Veganer Kartoffelteig - Grundrezept

Ein guter Kartoffelteig braucht nur wenige Zutaten und die richtige Technik. Mit 200 g Mehl auf 800 g Kartoffeln gelingen Knödel, Nockerl und Tascherl ohne Ei.

Die Technik entscheidet über den Teig

Der häufigste Fehler ist zu viel Feuchtigkeit: Nasse Kartoffeln brauchen mehr Mehl und der Teig wird fest. Deshalb gilt: mehlig kochende Kartoffeln, mit Schale garen, gut ausdampfen lassen und erst kalt verkneten.

So verwendest du den Teig

Die Menge reicht für 12 Knödel oder vier Portionen Nockerl. Der Teig lässt sich vielseitig weiterverarbeiten:

Gericht Verarbeitung Garzeit Rezept
Obstknödel Teig flach drücken, Frucht einhüllen, rund formen 10-12 Minuten Vegane Apfelknödel, Marillenknödel
Tascherl Teig ausrollen, Kreise ausstechen, füllen, zuklappen 10-12 Minuten Vegane Powidltascherl
Nockerl Rolle formen, in Stücke schneiden 3-5 Minuten Vegane Kartoffelnockerl
Schupfnudeln Fingerdicke Röllchen mit der Hand formen 3-5 Minuten Vegane Schupfnudeln
Gnocchi Rolle schneiden, mit der Gabel prägen 2-3 Minuten Vegane Gnocchi
Herzhafte Knödel Mit Räuchertofu und Zwiebeln füllen 12-15 Minuten Vegane Grammelknödel

Tipps für den Teig

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Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
Teig für 12 Knödel oder 4 Portionen

Zutaten

  • 800 g mehlig kochende Kartoffeln (Erdäpfel)
  • 200 g Weizenmehl Type 480, plus Mehl zum Bestauben
  • 20 g Kartoffelstärke (ca. 2 EL)
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln ungeschält in reichlich Wasser 25-30 Minuten weich kochen, bis ein Messer ohne Widerstand einsticht. Abgießen und 10 Minuten ausdampfen lassen.
  2. Noch warm schälen und durch die Kartoffelpresse in eine große Schüssel drücken. Auf einem Backblech ausgebreitet verdampft noch mehr Feuchtigkeit. Nicht pürieren und nicht mit dem Mixer arbeiten, sonst wird der Teig zäh und klebrig.
  3. Das Kartoffelpüree vollständig abkühlen lassen, mindestens 30 Minuten. Mit Mehl, Kartoffelstärke, Öl, Salz und Muskat bestreuen.
  4. Mit den Händen rasch zu einem glatten, weichen Teig zusammendrücken. Nur so lange kneten, bis er zusammenhält. Klebt er an den Fingern, esslöffelweise Mehl einarbeiten.
  5. Probe machen: Ein kleines Stück Teig in siedendes Salzwasser geben. Zerfällt es, noch 1-2 EL Mehl einarbeiten. Wird es hart, war zu viel Mehl im Teig, dann einen Löffel Pflanzenmilch unterkneten.
  6. Den Teig 10 Minuten abgedeckt rasten lassen. Danach auf bemehlter Fläche weiterverarbeiten und in leicht siedendem Salzwasser garen, bis die Stücke an die Oberfläche steigen: Nockerl und Schupfnudeln 3-5 Minuten, gefüllte Knödel und Tascherl 10-12 Minuten.

Häufige Fragen

Welche Kartoffeln eignen sich für den Teig?
Mehlig kochende Sorten wie Bintje, Agria oder Ditta. Sie enthalten viel Stärke und wenig Wasser, deshalb braucht der Teig weniger Mehl und bleibt locker. Festkochende Kartoffeln machen ihn nass und klebrig.
Warum braucht der vegane Teig kein Ei?
Die Stärke der Kartoffeln bindet den Teig, zusätzlich hilft ein Esslöffel Kartoffelstärke. Wichtig ist, dass die Kartoffeln gut ausgedampft sind und der Teig nicht überknetet wird.
Kann ich die Kartoffeln im Backofen garen?
Ja, das funktioniert sogar besonders gut. Ungeschälte Kartoffeln bei 190 Grad Umluft 45-60 Minuten backen, aufschneiden und ausdampfen lassen. So bleibt weniger Wasser in den Kartoffeln und du brauchst weniger Mehl.
Kann ich den Teig vorbereiten oder einfrieren?
Frischer Teig hält abgedeckt im Kühlschrank bis zum nächsten Tag, wird aber leicht feucht. Besser sind fertig geformte Knödel oder Nockerl: Roh auf einem Blech einfrieren, dann im Beutel lagern und direkt aus dem Tiefkühler ins Wasser geben.
Wie bekomme ich einen glutenfreien Kartoffelteig?
Ersetze das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung und erhöhe die Kartoffelstärke auf 40 g. Der Teig ist dann etwas empfindlicher, deshalb vorab unbedingt eine Probe im Salzwasser kochen.