Veganer Apfelrotkohl
Apfelrotkohl ist die klassische Beilage zum Festtagsbraten - süß-säuerlich, mit Wacholder und Nelken gewürzt und in 50 Minuten sanft geschmort. Diese Version kommt komplett ohne tierische Fette aus.
Feine Streifen für gleichmäßiges Garen
Den Rotkohl in feine Streifen schneiden, nicht grob würfeln - so gart er gleichmäßig durch und nimmt den Sud besser auf. Die Äpfel kommen schon früh mit in den Topf, damit sie beim Schmoren fast zerfallen und den Kohl von innen süßen.
Essig zuerst, dann Sud
Der Apfelessig wird direkt nach dem Andünsten zugegeben und kurz eingekocht, bevor Rotwein und Brühe folgen. Diese Reihenfolge sorgt für die typische kräftige Säure, die später durch Zucker und die süßen Apfelstücke ausbalanciert wird.
Wacholder, Nelken und Lorbeer ziehen mit
Die ganzen Gewürze - 6 Wacholderbeeren, 4 Nelken und 2 Lorbeerblätter - kochen die volle Zeit mit und werden am Ende wieder entfernt. Sie geben dem Rotkohl die typische weihnachtliche Würze, ohne dass man später auf ein Gewürzkorn beißt.
Alkoholfrei genauso gut
Wer keinen Rotwein verwenden möchte, ersetzt ihn 1:1 durch Apfelsaft oder zusätzliche Gemüsebrühe. Der Rotkohl wird dadurch etwas milder, bleibt aber genauso sämig und farbintensiv.
Apfelrotkohl passt zu Kartoffelknödeln, veganem Braten oder einfach mit Erdäpfelpüree. Reste schmecken am nächsten Tag noch besser.
Rezept
Zutaten
- 1 Rotkohl (ca. 800 g), geviertelt, Strunk entfernt, fein geschnitten
- 2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop), geschält und gewürfelt
- 1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 EL Rapsöl (oder vegane Butter)
- 3 EL Apfelessig
- 100 ml Rotwein (oder Apfelsaft)
- 150 ml Gemüsebrühe
- 2 EL brauner Zucker oder Ahornsirup
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Gewürznelken
- 6 Wacholderbeeren, angedrückt
- Salz, Pfeffer
- 1 TL Maisstärke mit 2 EL Wasser verrührt (optional, zum Binden)
Zubereitung
- Rotkohl vierteln, Strunk keilförmig herausschneiden und den Kohl in feine Streifen schneiden. Äpfel schälen, entkernen und würfeln.
- Rapsöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin 3 Minuten glasig dünsten.
- Rotkohl und Äpfel zugeben und 5 Minuten mitdünsten, bis der Kohl etwas zusammenfällt. Mit Apfelessig ablöschen und kurz einkochen lassen.
- Rotwein, Gemüsebrühe, Zucker, Lorbeerblätter, Nelken und Wacholderbeeren zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und aufkochen.
- Deckel auflegen, Hitze reduzieren und 45 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren, bis der Kohl weich ist.
- Lorbeerblätter, Nelken und Wacholderbeeren entfernen. Für eine sämigere Konsistenz die angerührte Maisstärke einrühren und 2 Minuten offen weiterköcheln lassen. Abschmecken und servieren.
Häufige Fragen
- Kann ich den Apfelrotkohl vorbereiten und wieder aufwärmen?
- Ja, sogar besser - die Aromen von Wacholder, Nelken und Apfel ziehen über Nacht noch weiter ein. Abgedeckt hält er sich 3-4 Tage im Kühlschrank und lässt sich in der Pfanne oder Mikrowelle wieder erwärmen.
- Muss es Rotwein sein?
- Nein. Apfelsaft oder zusätzliche Gemüsebrühe ersetzen den Rotwein 1:1 und ergeben eine alkoholfreie, etwas mildere Variante mit ähnlicher Farbe und Süße.
- Welche Apfelsorte passt am besten?
- Säuerlich-feste Sorten wie Boskoop oder Elstar halten beim Schmoren die Form und bringen die nötige Säure gegen die Süße von Zucker und Rotkohl mit.
- Wie bekomme ich den Rotkohl schön sämig?
- Die angerührte Maisstärke am Ende einrühren und kurz offen weiterköcheln lassen. Alternativ einfach 5-10 Minuten länger ohne Deckel köcheln, dann reduziert sich der Sud von selbst.
- Kann ich Apfelrotkohl einfrieren?
- Ja, bis zu 3 Monate in einem luftdichten Behälter. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und dann langsam in der Pfanne wieder erwärmen.