Vegane Kartoffelnockerl

Vegane Kartoffelnockerl sind ein österreichischer Klassiker, der mit nur fünf Zutaten auskommt und ohne Ei wunderbar gelingt. Mehligkochende Erdäpfel, etwas Mehl und Maisstärke - mehr braucht es nicht für diese weichen, sättigenden Nockerl.

Kalte Kartoffeln und Maisstärke sind das Geheimnis

Der wichtigste Schritt bei Kartoffelnockerln: Die Kartoffeln müssen vollständig erkaltet sein, bevor du den Teig ansetzt. Warme Erdäpfel geben zu viel Feuchtigkeit ab und der Teig wird klebrig. Am besten die Kartoffeln am Vorabend kochen und über Nacht im Kühlschrank lagern - so sparst du am nächsten Tag Zeit und der Teig lässt sich problemlos formen.

Maisstärke übernimmt die Bindung, die im Original das Ei liefert. Sie macht die Nockerl stabil, ohne den Geschmack zu verändern. Beide Zutaten - Maisstärke und mehligkochende Kartoffeln - bekommst du bei Spar, Billa und Hofer.

Beim Kneten gilt: nur so lange arbeiten, bis der Teig zusammenhält. Überkneten entwickelt das Gluten im Mehl zu stark, die Nockerl werden zäh statt fluffig. Sobald der Teig zusammenhält, sofort mit dem Formen beginnen.

Die Nockerl sind fertig, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen - das dauert 3 bis 5 Minuten. Sofort herausnehmen, sonst weichen sie auf.

Welche Saucen passen zu veganen Kartoffelnockerln?

Der Klassiker in Österreich ist Sauerkraut mit gebratenen Zwiebeln. Die säuerliche Note des Sauerkrauts harmoniert perfekt mit dem milden Kartoffelteig. Eine weitere Lieblingskombination ist eine Pilz-Rahmsauce - wie bei den Semmelknödeln mit Pfifferling-Rahm-Sauce eignet sich frische Pilzsaison besonders gut. Für eine leichtere Variante passen Nockerl auch zu brauner Butter mit frischen Kräutern oder zu einer einfachen Tomaten-Kräuter-Sauce.

Wer weitere österreichische Nockerl-Variationen ausprobieren möchte, findet mit den veganen Eiernockerln eine herzhafte Tiroler Spezialität. Für gefüllte Knödel aus Kartoffelteig sind die veganen Kartoffelknödel mit Kräuterfüllung eine schöne Ergänzung.

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Rezept

Zubereitungszeit
35 Min
Kochzeit
5 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 600g mehligkochende Kartoffeln (Erdäpfel)
  • 150g Weizenmehl Type 480 (plus etwas zum Bestauben)
  • 2 EL Maisstärke (ca. 20g)
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben

Zubereitung

  1. Kartoffeln ungeschält in reichlich Salzwasser ca. 25-30 Minuten weich kochen. Abgießen und vollständig auskühlen lassen - mindestens 30 Minuten, am besten über Nacht im Kühlschrank.
  2. Erkaltete Kartoffeln schälen und durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel drücken. Niemals mit einem Mixer pürieren - das macht den Teig klebrig.
  3. Mehl, Maisstärke, Salz und Muskatnuss zu den gepressten Kartoffeln geben. Mit den Händen kurz zu einem weichen Teig kneten - nur so lange, bis der Teig zusammenhält. Nicht überkneten!
  4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einer Rolle von ca. 3 cm Durchmesser formen. Mit einem Messer gleichmäßige Stücke von ca. 3-4 cm Länge abschneiden.
  5. Jedes Stück mit leicht bemehlten Handflächen zu einer ovalen Nocke formen.
  6. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Nockerl portionsweise einlegen und bei mittlerer Hitze 3-5 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen.
  7. Mit einer Schaumkelle herausheben, sofort servieren - zum Beispiel mit Sauerkraut und Röstzwiebeln oder mit einer Pilz-Rahmsauce.

Häufige Fragen

Warum müssen die Kartoffeln vollständig kalt sein?
Warme Kartoffeln enthalten viel Dampf und Feuchtigkeit. Das macht den Teig klebrig und die Nockerl fallen beim Kochen auseinander. Für die besten Ergebnisse die Kartoffeln am Vortag kochen und über Nacht im Kühlschrank lagern.
Kann ich die Maisstärke weglassen?
Maisstärke ersetzt die Bindung, die traditionell das Ei übernimmt. Ohne sie werden die Nockerl nicht stabil genug. Als Alternative eignet sich 1 EL Leinsamenmehl mit 3 EL Wasser vermischt (15 Minuten quellen lassen).
Kann ich die Kartoffelnockerl einfrieren?
Ja, gekochte Nockerl lassen sich gut einfrieren. Dazu auf einem Tablett einzeln vorfrieren, dann in eine Gefriertüte füllen. Haltbarkeit: bis zu 2 Monate. Direkt aus dem Gefrierfach in kochendes Wasser geben.