregano, geräuchertes Paprikapulver, Knoblauch, Zwiebel, Kreuzkümmel, Thymian und Pfeffer. Diese Mischung gibt Räuchertofu oder Sojaschnetzeln das typische Aroma. Fertige Gyros-Gewürzmischungen sind häufig ohnehin rein pflanzlich - ein Blick auf die Zutatenliste genügt.
Welche griechische Vorspeise passt für einen Mezze-Abend?
Eine Kombination aus mehreren Dips und kleinen Tellern: Tzatziki auf Sojajoghurt-Basis, Melitzanosalata, Fava, Oliven, warmes Fladenbrot und ein griechischer Salat. Diese Zusammenstellung ist komplett pflanzlich und lässt sich fast vollständig vorbereiten.
Was trinkt man traditionell zu griechischem Essen?
Klassisch sind Ouzo, Retsina und griechischer Bergtee. Bei Wein lohnt ein Blick auf die Klärung: Manche Weine werden mit tierischen Hilfsmitteln geschönt, immer mehr Produzenten arbeiten aber pflanzlich und weisen das auch aus.