Vegane Salatdressings: Vinaigrette, Tahini und kaufen bei Rewe, Billa und dm
Sommer ist Grillsaison in Österreich – und kein Gartenparty-Buffet ohne einen guten Salat mit dem richtigen Dressing. Was einen Salat wirklich zum Highlight macht, ist weniger das Grün selbst als das Dressing. Selbst gemachte vegane Salatdressings sind in fünf Minuten fertig, kommen ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe aus und lassen sich beliebig variieren.
Selbst gemachte vegane Salatdressings schlagen Fertigprodukte in Geschmack und Nährwerten
Fertige Dressings aus dem Supermarkt enthalten oft Zucker, Emulgatoren und Aromen, die du gar nicht brauchst. Mit ein paar Grundzutaten – Öl, Säure, Würze – mischst du in einer Flasche oder einem Schraubglas im Handumdrehen ein Dressing, das besser schmeckt und nährstoffreicher ist. Die Basis der meisten veganen Dressings ist Olivenöl Extra Vergine – es liefert antioxidative Polyphenole (insbesondere Hydroxytyrosol und Oleocanthal) und einen runden Geschmack, der Fertigprodukten weit überlegen ist.
Für dein Grundrezept brauchst du drei Teile Öl auf einen Teil Säure, dazu Salz, Pfeffer und Senf als natürlichen Emulgator. Senf, Tahini und Erdnussmus binden Öl und Wasser zu einer cremigen Emulsion – so trennt sich das Dressing nicht. Von dieser Basis aus kannst du in alle Richtungen variieren: mediterran, asiatisch, fruchtig oder cremig. Öl-Essig-Dressings halten im Schraubglas im Kühlschrank 1–2 Wochen; cremige Dressings mit Joghurt oder Tahini sind 3–5 Tage haltbar. Wichtig: Salz erst kurz vor dem Servieren ins Dressing geben und dann über den Salat, damit er knackig bleibt.
Vinaigrette, Apfelessig-Dressing und Zitronen-Kräuter: Die drei schnellsten Basics
Die klassische Vinaigrette ist die Königin der Dressings – und kaum zu toppen, wenn du gute Zutaten verwendest. Gib drei Esslöffel Olivenöl, einen Esslöffel Apfelessig oder Weißweinessig, einen Teelöffel Dijonsenf, eine Prise Zucker oder Agavendicksaft sowie Salz und Pfeffer in ein Schraubglas und schüttle kräftig. Das war es. Passt zu Feldsalat, Rucola und buntem Gemüsesalat.
Das Apfelessig-Dressing nutzt die schärfere, fruchtigere Säure – ideal für kräftigere Salate mit Linsen, Kichererbsen oder Bohnen. Naturtrüber Apfelessig bringt eine angenehme Fruchtsäure mit, die Dressings belebender macht als normaler Weißweinessig. Du mischst zwei Esslöffel naturtrüben Apfelessig mit drei Esslöffeln Olivenöl oder Rapsöl, einem Teelöffel Senf, einem Teelöffel Ahornsirup sowie Salz und Pfeffer – optional mit einer Prise Kümmel für die österreichische Note. Mehr über Apfelessig als Küchenhelfer findest du im Artikel Apfelessig. Als Inspiration passt es bestens zum Bohnen-Salat mit Zitrusdressing.
Das Zitronen-Kräuter Dressing ist frisch, leicht und perfekt für Sommersalate und Grillbeilagen. Du brauchst den Saft einer Zitrone (ca. 30 ml), vier Esslöffel Olivenöl, eine fein gehackte oder gepresste Knoblauchzehe, frische Kräuter wie Petersilie, Minze oder Basilikum sowie Salz und Pfeffer. Zitronensaft liefert laut USDA FoodData Central ca. 38,7 mg Vitamin C pro 100 ml – rund 43 % des Tagesbedarfs. Vitamin C fördert außerdem die Aufnahme von pflanzlichem Eisen aus Salatzutaten wie Spinat oder Kichererbsen.
Tahini Dressing, Erdnuss Dressing und Joghurt Dressing für Couscous-Salat und Pasta
Das Tahini Dressing ist cremig, nussig und sättigend – es stammt aus der levantinischen Küche und macht aus jedem Salat eine vollwertige Mahlzeit. Rühre zwei Esslöffel Tahini (Sesammus) mit zwei Esslöffeln Zitronensaft, einem Esslöffel Wasser, einer kleinen Knoblauchzehe sowie Salz und einer Prise Kreuzkümmel glatt. Für mehr Cremigkeit Wasser schrittweise unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Sesampaste ist reich an Phosphor (692 mg/100g), Magnesium (362 mg/100g) und Polyphenolen wie Sesamin und Sesamol – laut einem Review 2024 (ResearchGate). Der Endiviensalat mit Zitronen-Tahin-Dressing zeigt, wie gut Tahini zu warmen Kartoffeln passt. Als Beilage eignet sich Hummus aus derselben Basis hervorragend.
Das asiatisch inspirierte Erdnuss Dressing passt zu Glasnudelsalaten, Salatrollen und Krautsalat. Mische zwei Esslöffel naturbelassenes Erdnussmus mit einem Esslöffel Tamari oder Sojasoße, einem Esslöffel Limettensaft, einem Teelöffel geröstetem Sesamöl, einem Teelöffel Ahornsirup oder Agave sowie frisch geriebenem Ingwer und Wasser zum Verdünnen. Das Dressing passt hervorragend zu den Salatrollen mit Erdnuss-Dip – und auch zum Veganen Wurstsalat als ungewöhnliche, würzige Variante.
Das Joghurt Dressing – cremig und mild – ist der Klassiker, vegan mit Sojajoghurt oder Haferjoghurt. Rühre drei Esslöffel Pflanzenjoghurt (Soja oder Hafer, natur) mit einem Esslöffel Zitronensaft, einem Teelöffel Olivenöl, einer gepressten Knoblauchzehe und frischen Kräutern wie Schnittlauch, Dill oder Petersilie sowie Salz und Pfeffer glatt. Es ist die perfekte Basis für einen Gurken-Dill-Salat oder einen veganen Kartoffelsalat als Grillbeilage. Zum Veganen Linsensalat mit Kräuter-Vinaigrette passen sowohl das Joghurt Dressing als auch die klassische Vinaigrette.
Olivenöl, Rapsöl und Sesamöl: Die besten Öle für vegane Salatdressings
Für kalte Dressings eignen sich am besten Öle mit ausgewogenem Fettsäureprofil und gutem Geschmack. Die Auswahl macht den Unterschied:
| Öl | Geschmack | Am besten für | Omega-3 |
|---|---|---|---|
| Olivenöl Extra Vergine | Fruchtig-würzig | Mediterrane Dressings, Vinaigrette | Gering |
| Rapsöl | Mild, neutral | Allrounder, asiatische Dressings | Hoch |
| Walnussöl | Nussig-intensiv | Herbstsalate mit Apfel, Birne, Feige | Sehr hoch |
| Sesamöl (geröstet) | Sehr intensiv | Asiatische Dressings, sparsam | Mittel |
| Leinöl | Leicht bitter | Kartoffelsalat, österreichisch | Sehr hoch |
Olivenöl ist für mediterrane Dressings und die Vinaigrette kaum zu ersetzen. Rapsöl ist die günstigere, geschmacksneutrale Alternative für Dressings, bei denen das Öl nicht dominieren soll – und punktet mit dem höchsten Omega-3-Gehalt unter den günstigen Ölen. Walnussöl und Leinöl sollte man nie erhitzen, sie eignen sich ausschließlich für kalte Dressings. Mehr über die Unterschiede liest du im Artikel Gesunde pflanzliche Öle. Im Sommer bieten sich Schnittlauch, Basilikum, Petersilie oder frische Minze aus dem Garten als Kräuterzusatz an – mehr Inspiration findest du in den Veganen Sommerrezepten.
Welches vegane Dressing passt zu Kichererbsen-Salat, Couscous und Grillgemüse?
Für herzhafte Kichererbsen-Salate und Hülsenfrucht-Salate ist das Apfelessig-Dressing oder das Tahini Dressing die erste Wahl – beide vertragen kräftige Aromen und machen den Salat noch sättigender. Beim Veganen Couscous-Salat macht das Zitronen-Kräuter Dressing mit viel frischer Petersilie den großen Unterschied. Grillgemüse profitiert von Tahini Dressing oder Joghurt Dressing als Dip. Der Vegane Mango-Coleslaw kommt dagegen gut ohne zusätzliches Dressing aus – er bringt seinen eigenen Säure-Süße-Ausgleich mit.
Als achtes Dressing empfiehlt sich das Himbeer-Balsamico Dressing für Salate mit Nüssen, Feigen oder Birnen: zwei Esslöffel Himbeeressig oder weißen Balsamico mit drei Esslöffeln Olivenöl, einem Teelöffel Ahornsirup, einem Teelöffel Dijonsenf sowie Salz, Pfeffer und optional frischen Thymianblättern mischen. Fruchtig-süß mit leichter Säurenote – toll zu Salaten mit gegrilltem Tofu.
