Vegane Fischsauce selber machen

Diese Fischsauce entsteht allein aus Shiitake, Kombu, Sojasauce und Miso. Sie ist in etwa 1 Stunde fertig und gibt Suppen, Currys und Dips eine tiefe, salzig-süße Würze.

Umami aus Pilzen und Algen

Getrocknete Shiitake liefern die herzhafte Tiefe, Kombu den leisen Meeresgeschmack. Sojasauce und Miso sorgen für fermentierte Würze, der Limettensaft am Ende macht die Sauce frisch.

Wichtig sind zwei Dinge:

Gib sie sparsam dazu. Weil sie sehr salzig ist, passt du das Salz im restlichen Gericht an.

So verwendest du die Sauce

Die Sauce macht aus einfachen Gerichten asiatische Küche:

Mehr zu den Zutaten findest du in Ist Sojasauce vegan?, Ist Miso vegan? und Miso richtig verwenden.

Haltbarkeit und Vorrat

Im Kühlschrank hält die Sauce 2 bis 3 Wochen. In Eiswürfelformen eingefroren bleibt sie länger frisch, und du nimmst nur so viel, wie du brauchst.

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Rezept

Zubereitungszeit
5 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
1 Std
Portionen
ca. 300 ml

Zutaten

  • 15 g getrocknete Shiitake (ca. 6 Stück)
  • 600 ml Wasser
  • 80 ml Sojasauce
  • 1 EL helles Miso (Zutatenliste prüfen)
  • 3 Knoblauchzehen, halbiert
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 10 g Kombu (ca. 10 x 10 cm)
  • 1 EL Limettensaft

Zubereitung

  1. Die Shiitake kurz unter kaltem Wasser abspülen. Mit Wasser, Sojasauce, Knoblauch, Pfefferkörnern, Salz und Zucker in einen Topf geben und aufkochen.
  2. Die Hitze reduzieren und 25 bis 30 Minuten offen köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte eingekocht ist. Das sind rund 300 ml.
  3. Den Topf vom Herd nehmen. Kombu und Miso einrühren und 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Die Algen dürfen nicht mitkochen, sonst wird die Sauce bitter und schleimig.
  4. Die Sauce durch ein feines Sieb gießen und die Zutaten leicht ausdrücken. Limettensaft einrühren, abkühlen lassen und in eine saubere Flasche füllen.
  5. Vor dem ersten Einsatz über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Dann schmeckt sie runder und tiefer.

Häufige Fragen

Wie lange hält sich selbst gemachte vegane Fischsauce?
In einer sauberen, gut verschlossenen Flasche hält sie sich 2 bis 3 Wochen im Kühlschrank. Zum längeren Aufbewahren friert man sie in Eiswürfelformen ein und holt sich bei Bedarf einzelne Würfel heraus.
Was kann ich statt Kombu verwenden?
Wakame oder ein Stück Nori bringen ebenfalls den milden Meeresgeschmack. Nimm etwa 1 EL Wakame oder ein halbes Nori-Blatt und lass es wie den Kombu nach dem Einkochen ziehen. Ganz ohne Algen schmeckt die Sauce würzig, aber weniger rund.
Ist die Sauce glutenfrei?
Nur wenn du glutenfreie Zutaten wählst. Herkömmliche Sojasauce enthält Weizen. Mit Tamari und einem Miso, auf dessen Zutatenliste kein Getreide mit Gluten steht, gelingt die Sauce glutenfrei.
Wie dosiere ich die Sauce richtig?
Sie ist salzig und konzentriert, beginne mit 1 TL pro Portion und schmecke ab. In Suppen und Currys reichen oft 1 bis 2 EL für 4 Portionen. Reduziere dann das Salz im restlichen Gericht.
Kann ich die Sauce auch mit frischen Pilzen machen?
Getrocknete Shiitake sind die bessere Wahl, weil beim Trocknen der Geschmack konzentriert wird. Frische Pilze bringen deutlich weniger Würze. Auch getrocknete Steinpilze passen, sie machen die Sauce erdiger.
Wofür passt die Sauce am besten?
Für Dips, Marinaden, Reisnudelsuppen, Pad Thai, Currys, Salatdressings und Sommerrollen-Dips. Sie wird wie Sojasauce verwendet, schmeckt aber tiefer, leicht süßlich und mit einem Hauch von Meer.