Vegane Kartoffelknödel mit Kräuterfüllung
Die veganen Kartoffelknödel sind ein wahrer Klassiker der österreichischen Küche und schmecken in der pflanzlichen Variante mindestens genauso gut wie das Original. Mit ihrer würzigen Brotwürfelfüllung und den frischen Kräutern sind sie die perfekte Beilage zu festlichen Gerichten oder als Hauptgang mit einer cremigen Pilzsauce.
Die perfekten Kartoffeln
Für gelungene Knödel brauchst du unbedingt mehlige Kartoffeln. Diese haben einen höheren Stärkegehalt und sorgen für die richtige Konsistenz. Die Kombination aus gekochten und rohen geriebenen Kartoffeln gibt den Knödeln ihre typische Textur - außen leicht fest, innen wunderbar weich.
Tipps für perfekte Knödel
Der wichtigste Tipp: Das Kochwasser darf niemals sprudelnd kochen! Die Knödel würden sonst zerfallen. Das Wasser sollte nur leicht simmern - kleine Bläschen am Topfboden sind in Ordnung, aber keine großen Blasen an der Oberfläche.
Knete den Teig nur so lange wie nötig. Zu langes Kneten macht ihn klebrig und die Knödel werden zäh. Mit feuchten Händen lassen sich die Knödel am besten formen - so klebt der Teig nicht an den Fingern.
Variationen
Du kannst die Füllung nach Belieben variieren: Probiere es mal mit gerösteten Pilzen, karamellisierten Zwiebeln oder einer Mischung aus verschiedenen Kräutern wie Majoran, Salbei und Rosmarin. Auch eine Füllung aus veganem Faschiertem mit Zwiebeln und Gewürzen schmeckt köstlich.
Für eine glutenfreie Variante kannst du das Weißbrot durch glutenfreies Brot ersetzen. Die Kartoffelstärke ist von Natur aus glutenfrei.
Serviervorschläge
Die Knödel schmecken herrlich zu:
- Veganem Rotkraut mit Äpfeln
- Cremiger Pilz-Rahmsauce
- Dunkelbrauner Bratensauce
- Sauerkraut
- Geschmortem Gemüse
Reste kannst du am nächsten Tag in Scheiben schneiden und in veganer Butter knusprig braten - ein echter Genuss zum Frühstück oder als Beilage!
Rezept
Zutaten
- 1 kg mehlige Kartoffeln
- 150g Kartoffelstärke
- 1 TL Salz
- 1/2 TL geriebene Muskatnuss
- Für die Füllung:
- 3 Scheiben Weißbrot (altbacken)
- 3 EL vegane Butter
- 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL frische Petersilie, gehackt
- 1 EL frischen Thymian
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Die Hälfte der Kartoffeln (500g) mit Schale in Salzwasser ca. 20-25 Minuten weich kochen. Abgießen, etwas abkühlen lassen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
- Die andere Hälfte der Kartoffeln schälen, sehr fein reiben und in einem sauberen Küchentuch kräftig auspressen. Die aufgefangene Flüssigkeit kurz stehen lassen, bis sich die Stärke absetzt.
- Für die Füllung das Brot in kleine Würfel schneiden. Vegane Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. Brotwürfel zugeben und goldbraun rösten. Mit Kräutern, Salz und Pfeffer würzen.
- Die gekochten Kartoffeln mit den geriebenen Kartoffeln, Kartoffelstärke (plus die abgesetzte Stärke aus der Flüssigkeit), Salz und Muskatnuss zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig klebrig.
- Mit feuchten Händen etwa tennisballgroße Portionen vom Teig abnehmen, flach drücken, jeweils 1-2 EL der Brotwürfelfüllung in die Mitte geben und zu runden Knödeln formen.
- Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur noch leicht simmert (nicht sprudelnd kochen!). Die Knödel vorsichtig einlegen.
- Die Knödel 15-20 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen.
- Heiß servieren mit veganer Bratensauce, Pilzrahmsauce oder zu Rotkraut. Mit frischen Kräutern garnieren.