Wer fertige vegane Salatdressings kaufen möchte: REWE führt eine eigene Kategorie für vegane Salat-Dressings online, in der du Öl-Essig-Dressings und Joghurt-Varianten findest. Byodo Bio Salatdressings (Senf-Dressing 245 ml, Kräuter-Dressing) sind bei dm in der Bio-Abteilung, im Reformhaus und bei denn's Biomarkt erhältlich – in Österreich auch über den Billa Online Shop. Alle Byodo-Varianten sind von Haus aus vegan und bio-zertifiziert. Wer eine fertige vegane Salatcreme sucht – zum Beispiel als Ersatz für Miracel Whip – findet alles im Artikel Vegane Salatcreme kaufen.
Mehr Ideen rund ums Grillen und für den Sommer gibt es bei Vegane Snacks zum Grillen und Vegane Grillbeilagen, eine Übersicht über acht Sommersalate bieten die Veganen Sommersalate und wer eine ganze Gartenparty plant, findet bei Vegane Gartenparty die komplette Inspiration für den Abend.
Häufige Fragen
- Welches vegane Dressing passt am besten zum Grillen?
- Zum Grillen eignen sich kräftige, stabile Dressings besonders gut. Tahini Dressing und Erdnuss Dressing halten die Grillhitze gut aus und passen zu gegrilltem Gemüse, Tofu und Spießchen. Die klassische Vinaigrette mit Dijonsenf ist dagegen ideal für Blattsalate als Beilage zum Grill. Tipp: Dressing immer erst kurz vor dem Servieren über den Salat geben, damit er knackig bleibt.
- Wie lange halten selbst gemachte vegane Salatdressings?
- Öl-Essig-Dressings wie Vinaigrette und Apfelessig-Dressing halten im Schraubglas im Kühlschrank 1–2 Wochen. Cremige Dressings mit Tahini, Erdnussmus oder Pflanzenjoghurt sind 3–5 Tage haltbar. Dressings mit frischen Kräutern oder Knoblauch besser innerhalb von 3 Tagen verbrauchen, da sie schnell an Aroma verlieren. Immer gut verschlossen und gekühlt aufbewahren.
- Welches Öl ist das beste für vegane Salatdressings?
- Für kalte Salatdressings ist Olivenöl Extra Vergine die erste Wahl – es liefert antioxidative Polyphenole und einen runden Geschmack. Rapsöl ist günstiger, mild im Geschmack und reich an Omega-3-Fettsäuren. Walnussöl passt hervorragend zu herbstlichen Salaten mit Apfel oder Birne. Sesamöl (geröstet) wird sparsam für asiatisch inspirierte Dressings verwendet.
- Wie mache ich ein Tahini Dressing cremiger?
- Das Tahini Dressing wird cremiger, wenn du es schrittweise mit Wasser verdünnst – immer einen Teelöffel nach dem anderen unterrühren. Kalt ist Tahini dicker, bei Zimmertemperatur lässt es sich besser verarbeiten. Ein Spritzer Zitronensaft hilft ebenfalls beim Emulgieren. Für extra Cremigkeit einen halben Teelöffel Dijonsenf zugeben – er wirkt als natürlicher Emulgator.
- Welche veganen Dressings passen zu Pasta-Salat?
- Für Pasta-Salat eignen sich Dressings mit etwas mehr Substanz: Joghurt Dressing aus Pflanzenjoghurt macht den Salat cremig und mild. Das Erdnuss Dressing passt zu asiatischen Pasta-Salaten mit Reisnudeln. Die klassische Vinaigrette mit Senf ist ideal für italienisch inspirierte Pasta-Salate mit Oliven und Sonnentomaten. Pasta-Salat braucht etwas mehr Dressing als Blattsalat, da die Nudeln viel aufnehmen.
- Kann man vegane Salatdressings auch als Grillmarinade verwenden?
- Ja! Besonders Tahini Dressing, Erdnuss Dressing und das Zitronen-Kräuter Dressing eignen sich als Marinade für Grillgemüse, Tofu oder Seitan. Das Gemüse 30–60 Minuten einlegen, dann grillieren. Die Vinaigrette mit Senf und Kräutern funktioniert hervorragend als schnelle Marinade für Zucchini, Paprika und Pilze. Mariniertes Gut vorher gut abtropfen lassen, damit es am Grill nicht verbrennt.
- Sind fertige vegane Salatdressings aus dem Supermarkt empfehlenswert?
- Fertige Dressings enthalten oft Zucker, Emulgatoren, Konservierungsstoffe und Aromen, die du bei selbst gemachten Dressings nicht brauchst. Selbst gemachte Dressings sind in weniger als 5 Minuten fertig, günstiger und du weißt genau, was drin ist. Als Notfalllösung für unterwegs sind fertige Dressings okay – achte auf die Zutatenliste und wähle Produkte ohne Palmöl und mit überschaubaren Zutaten. Byodo Bio Salatdressings bei dm oder denn's Biomarkt sind eine gute fertige Option.