Vegane Burger selber machen: Der komplette Guide
Vegane Burger sind längst kein Trend mehr, sondern fester Bestandteil der modernen Küche. Doch während Fertigprodukte wie Beyond Meat oder Impossible Burger bequem sind, zeigt eine aktuelle Studie im PMC, dass selbstgemachte Patties aus Bohnen, Linsen oder Gemüse deutlich mehr Nährstoffe und weniger Zusatzstoffe enthalten.
Warum vegane Burger selber machen?
1. Gesundheitliche Vorteile
Laut t-online Gesundheit empfiehlt Ernährungswissenschaftler Pfaff: "Am gesündesten ist es natürlich selbst zu kochen. Burger-Patties kann man schnell und einfach selbst herstellen, zum Beispiel auf Basis von Hülsenfrüchten, Getreiden oder Nüssen."
Eine Studie der Stanford University School of Medicine (SWAP-MEAT Study) zeigte, dass pflanzliche Burger den LDL-Cholesterinspiegel senken können. Selbstgemachte Varianten haben dabei den Vorteil, dass du die Zutaten selbst bestimmst.
2. Umweltbilanz
Laut Fairlis verbraucht ein pflanzlicher Burger im Vergleich zu Rindfleisch:
- 99% weniger Wasser
- 93% weniger Fläche
- 90% weniger Treibhausgase
3. Volle Kontrolle
Im aktuellen ÖKO-TEST enthielten 8 von 16 getesteten Fertigprodukten Mineralölbestandteile (MOAH). Wer selbst macht, weiß genau, was drin ist.
Die 3 Komponenten des perfekten Burgers
Komponente 1: Das Patty
Proteinquellen für vegane Patties
| Basis | Protein pro 100g | Besonderheit |
|---|---|---|
| Seitan | 25g | Höchster Proteingehalt, glutenhaltig |
| Schwarze Bohnen | 21g | Feste Textur, sehr bindend |
| Kichererbsen | 19g | Nussig-mild |
| Linsen | 9g | Schnell zubereitet |
| Tofu | 8g | Neutral, nimmt Marinaden gut auf |
Mehr über Tofu erfährst du in unserem Tofu-Guide.
Das perfekte Bohnenpatty
Zutaten für 4 Patties:
- 400g schwarze Bohnen (abgetropft)
- 50g Haferflocken
- 1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, gepresst
- 2 EL Tomatenmark
- 1 TL Paprikapulver
- 1/2 TL Kreuzkümmel
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
- Leinsamen mit Wasser vermengen und 5 Minuten quellen lassen (Ei-Ersatz)
- Bohnen mit einer Gabel grob zerdrücken - nicht zu fein, etwas Textur ist gewünscht
- Alle Zutaten vermengen und gut würzen
- Wichtig: Masse mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen
- Zu 4 Patties formen (ca. 2 cm dick)
- In der Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze je 5-6 Minuten pro Seite braten
Das vollständige Rezept findest du bei unseren veganen Burger-Patties.
Tipps für die perfekte Bindung
Laut EAT SMARTER sind die wichtigsten Bindemittel:
- Haferflocken: Absorbieren Feuchtigkeit und quellen
- Leinsamen-Ei: 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser = 1 Ei
- Kichererbsenmehl: Bindet hervorragend, extra Protein
Pro-Tipp: Je länger die Masse im Kühlschrank ruht, desto besser hält das Patty zusammen!
Komponente 2: Das Brötchen
Ein gutes Burgerbrötchen macht den Unterschied. Selbstgebacken ist natürlich am besten - probiere unser veganes Brioche-Brot, das auch als Burgerbrötchen fantastisch schmeckt.
Worauf achten beim Kauf:
- Viele Burgerbrötchen enthalten Milch, Eier oder Butter
- Achte auf das V-Label oder "vegan"-Kennzeichnung
- Vollkornvarianten liefern mehr Ballaststoffe
Komponente 3: Toppings und Saucen
Hier wird der Burger zum Kunstwerk:
Klassiker:
- Eisbergsalat, Tomaten, rote Zwiebeln
- Gewürzgurken (Essiggurken)
- Senf, Ketchup
Upgrade-Toppings:
- Avocado oder Guacamole
- Karamellisierte Zwiebeln
- Rucola statt Eisberg
- Eingelegte Jalapenos
Vegane Saucen:
- Vegane Mayonnaise
- BBQ-Sauce (die meisten sind vegan)
- Vegane Burgersauce (Ketchup + vegane Mayo + Gewürzgurken)
Burger vom Grill: Die besten Tipps
Beim Grillen brauchen vegane Patties besondere Aufmerksamkeit:
- Grill gut einölen - verhindert Ankleben
- Nicht zu oft wenden - maximal 2x pro Seite
- Marinierte Portobello-Pilze sind ein fantastischer Burger-Ersatz - unser Portobello-Burger zeigt wie's geht
- Festes Tofu einfrieren - aufgetaut hat er eine festere, "fleischigere" Textur
Unsere besten Burger-Rezepte
- Vegane Burger-Patties - der Klassiker
- Burger ohne Fleischersatz - puristisch gut
- Portobello-Burger - mit marinierten Pilzen
- Veganer Cheeseburger mit selbstgemachter Mayo
- Rohkost-Pilz-Burger - für Raw-Food-Fans
Aufbewahrung
- Rohe Patties: 2-3 Tage im Kühlschrank, gut abgedeckt
- Gebratene Patties: 3-4 Tage im Kühlschrank
- Einfrieren: Rohe Patties einzeln einfrieren, bis zu 3 Monate haltbar
Fazit
Vegane Burger selber machen ist nicht nur gesünder und nachhaltiger als Fertigprodukte zu kaufen - es macht auch Spass! Mit Bohnen, Linsen oder Seitan als Basis und den richtigen Gewürzen gelingen dir Patties, die geschmacklich locker mit Fertigprodukten mithalten können.
Das Beste: Du weisst genau, was drin ist, und kannst den Burger nach deinem Geschmack anpassen. Ob klassisch mit Ketchup und Gurken oder gourmet mit Avocado und karamellisierten Zwiebeln - deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!