Vegane Desserts im Glas: 8 Schichtdesserts für jeden Anlass

11.2.2026

Vegane Desserts im Glas sind der perfekte Wow-Effekt für jede Gelegenheit! Die transparenten Schichten zeigen, was drin steckt, lassen sich wunderbar vorbereiten und sind portioniert servierfertig. Ob für das Sonntagsdessert, die nächste Party oder als hübsches Mitbringsel: Wir zeigen dir die besten veganen Schichtdesserts mit praktischen Tipps.

Warum Desserts im Glas?

Schichtdesserts im Glas (im Französischen "Verrines" genannt) wurden 1994 vom Pariser Patissier Philippe Conticini erfunden. Die Idee: Traditionelle Desserts in kleinen, durchsichtigen Gläsern servieren, sodass die verschiedenen Schichten sichtbar werden und Kontraste in Textur, Farbe und Geschmack zur Geltung kommen.

Die Vorteile auf einen Blick:

Die Basis: Cremige Schichten ohne Milch

Kokosmilch und Kokoscreme

Kokosmilch ist die Geheimwaffe für cremige vegane Desserts. Sie enthält mittelkettige Triglyceride (MCTs), die vom Körper schnell aufgenommen und in Energie umgewandelt werden. Für Schichtdesserts eignet sich vollfette Kokosmilch aus der Dose am besten - sie hat etwa 13% Fettgehalt und sorgt für die richtige Cremigkeit.

Cashews

Eingeweichte Cashews ergeben püriert eine unglaublich samtene Creme. Sie sind reich an herzgesunden ungesättigten Fettsäuren und pflanzlichem Protein und bilden die perfekte Basis für Käsekuchen-Schichten und cremige Füllungen.

Agar-Agar statt Gelatine

Agar-Agar wird aus Algen gewonnen und ist der perfekte vegane Ersatz für Gelatine. Es muss in kochender Flüssigkeit aufgelöst werden und sorgt für eine festere Konsistenz als Gelatine. Für Panna Cotta im Glas empfehlen Expertinnen etwa 1/2 Teelöffel (1 Gramm) Agar-Agar-Pulver pro 400 ml Kokosmilch.

Die 8 besten veganen Desserts im Glas

1. Tiramisu im Glas

Der italienische Klassiker funktioniert im Glas besonders gut! Die Schichten aus espressogetränkten Biskuits und cremiger Mascarpone-Alternative bleiben perfekt getrennt.

So gelingt's:

Die Mascarpone-Creme entsteht aus Seidentofu, veganem Joghurt und etwas geschmolzener veganer Butter - glatt püriert ergibt das eine unglaublich seidige Konsistenz. Statt Löffelbiskuits kannst du auch vegane Marie-Kekse, Digestive oder Graham Crackers verwenden.

Tipp: Tiramisu im Glas schmeckt am Tag 2 und 3 sogar noch besser, wenn die Aromen durchgezogen sind!

Probier auch unser Veganes Tiramisu oder die winterliche Spekulatius-Maroni-Variante.

2. Schoko-Mousse im Glas

Schokoladen-Mousse mit Avocado-Basis ist cremig, reich an Omega-Fettsäuren und in unter 10 Minuten fertig. Die Avocado sorgt für gesunde Fette, Ballaststoffe und eine Fülle an Vitaminen - und schmeckt überhaupt nicht nach Avocado!

Die perfekte Schichtung:

  1. Zerbröselte vegane Schokokekse als Boden
  2. Avocado-Schoko-Mousse als Hauptschicht
  3. Kokos-Schlagsahne als Topping
  4. Kakaonibs oder geraspelte Schokolade

Wissenschaftlicher Bonus: Eine Harvard-Studie aus 2024 mit 192.000 Teilnehmern zeigt: Menschen, die mindestens 5 Portionen dunkle Schokolade pro Woche essen, haben ein 21% geringeres Diabetes-Risiko.

Hier geht's zu unserer Schoko-Mousse.

3. Chia-Pudding-Parfait

Chia-Samen sind wahre Nährstoff-Bomben. Eine umfassende Übersicht aus 2024 zeigt: Sie enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren als Leinsamen und liefern pro Esslöffel etwa 5 Gramm Ballaststoffe. Laut Harvard Health sind Chiasamen die beste pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren.

Perfektes Parfait-Schema:

  1. Chia-Pudding-Schicht (Chiasamen + Pflanzenmilch über Nacht quellen lassen)
  2. Fruchtschicht (frische Beeren oder Kompott)
  3. Knusperschicht (Granola oder geröstete Nüsse)
  4. Wiederholen!

Das Beste: Chia-Pudding-Parfaits lassen sich perfekt vorbereiten und sind ideal fürs Frühstück oder als leichtes Dessert.

Schau dir auch unseren Chia-Pudding mit Obstsalat an.

4. Panna Cotta im Glas

Die italienische Panna Cotta gelingt vegan mit Kokosmilch und Agar-Agar wunderbar. Der Trick: Die Kokosmilch nur köcheln lassen, nicht richtig kochen - sonst trennt sie sich.

Schichtidee:

  1. Fruchtsoße als Boden
  2. Kokos-Panna-Cotta als Hauptschicht
  3. Frische Früchte als Topping

Bei uns findest du die klassische Kokos-Panna-Cotta.

5. No-Bake Cheesecake im Glas

Veganer Käsekuchen im Glas braucht keinen Ofen! Die Füllung aus Cashews oder veganem Frischkäse wird einfach auf einen Keksboden geschichtet.

So geht's:

Zerbröselte vegane Butterkekse mit etwas geschmolzener veganer Butter vermischen und als Boden ins Glas drücken. Darauf kommt die Cashew-Creme, optional mit Beerenkompott getoppt.

Aufbewahrung: Im Kühlschrank bis zu 5 Tage haltbar, eingefroren sogar bis zu 3 Monate.

6. S'mores im Glas

Die amerikanischen Lagerfeuer-Klassiker funktionieren auch ohne Feuer! Schichte dunkle Schokoladen-Avocado-Mousse mit zerbröselten Graham Crackern und veganem Marshmallow-Fluff.

7. Bananen-Pudding im Glas

Ein Südstaaten-Klassiker vegan interpretiert: Schichten aus selbstgemachtem Vanillepudding, frischen Bananenscheiben und veganen Vanillekeksen. Der Pudding wird mit Pflanzenmilch und Speisestärke angerührt und über Nacht durchgezogen serviert.

Hier findest du unser Rezept für Veganen Vanillepudding.

8. Erdbeer-Schichtdessert

Frische Erdbeeren, selbstgemachte Chia-Marmelade, cremige Kokossahne und vegane Biskuitstücke ergeben ein herrlich sommerliches Schichtdessert.

Praktische Tipps für perfekte Schichtdesserts

Die richtigen Gläser

Schichtung wie ein Profi

  1. Schwere Schichten nach unten: Keksbrösel, Kompott, feste Cremes
  2. Leichte Schichten nach oben: Sahne, Mousse, frische Früchte
  3. Knusprige Elemente erst kurz vor dem Servieren: Granola, Nüsse, Streusel
  4. Zwischen den Schichten kurz kühlen lassen: So verlaufen sie nicht ineinander

Vorbereitung und Aufbewahrung

Für besondere Anlässe

Zum Brunch: Chia-Pudding-Parfait mit Granola und frischen Beeren

Zur Dinner-Party: Tiramisu im Glas oder elegante Panna Cotta

Fürs Picknick: No-Bake Cheesecake oder S'mores im Glas mit Schraubdeckel

Als Mitbringsel: Schoko-Mousse im Glas mit hübschem Band

Fazit

Vegane Desserts im Glas verbinden Ästhetik mit Praktikabilität. Sie lassen sich vorbereiten, sind portioniert servierfertig und beeindrucken durch ihre sichtbaren Schichten. Mit den richtigen Grundzutaten wie Kokosmilch, Cashews und Agar-Agar gelingen cremige Desserts, die dem Original in nichts nachstehen.

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