Vegane Lieblingsgerichte für Kinder: So klappt's mit Genuss

11.1.2026

Kinder wissen genau, was sie mögen: Pasta, Pizza, Pancakes und Pommes. Die gute Nachricht? All diese Klassiker lassen sich wunderbar vegan zubereiten – und schmecken oft sogar besser als das Original!

Warum vegane Ernährung für Kinder funktioniert

Aktuelle Studien aus 2024 und 2025 zeigen: Vegan ernährte Kinder essen deutlich mehr Obst, Gemüse, Ballaststoffe und gesunde Fette als ihre omnivoren Altersgenossen. Eine Metaanalyse bestätigt zudem, dass es bei Größe und Gewicht keine Unterschiede gibt – vegane Ernährung beeinträchtigt das gesunde Wachstum also nicht.

Die Vegane Gesellschaft Österreich und internationale Fachgesellschaften sind sich einig: Eine gut geplante vegane Ernährung ist für Kinder geeignet, vorausgesetzt kritische Nährstoffe wie Vitamin B12 werden supplementiert.

Kinderklassiker einfach veganisieren

Die einfachste Strategie? Nimm bewährte Lieblingsrezepte und tausche einzelne Zutaten aus. So bleibt der vertraute Geschmack erhalten:

Schnelle Ersatzmöglichkeiten

Zutat Vegane Alternative
Kuhmilch Haferdrink, Sojadrink, Mandeldrink
Joghurt Sojajoghurt, Kokosjoghurt, Haferjoghurt
Sahne Hafersahne, Sojasahne, Kokossahne
Hackfleisch Veganes Faschiertes, Linsen, Räuchertofu
Käse Veganer Streukäse, Hefeflocken, Cashewcreme

Top 10 vegane Kinderklassiker

  1. Vegane Palatschinken – mit Apfelmus oder Schokocreme
  2. Spaghetti Bolognese – mit Linsen oder veganem Hack
  3. Vegane Pizza – selbst belegt macht doppelt Spaß
  4. Veganer Kaiserschmarrn – fluffig und süß
  5. Pommes mit Ketchup – sind ohnehin meist vegan!
  6. Nudeln mit Tomatensauce – der ewige Klassiker
  7. Gemüsesuppe mit Suppenklößchen – wärmt an kalten Tagen
  8. Vegane Burger – mit Bohnenlaibchen und buntem Gemüse
  9. Kartoffelpuffer – knusprig und lecker
  10. Overnight Oats – perfekt für stressfreie Morgen

6 Tipps für entspanntes Essen mit Kindern

1. Gemeinsam kochen

Kinder essen begeisterter, was sie selbst zubereitet haben! Schon die Kleinsten können Gemüse waschen, Teig rühren oder Zutaten in Schüsseln füllen. Das fördert die Beziehung zum Essen und macht Spaß.

2. Bunt anrichten

Aus Gemüse lassen sich lustige Gesichter legen, aus Obst Tierformen schnitzen. Ein "Regenbogenteller" mit verschiedenfarbigen Lebensmitteln animiert zum Probieren. Das Auge isst schließlich mit!

3. Lustige Namen erfinden

Ein "Superhelden-Smoothie" schmeckt gleich viel besser als ein "Grüner Smoothie". Erfindet gemeinsam kreative Namen für eure Gerichte – das weckt Neugier und Appetit.

4. Selbst aussuchen lassen

Beim Einkaufen darf dein Kind ein Gemüse oder Obst selbst wählen. Was man selbst ausgesucht hat, wird auch eher gegessen. Vielleicht entdeckt ihr so neue Favoriten!

5. Geduldig bleiben

Studien zeigen: Kinder müssen ein neues Lebensmittel bis zu 15 Mal probieren, bevor sie es mögen. Also nicht aufgeben, wenn der erste Versuch scheitert. Biete es in verschiedenen Varianten an.

6. Vorbild sein

Kinder orientieren sich an uns Erwachsenen. Wenn wir selbst genussvoll Gemüse essen, werden sie neugierig. Gemeinsame Mahlzeiten am Tisch fördern außerdem ein positives Essverhalten.

Worauf du achten solltest

Laut Albert Schweitzer Stiftung ist eine vegane Kinderernährung ohne Mängel möglich, wenn einige Punkte beachtet werden:

Die neuesten Studien von 2024 zeigen erfreulicherweise, dass vegan ernährte Kinder heute meist gut mit Vitamin B12 versorgt sind – das Wissen rund um vegane Ernährung hat deutlich zugenommen.

Buchtipp

Das Buch Vegane Küche für Kinder von Christina Kaldewey ist nach wie vor ein hilfreicher Begleiter für Eltern. Es enthält altersgerechte Rezepte, Nährstofftabellen und praktische Tipps – vom ersten Brei bis zum Schulkind.


Hast du Fragen zur veganen Kinderernährung? Weitere Tipps findest du in unserem Artikel 6 Tipps für eine vegane Kinderernährung und im Elternratgeber: Mein Kind will vegan leben.