Vegane Powidltascherl

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Vegane Powidltascherl sind eines der gemütlichsten Süßgerichte der österreichischen Küche - sättigende Kartoffelknödel, gefüllt mit aromatischem Zwetschken-Powidl, in gebräunten Butterbröseln gewälzt und mit Mohn und Puderzucker bestreut. Das Besondere: Pflanzliche Butter funktioniert genauso gut wie die traditionelle Variante, ohne Kompromisse beim Geschmack.

Die Vorbereitung der Kartoffeln ist der Schlüssel zum Erfolg. Koche sie am besten am Vortag und lass sie über Nacht im Kühlschrank auskühlen - das gibt dem Teig die richtige Konsistenz, damit die Tascherl beim Kochen nicht aufgehen.

Was macht den Kartoffelteig für Powidltascherl besonders?

Drei Punkte entscheiden über Gelingen oder Scheitern:

Wie gelingt das Kochen der Tascherl?

Das Wasser sollte beim Einlegen der Knödel sieden, aber danach sofort auf mittlere Hitze gedreht werden. Sanft simmerndes Wasser verhindert, dass die Tascherl aufgehen oder zerfallen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch 2-3 Minuten ziehen lassen - das ist das Zeichen, dass sie gar sind.

Welche Variationen gibt es für vegane Powidltascherl?

Neben der klassischen Version mit Powidl und Mohn gibt es viele Möglichkeiten:

Wer weitere klassische österreichische Mehlspeisen ausprobieren möchte, findet auf VeganBlatt auch vegane Marillenknödel, vegane Topfennockerl und vegane Palatschinken.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
35 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
55 Min
Portionen
4 Personen

Zutaten

  • 500g mehlig-kochende Kartoffeln (vorgekocht vom Vortag)
  • 150g Mehl
  • 2 EL Grieß
  • 1 Prise Salz
  • 200g Powidl (Zwetschkenröster)
  • Optional: 1 EL Rum
  • 100g Semmelbrösel
  • 60g vegane Butter
  • 2 EL gemahlener Mohn
  • 2 EL Zucker
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Kartoffeln schälen, durch Presse drücken. Komplett ausgekühlt verwenden.
  2. Powidl mit optionalem Rum mischen. In 8 Portionen (ca. 1 TL) teilen, 30 Min kühlen.
  3. Kalte Kartoffeln mit Mehl, Grieß, Salz zu Teig verkneten. Nur so viel kneten bis verbunden.
  4. Teig in 8 Portionen teilen. Jede Portion flach drücken, 1 Portion kaltes Powidl in Mitte setzen. Teigränder hochziehen, gut verschließen, zu glatter Kugel formen.
  5. Salzwasser zum Kochen bringen, auf mittlere Hitze reduzieren. Knödel vorsichtig ins siedende Wasser geben.
  6. 12-15 Minuten ziehen lassen bis sie an Oberfläche steigen. Weitere 2-3 Minuten oben schwimmen lassen.
  7. Währenddessen vegane Butter schmelzen, Semmelbrösel goldbraun rösten (5-7 Min).
  8. Mohn und Zucker mischen. Gekochte Knödel in Butterbröseln wälzen, mit Mohn-Zucker und Puderzucker bestreuen. Sofort servieren!

Häufige Fragen

Was sind Powidltascherl?
Powidltascherl sind ein traditionelles österreichisches Süßgericht aus Kartoffelteig. Die Tascherl werden mit Powidl - einem dickflüssigen, konzentrierten Zwetschkenmus - gefüllt, als Knödel geformt und im Salzwasser gekocht. Danach wälzt man sie in gebräunten Semmelbröseln mit Mohn und Zucker. Sie gelten als klassische Mehlspeise der Wiener und oberösterreichischen Küche.
Was ist Powidl und wo bekommt man ihn?
Powidl ist ein stark eingekochtes Zwetschkenmus ohne Gelierzucker - viel fester und intensiver im Geschmack als normale Marmelade. In Österreich gibt es Powidl im Supermarkt (Billa, Spar, Hofer) im Marmeladen-Regal. Böhmischer Powidl ist die bekannteste Variante. Wichtig: Echter Powidl muss sehr fest sein, damit er beim Kochen nicht aus den Tascherl läuft.
Warum müssen die Kartoffeln für den Teig ausgekühlt sein?
Ausgekühlte Kartoffeln enthalten weniger Feuchtigkeit als warme - das macht den Teig fester und einfacher zu verarbeiten. Wenn du warme Kartoffeln verwendest, wird der Teig klebrig und weich, die Tascherl reißen beim Kochen auf und der Powidl läuft heraus. Am besten kochst du die Kartoffeln am Vortag und lässt sie über Nacht im Kühlschrank auskühlen.
Kann man Powidltascherl vorbereiten?
Ja. Den Teig kannst du bis zu 4 Stunden im Voraus zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Fertig geformte, noch ungekochte Tascherl halten sich 2-3 Stunden im Kühlschrank. Gekochte Tascherl am besten sofort in den Bröseln wälzen und servieren - sie schmecken frisch am besten. Reste kannst du in der Pfanne mit etwas veganer Butter kurz aufwärmen.
Werden Powidltascherl als Hauptgericht oder Nachtisch serviert?
In der österreichischen Küche gelten Powidltascherl als Mehlspeise - ein süßes Hauptgericht, das oft als Mittagessen oder Abendessen serviert wird. Sie ersetzen ein herzhaftes Hauptgericht vollständig. Als Nachtisch nach einem mehrgängigen Menü wären sie zu sättigend. Typisch österreichisch ist es, Mehlspeisen wie diese als eigenständige Mahlzeit zu genießen.
Was kann man statt Powidl als Füllung verwenden?
Neben Powidl eignen sich Pflaumenmarmelade (sie muss dann aber sehr fest oder etwas eingekocht sein), Marillenmarmelade, oder eine Mischung aus gemahlenen Nüssen mit Zucker und Zimt. Eine herzhafte Variante mit Pilzfüllung ist ebenfalls möglich. Für Kinder beliebt: Schokoladestückchen als Füllung - die schmelzen beim Kochen und ergeben eine flüssige Überraschung im Inneren.