Reiselust im Sommer – Strand und Meer.

Reiselust im Winter – Ski und Schnee.

Der Reisefrust stellt sich leider dann ein, wenn auf der winterlichen Hütte nach einem langen sportlichen Tag auf mindestens einem, oft zwei „Brettln“ nach veganen Magenfüllalternativen gesucht werden. Am Ende werden (wohl immer) Pommes und Salat – bitte mit Öl und Essig – bestellt. Der Salat kommt – oh Wunder – mit Joghurtdressing. Und wenn nach dem zweiten Mal zurückschicken immer noch das Joghurtdressing unter der Paradeiser durchblickt… Reisefrust olé. (Es reicht doch, wenn man ein Salatblatt drauflegt. Kein Scherz, keine erfundene Geschichte. So passiert.)

Doch es ist nicht immer so enttäuschend. Wenn man ein paar Vorbereitungen trifft und Tipps beherzigt, wird die nächste Reise sicher auch ein kulinarischer Genuss!

Leider hat nicht jedeR die Möglichkeit, mit veganen FreundInnen zu reisen, und doch sollte immer allen im Vorhinein klar sein: Dein Interesse daran, wie du Dich ernährst, wird auch im Urlaub ein Thema sein.

Recherchiere vorab, ob es landestypische vegane oder leicht „veganisierbare“ Gerichte gibt. Du musst dir klar sein, dass es in manchen Regionen vor allem bei Unkenntnis der Landessprache schwer werden kann, schnell mal auf der Straße oder beim abendlichen Dinner im Restaurant ein vollwertiges veganes Gericht zu bekommen. Eines, das nicht nur aus den vielzitierten Pommes und Salat besteht.

Wenn Du Dich auf eine Flugreise begibst, musst Du auch da meist nicht hungern. Die meisten Airlines bieten inzwischen ein veganes Menü an. Auf veganunterwegs.de findest Du dazu eine praktische Übersicht.

Städtereisen

In Städten wie Berlin, London, und – oha  – auch Madrid findest du an jeder zweiten Ecke leidfreie Köstlichkeiten. In Entwicklungsländern kann es allerdings passieren, dass du dich wochenlang von Reis und Bohnen ernähren darfst – wenn du nicht selbst kochst.

Denn gerade das Shoppen auf Märkten, das Schlendern durch Stände voller exotischem Obst und Gemüse und duftenden Kräutern und Gewürzen kann zu einem unvergesslichen Erfahrung werden – Kamera nicht vergessen!

Die unwiderstehlich frischen Zutaten kannst du bei Gelegenheit verkochen oder einfach frisch verzehren. Geschmackserlebnis pur. Apropos – das selbst kochen kann auch im Urlaub Spaß machen – und deinen FreundInnen zeigen, dass auch ein köstliches veganes Gericht schnell und einfach zubereitbar ist.

Informiere dich vor Beginn der Reise auf Seiten wie happycow.net und V“eltenbummler – Vegan Verreisen. Vor allem happycow (auch als Andoid App erhältlich) hat mir schon viele Schmankerl bereitet – Vom rohköstlichen Restaurant in Madrid bis zum deftigen Gasthaus in Budapest war schon alles dabei. Die iPone App „Vegman“ hilft dir in WiFi-Zonen und Hotels schnell und unkompliziert dabei, deinen Hunger zu stillen.

Tipp: Ein kleiner Notfallvorrat an Müsliriegeln, Nüssen und Obst oder Gemüse sollte immer mit auf Reisen sein. Was wir am liebsten alles als Reiseproviant dabei haben, siehst Du hier!

Tipp2: Äpfel und Orangen halten sich in der Tasche bei sommerlich hohen Temperaturen als auch bei sportlichen Erlebnissen über Stock und Stein länger frisch als Bananen. Karotten machen (mich) kurz- bis langfristig richtig schön hungerlos. Wenn sich dann noch Hummus auffinden lässt, in den sich besagtes Wurzelgemüse dippen lässt, bin ich schon vollends zufrieden.

Zum Schluss bleibt nur eins zu sagen: Wenn du dich vorab über Möglichkeiten informierst, Notfallvorräte nicht zur Neige gehen lässt und in Urlaubslaune gechillt mögliche Stolpersteine umgehst, wird deine nächste Reise sicher eine erholsame sein! Noch einfacher ist es natürlich, gleich ein Hotel zu buchen, wo auch vegane Verpflegung angeboten wird. Auch davon gibt es inzwischen so einige, siehe hier!

pSH