Vegane Rotkohl-Quiche
Geschmorter Rotkohl mit Apfel und Kümmel unter einem cremigen Tofu-Guss auf knusprigem Mürbeteig - die herbstliche Quiche für den Sonntagstisch.
Rotkohl vor dem Backen schmoren
12 bis 15 Minuten in der Pfanne nehmen dem Rotkohl Wasser, sonst weicht der Boden durch. Der Apfelessig hält die rote Farbe, der geriebene Apfel gibt Süße und Saft. Den Kohl vor dem Einfüllen kurz abkühlen lassen.
Guss, der beim Backen fest wird
Fester Tofu und Hafercuisine machen den Guss cremig, Speisestärke sorgt dafür, dass er beim Backen stockt. Senf und Hefeflocken geben die Würze, Kurkuma die goldene Farbe. Im Mixer pürieren, bis keine Klümpchen mehr da sind.
Tipps für einen knusprigen Boden
- Den Teig 15 Minuten blind backen, sonst wird der Boden weich
- Den geschmorten Rotkohl abtropfen lassen, bevor er in die Form kommt
- Die Quiche 10 Minuten ruhen lassen, dann lässt sie sich sauber schneiden
- Mehr zum Teig: veganer Mürbeteig
Dazu passt
Ein Feldsalat mit Apfel macht aus der Quiche ein vollständiges Abendessen. Mehr Rotkohl gibt es im Apfelrotkohl, in den Rotkohlsteaks und im Rotkohlsalat; eine weitere herbstliche Quiche findest du mit der Rote-Bete-Quiche.
Rezept
Zutaten
- 250g Dinkelmehl (Type 630)
- 70ml Olivenöl
- 90ml kaltes Wasser
- 1/2 TL Salz
- 2 EL Öl zum Anbraten
- 1 rote Zwiebel, in feinen Streifen
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 400g Rotkohl, fein gehobelt
- 1 säuerlicher Apfel, grob gerieben
- 2 EL Apfelessig
- 1 TL Ahornsirup
- 1/2 TL Kümmel, gemörsert
- 200g fester Tofu
- 200ml Hafercuisine
- 2 EL Hefeflocken
- 2 EL Speisestärke
- 1 EL Dijon-Senf
- 1/2 TL Kurkuma
- Salz, Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss
- 40g Walnüsse, grob gehackt
Zubereitung
- Mehl und Salz mischen, Olivenöl und kaltes Wasser zugeben und rasch zu einem glatten Teig kneten. In Folie wickeln und 20 Minuten kühlen.
- Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und eine Tarteform (26 cm) damit auslegen. Boden mehrmals mit der Gabel einstechen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten beschweren und 15 Minuten blind backen.
- Öl in einer weiten Pfanne erhitzen, Zwiebel 3 Minuten glasig anbraten, Knoblauch kurz mitbraten. Rotkohl, Apfel, Apfelessig, Ahornsirup, Kümmel, Salz und Pfeffer zugeben und zugedeckt 12 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren, bis der Kohl weich ist und die Flüssigkeit verdampft. 10 Minuten abkühlen lassen.
- Für den Guss Tofu, Hafercuisine, Hefeflocken, Speisestärke, Senf, Kurkuma, Salz, Pfeffer und Muskat im Mixer sehr glatt pürieren.
- Den Rotkohl auf dem vorgebackenen Boden verteilen und den Guss darübergießen. Die Form kurz aufklopfen, damit sich der Guss zwischen den Kohlstreifen verteilt. Walnüsse darüberstreuen.
- Bei 180 °C 35 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche fest und leicht gebräunt ist. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann anschneiden.
Häufige Fragen
- Kann ich Rotkohl aus dem Glas für die Quiche verwenden?
- Ja. Den Rotkohl gut abtropfen lassen und in einem Sieb ausdrücken, damit kein Saft in den Guss gelangt. Da fertiger Rotkohl schon gewürzt und gesüßt ist, den Apfel und den Essig im Rezept weglassen und nur mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Warum wird der Rotkohl in der Quiche nicht bläulich-grau?
- Säure hält die rote Farbe. Der Apfelessig und der Apfel im Rezept sorgen dafür, dass der Rotkohl kräftig magenta bleibt. Ohne Säure kippt die Farbe beim Garen leicht ins Bläulich-Graue.
- Womit kann ich die Hafercuisine ersetzen?
- Sojacuisine oder Cashewcuisine funktionieren genauso. Wichtig ist eine pflanzliche Sahne zum Kochen mit etwa 15 bis 20 % Fett, damit der Guss cremig wird. Reiner Pflanzendrink allein macht ihn zu flüssig.
- Kann ich die Quiche vorbereiten oder einfrieren?
- Der Teig und der geschmorte Rotkohl lassen sich einen Tag vorher vorbereiten. Die fertig gebackene Quiche hält sich abgedeckt 3 bis 4 Tage im Kühlschrank und lässt sich in Stücken bis zu 2 Monate einfrieren. Zum Aufwärmen 15 Minuten bei 160 °C in den Ofen.
- Welche Beilage passt zur Rotkohl-Quiche?
- Ein Feldsalat mit Apfelspalten und Kürbiskernöl-Dressing passt gut. Für ein größeres Essen kommen Kartoffelspalten oder ein Selleriepüree dazu.