Vegane Omega-3-Quellen: Die besten pflanzlichen Öle

12.1.2026

Pflanzliche Öle sind unverzichtbar für eine gesunde vegane Ernährung. Sie liefern essenzielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, und spielen eine zentrale Rolle bei der Omega-3-Versorgung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt in ihren aktualisierten Leitlinien von 2024: Pflanzliche Öle sollen bei der Fettzufuhr bevorzugt werden.

Die wichtigsten pflanzlichen Öle im Überblick

Diese Öle sind besonders wertvoll für die vegane Ernährung:

Durch ihren hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren tragen diese Öle laut NIH-Forschung dazu bei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Aktuelle Forschung: Leinöl steigert Omega-3-Werte effektiver als gedacht

Eine bahnbrechende Studie von 2025 der NuEva-Forschungsgruppe hat gezeigt: Die Umwandlung von pflanzlicher Alpha-Linolensäure (ALA) in die aktiven Omega-3-Formen EPA und DHA funktioniert deutlich besser als lange angenommen – wenn die Ernährung optimiert ist.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Das Forscherteam empfiehlt: Kombiniere regelmäßig ALA-reiche Lebensmittel wie Leinöl und Walnüsse mit Algenöl-Supplementen für eine optimale Omega-3-Versorgung.

Leinöl: Der Star unter den veganen Ölen

Mit etwa 7 Gramm ALA pro Esslöffel ist Leinöl die konzentrierteste pflanzliche Omega-3-Quelle. Eine Übersichtsarbeit im European Journal of Medical Research (2023) fasst die Vorteile zusammen:

Wichtig: Leinöl niemals erhitzen und kühl lagern. Die empfindlichen Fettsäuren oxidieren schnell bei Hitze und Licht.

Weitere wertvolle Öle

Rapsöl – die DGE-Empfehlung

Die DGE empfiehlt Rapsöl als Basisöl für die tägliche Ernährung. Mit einem günstigen Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 (etwa 2:1) und guter Hitzestabilität eignet es sich zum Braten und für Salatdressings.

Walnussöl

Reich an ALA mit nussigem Geschmack – ideal für Salate und zum Verfeinern von Dips. Sollte nicht erhitzt werden.

Hanföl

Liefert ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 (3:1) und enthält zusätzlich die seltene Gamma-Linolensäure. Perfekt für kalte Speisen.

Olivenöl

Laut Johns Hopkins Research enthält natives Olivenöl extra neben einfach ungesättigten Fettsäuren auch sekundäre Pflanzenstoffe mit entzündungshemmender Wirkung.

Omega-6 zu Omega-3: Das richtige Verhältnis

Die DGE empfiehlt ein Verhältnis von maximal 5:1 (Omega-6 zu Omega-3). Die typische westliche Ernährung liegt jedoch oft bei 15:1 oder höher. So verbesserst du das Verhältnis:

Zum Erhitzen geeignet?

Öl Kaltpresse Zum Braten Rauchpunkt
Rapsöl (raffiniert) Nein Ja 220°C
Olivenöl (extra virgin) Ja Bedingt 180°C
Kokosöl Ja Ja 175°C
Leinöl Ja Nein 107°C
Walnussöl Ja Nein 160°C

Fazit: Vielfalt ist der Schlüssel

Für eine optimale vegane Omega-3-Versorgung gilt: Kombiniere verschiedene Öle und ergänze bei Bedarf mit Algenöl-Supplementen. Die 2025er NuEva-Studie bestätigt: Wer sein Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis im Griff hat, kann auch mit rein pflanzlichen Quellen gute Omega-3-Werte erreichen.

Mein Tipp: Starte jeden Tag mit einem Esslöffel Leinöl im Müsli oder Smoothie – so deckst du bereits einen Großteil deines ALA-Bedarfs!