Wenn man mit dem veganen Backen anfängt, will man erstmal wissen, wie man Eier ersetzt. Butter lässt sich einfach durch pflanzliche Margarine ersetzen, Milch durch pflanzliche Milch. Hat man dann den perfekten Ei-Ersatz kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Sollte man meinen…

Wenn Du ein Neuling des veganen Backens bist, lies Dir doch am besten auch unseren Beitrag  „Vegan Backen? Ohne Ei, ohne Butter…?“ durch!

Hier haben wir Dir noch ein paar Tipps & Tricks angeführt, die beim Backen hilfreich sein können. Also auf die Plätze! Fertig! Losgebacken!

1. Binden, lockern oder doch lieber beides?

Bei Kuchenrezepten – ein „Ei“ das den Teig gleichzeitig bindet und auch lockert:

  • 1 EL Soja-, Johannisbrotkern- oder Maismehl + 2 EL kohlsäurehaltiges Mineralwasser
  • oder Ei-Ersatz-Pulver (laut Verpackung)

Für Muffin- und Kuchenrezepte – ein „Ei“ das vor allem lockert:

  • 1 kleine zerdrückte Banane oder 3 EL Apfelmus, Birnenmus, Mangomus (sollte nur dann eingesetzt werden, wenn das Mus zum Backwerk passt)
  • oder 2 TL Natron + 2 EL Wasser oder 1 TL Essig + ½ TL Öl

Für Keksrezepte – ein „Ei“ das den Teig vor allem bindet:

  • 1,5 EL gemahlene Leinsamen (oder gemahlene Chia-Samen) mit ca. 3 EL Wasser gut verrühren und kurz quellen lassen
  • oder ca. 1 EL Sojamehl + 2 EL Wasser
  • oder 3 EL pürierter weicher Seidentofu

2. Hochwertige Zutaten und gute Backformen:

Bourbon-Vanille-Zucker, ganze Vanilleschote oder lieber Vanillin, welches noch nie eine Vanilleschote gesehen hat? Billiger Kakao oder lieber hochwertiger Rohkakao? Qualität schmeckt man einfach! Achte auch bei den Zutaten darauf, denn die bestimmen das Endergebnis.

Kuchenformen müssen nicht wahnsinnig teuer sein, aber  sie sollten eine angemessen dicke Wand haben, damit die Wärme gut weitergegeben wird und der Kuchen nicht außen verbrennt, während er drinnen noch roh ist.

3. Geduld:

Neugierig ob das leckere Backwerk denn schon fertig ist? Hast Du dich schon oft ertappt, wie Du ständig die Backofen-Tür öffnest um nach dem Kuchen zu sehen? Man riskiert hier schon mal das das Backwerk zusammenfällt. Am Besten erst am Ende der Backzeit eine Stäbchen-Probe machen. Dazu einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen, wenn dieser sauber wieder herauskommen, dann ist der Kuchen fertig.

4. Mix it Baby:

Bei den meisten veganen Kuchen, sollte man den Teig vorsichtig verrühren, denn durch zu starkes Rühren wird der Kuchen schwer und zäh. Ist der Fettgehalt niedriger, dafür der Flüssigkeitsanteil höher am besten nur so lange rühren, bis sich alles gut verbunden hat. Der Teig bindet dann besser, ist aber anfälliger fürs „überrühren“. Lieber mit einem Löffel, Teigschaber oder einer Gabel vermischen. Es sollte alles so vermischt sein, sodass das Mehl nicht mehr sichtbar ist und die Masse ein gleichmäßige Farbe und Konsistenz hat. Außer natürlich, wenn etwas schaumig gerührt werden soll, (wie Butter und Zucker) das geht dann am besten mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine.