Vegane Hafermilch: Oatly Barista, Joya und kaufen bei Billa, Lidl und Rewe
Hafermilch ist heute in fast jedem österreichischen Café anzutreffen – cremig, natürlich süß und mit einer deutlich besseren Umweltbilanz als Kuhmilch. Sie entsteht durch ein enzymatisches Verfahren, bei dem Haferstärke in eine trinkbare Flüssigkeit umgewandelt wird. In der EU dürfen pflanzliche Alternativen offiziell nicht als „Milch" verkauft werden (EuGH-Urteil C-422/16), weshalb du im Handel Bezeichnungen wie „Haferdrink" oder „Hafer-Getränk" findest. Umgangssprachlich hat sich „Hafermilch" trotzdem durchgesetzt.
Oatly Barista und Joya sind die bekanntesten Hafermilch-Marken in österreichischen Cafés
Oatly ist der schwedische Marktführer, der seit 1994 auf dem Markt ist. Die Barista Edition enthält rund 1,0 g Protein und 60 kcal pro 100 ml und schäumt besonders gut für Cappuccino und Latte – deshalb ist sie in der österreichischen und deutschen Gastronomie das meistverwendete Produkt. Bei Billa, Spar, dm und Hofer kostet sie ca. 2,49 EUR/L.
Joya ist die österreichische Alternative: Die Marke aus Oberwart im Burgenland verwendet heimischen Bio-Hafer und produziert damit besonders nachhaltig. Joya bietet eine Standard-Variante für Müsli und Backen sowie eine Barista-Version für Kaffeespezialitäten – beide ganzjährig bei Spar, Billa und dm in Österreich erhältlich.
Die günstigste Option ist Vemondo No Milk von Lidl für ca. 0,99–1,45 EUR/L, erhältlich bei allen Lidl-Filialen in Österreich und Deutschland. Der Vemondo Bio Haferdrink erhielt im Öko-Test 2023 die Bestnote – ein guter Hinweis auf Qualität zum niedrigsten Preis.
| Marke | Protein/100ml | kcal/100ml | Barista-Version | Erhältlich |
|---|---|---|---|---|
| Oatly Barista | 1,0 g | 60 kcal | Ja | Billa, Spar, dm, Hofer AT; Rewe, Edeka DE |
| Joya Bio Oat | 0,9 g | 45 kcal | Ja (Joya Barista) | Spar, Billa, dm AT |
| Vemondo No Milk (Lidl) | 0,7 g | 45 kcal | Nein | Lidl AT+DE |
| dm Bio Haferdrink | 0,8 g | 48 kcal | Nein | dm AT+DE |
| Alpro Oat Barista | 1,0 g | 47 kcal | Ja | Spar, Billa, Hofer AT; Rewe DE |
Hafer-Beta-Glucan trägt laut EFSA zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei
Was Hafermilch ernährungsphysiologisch von anderen Pflanzenmilch-Sorten unterscheidet, ist ihr Beta-Glucan-Gehalt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen Gesundheitsbezug für Hafer-Beta-Glucan zugelassen: Bei einer täglichen Aufnahme von mindestens 3 g trägt es zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Das ist ein in der EU offiziell genehmigter Health Claim – keine Werbung, sondern belegte Ernährungswissenschaft.
Pro 100 ml Hafermilch sind ca. 0,3–0,5 g Beta-Glucan enthalten, je nach Marke und Herstellungsverfahren. Barista-Varianten enthalten oft etwas mehr Rapsöl für die Schaumfähigkeit, was die Kalorienangabe leicht erhöht. Alle Hafermilch-Sorten werden mit Calcium, Vitamin D und B12 angereichert – Nährstoffe, die in einer veganen Ernährung sonst über andere Quellen gedeckt werden müssen.
Zum Vergleich aller Pflanzenmilch-Sorten nach Protein, Kalorien und Ökobilanz: Vegane Milch im Vergleich und Erbsenmilch als besonders proteinreiche Alternative.
Kaufen bei Billa, Spar, Lidl und dm – in Österreich, Deutschland und der Schweiz ganzjährig verfügbar
In Österreich ist Hafermilch in allen großen Supermärkten erhältlich: Billa und Billa Plus führen Oatly Barista, Joya und Alpro, dm hat dmBio Haferdrink und Alnatura im Sortiment, Spar und Interspar bieten die günstige SPAR Natur*pur Variante. Hofer führt die MY VAY Pflanzenmilch-Linie. Detaillierte Übersichten nach Geschäft: Hafermilch bei Billa, bei Spar, bei Lidl, bei dm und bei Hofer.
In Deutschland bieten Rewe, Edeka, Lidl und dm die breiteste Auswahl. Oatly, Alpro und Alnatura sind die gängigen Premium-Marken; Rewe und Edeka führen daneben günstige Eigenmarken. Mehr dazu: Hafermilch bei Rewe und bei Edeka.
In der Schweiz ist Hafermilch bei Migros, Coop und Aldi Suisse verfügbar. Oatly und Alpro sind die am weitesten verbreiteten Marken; Bio-Varianten gibt es bei Migros Bio und in Bioläden.
Hafermilch selbst machen gelingt mit 100 g Haferflocken und einem Liter kaltem Wasser in fünf Minuten
Die entscheidende Regel lautet: immer kaltes Wasser verwenden. Warmes Wasser aktiviert die Stärke im Hafer und macht die Milch schleimig und ungenießbar. 100 g Haferflocken (Zartblatt-Flocken eignen sich am besten) mit 1 Liter kaltem Wasser maximal 30–60 Sekunden mixen – nicht länger. Danach durch ein feines Sieb oder einen Nussmilchbeutel abseihen und nur abtropfen lassen, nicht auspressen. Im Kühlschrank hält sich selbst gemachte Hafermilch 3–4 Tage; vor dem Verwenden schütteln.
Der übrig gebliebene Hafertrester lässt sich in veganen Bananen-Hafer-Pancakes oder anderen Backrezepten weiterverarbeiten – mehr Ideen im veganen Pfannkuchen Guide. Für perfekten Milchschaum zu Hause ist eine Barista-Hafermilch aus dem Supermarkt der schnellste Weg; der vollständige Guide dazu: Pflanzenmilch aufschäumen.
Welche Hafermilch-Variante eignet sich am besten für Kaffee?
Für Cappuccino und Latte Macchiato sind Barista-Varianten klar im Vorteil: Sie enthalten mehr Fett (meistens zugesetztes Rapsöl) und schäumen cremiger, ohne auszuflocken. Oatly Barista und Alpro Oat Barista gelten als die konsistentesten für Latte Art; Joya Barista ist die einheimische österreichische Option mit ähnlich guter Schaumqualität.
Für alle anderen Verwendungen – Müsli, Porridge, Smoothies, Backen – reichen günstigere Standard-Varianten wie Vemondo No Milk von Lidl oder SPAR Natur*pur vollständig aus. Hafermilch ersetzt Kuhmilch in Backrezepten 1:1; der natürlich süße Hafergeschmack harmoniert besonders gut mit Früchten, Gewürzen wie Zimt und Kakao. Für vegane Pfannkuchen-Varianten eignet sich Sojamilch als Alternative mit höherem Proteingehalt; Mandelmilch ist die kalorienärmste Option. Mehr zur Frage „Ist Hafermilch vegan?" sowie zur Lagerung: Muss Hafermilch gekühlt werden?
Häufige Fragen
- Was ist Hafermilch und wie wird sie hergestellt?
- Hafermilch ist ein pflanzliches Getränk aus Hafer und Wasser. Haferflocken werden mit Wasser gemixt und durch ein enzymatisches Verfahren mit Amylase behandelt, das die Stärke in cremige Zucker und Polysaccharide umwandelt. Das Ergebnis ist eine natürlich süße, cremige Flüssigkeit ohne tierische Zutaten. Handelsprodukte werden zusätzlich mit Calcium, Vitamin D und B12 angereichert.
- Welche Nährwerte hat Hafermilch pro 100 ml?
- Hafermilch enthält pro 100 ml ca. 45–60 kcal, 0,7–1,5 g Protein, 2,5–3 g Fett und 6–8 g Kohlenhydrate. Besonders bemerkenswert ist der Gehalt an Beta-Glucan, einem löslichen Ballaststoff, der laut EFSA zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen kann. Die meisten Marken werden mit Calcium, Vitamin D und B12 angereichert.
- Ist Hafermilch glutenfrei?
- Hafer enthält von Natur aus kein Gluten, wird aber häufig in Betrieben verarbeitet, die auch Weizen handhaben – Kreuzverunreinigung ist daher möglich. Wer auf glutenfreie Hafermilch angewiesen ist, sollte Produkte mit zertifiziert glutenfreiem Label wählen, zum Beispiel von speziellen Bio-Herstellern mit separater Verarbeitung.
- Wie stellt man Hafermilch selbst her?
- Hafermilch selbst herstellen geht einfach: 100 g Haferflocken mit 1 Liter kaltem Wasser 30–60 Sekunden mixen (nicht länger, sonst wird sie schleimig), dann durch ein feines Sieb oder Nussmilchbeutel abseihen – nur abtropfen lassen, nicht auspressen. Im Kühlschrank hält sie sich 3–4 Tage. Immer kaltes Wasser verwenden, da warmes Wasser die Milch schleimig macht.
- Welche Hafermilch-Marken gibt es in Österreich?
- In österreichischen Supermärkten findest du vor allem Oatly (schwedischer Marktführer, Barista-Version bei Billa/Spar/dm/Hofer), Joya (österreichische Marke aus dem Burgenland, Bio-Hafer aus Österreich, bei Spar/Billa/dm), Alpro Oat Barista (bei Spar/Billa/Hofer), Vemondo No Milk (Lidl-Eigenmarke, günstigste Option) sowie dmBio Haferdrink und SPAR Natur*pur. Barista-Versionen schäumen besser für Cappuccino und Latte.
- Für was eignet sich Hafermilch am besten?
- Hafermilch eignet sich besonders gut für Kaffee und Cappuccino, da Barista-Versionen hervorragend schäumen und nicht ausflocken. Auch für Müsli, Porridge, Backen und Smoothies ist sie ideal – der natürlich süße Hafergeschmack harmoniert perfekt mit Früchten und Cerealien. In Backrezepten ersetzt sie Kuhmilch problemlos 1:1.
- Wer hat Hafermilch erfunden?
- Hafermilch wurde in den 1990er Jahren von Rickard Öste, einem Lebensmittelwissenschaftler der Universität Lund in Schweden, entwickelt. Er forschte im Bereich Laktoseintoleranz und nachhaltiger Ernährung. 1994 gründete er mit seinem Bruder Björn das Unternehmen Oatly, das Hafermilch weltweit populärisierte. 2021 erhielt Öste dafür den renommierten Polhem-Preis.