Veganer Glutenfreier Zwetschgenkuchen mit Pudding

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Zwetschgenkuchen mit Pudding ist in der Schweiz und in Österreich eine feste Institution der Kaffeejause – die cremige Vanilleschicht zwischen Mürbeteig und Obst macht den Unterschied zu einem gewöhnlichen Obstkuchen. Dieses Rezept stammt aus der Schweiz und ist jetzt komplett vegan und glutenfrei: der Teig aus einer glutenfreien Mehlmischung, der Pudding aus Pflanzenmilch.

Glutenfreier Mürbeteig gelingt mit Pflanzenmargarine und Apfelessig

Für den Boden eignet sich jede glutenfreie Mehlmischung gut – BioVegan, die Schär-Mehlmischung oder dmBio Reismehl mit etwas Tapiokastärke. Der Schlüssel für einen weichen, nicht krümeligen Mürbeteig liegt in zwei Dingen: Pflanzenmargarine in Blockform (Alsan Bio oder Rama Pflanzlich) und ein Schuss Apfelessig, der den Teig bindet. Nach 15 Minuten Kühlzeit lässt sich der Teig gut in die Form drücken – bei glutenfreiem Mehl ist Drücken besser als Ausrollen, weil der Teig weniger elastisch ist. Wer einen weiter gehenden Guide sucht: Veganer Glutenfreier Kuchen zeigt alle Mehloptionen im Überblick.

Vanillepuddingfüllung in 10 Minuten: cremig-fest und saisonal perfekt

Während der Boden 10 Minuten vorbackt, kocht man einen Vanillepudding aus Pflanzenmilch und Puddingpulver. Sojamilch ist die verlässlichste Wahl – Hafermilch enthält Enzyme, die manchmal verhindern, dass die Stärke den Pudding fest werden lässt. Den leicht abgekühlten Pudding gibt man auf den vorgebackenen Boden, darüber die halbierten Zwetschgen. So verschmelzen alle Schichten beim Weiterbacken zu einer cremig-fruchtigen Einheit. Ob Puddingpulver vegan ist und welche Marken in Frage kommen, erklärt der Artikel Ist Puddingpulver vegan?. Wer Pudding-Kuchen liebt, findet auch den Veganen Rhabarberkuchen mit Pudding sehenswert.

Zwetschgen haben Saison von Juli bis Oktober bei Billa, Spar und Hofer

In Österreich hat die Hauszwetschge ihre Hauptsaison von August bis Oktober. Bei Billa, Spar und Hofer sind sie dann frisch und günstig verfügbar. In Deutschland findet man Zwetschgen von Juli bis September bei Rewe, Edeka und Lidl. Außerhalb der Saison funktionieren tiefgefrorene Zwetschgen gut – direkt aus dem Gefrierer auf den Pudding legen, nicht vorher auftauen. Als Variation passen auch Marillen im Sommer oder Birnen im Herbst. Wer weitere österreichische Zwetschgen-Rezepte sucht: Die klassischen Zwetschgenknödel und der Vegane Pflaumenkuchen vom Blech sind ebenfalls beliebte Herbstklassiker.

Welcher Teig eignet sich besser – Mürbeteig oder Rührteig?

Mürbeteig ist die klassische Wahl für Zwetschgenkuchen mit Pudding, weil er stabiler ist und die flüssige Puddingfüllung gut trägt. Er bildet einen festen Rand, der die Füllung beim Backen hält, und bleibt auch nach dem Abkühlen schnittfest und portionierbar. Rührteig eignet sich besser für Zwetschgenkuchen ohne Pudding, wenn die Früchte direkt auf dem Teig backen. Für eine saftige Alternative ohne Puddingschicht bietet sich der Vegane Apfelkuchen vom Blech mit Rührteig an – dort sorgen Äpfel direkt für die Saftigkeit.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
45 Min
Gesamtzeit
1 Std 5 Min
Portionen
12 Stücke

Zutaten

  • 250g glutenfreie Mehlmischung (z.B. BioVegan oder Schär) oder Dinkelvollkornmehl für eine nicht glutenfreie Variante
  • 100g vegane Pflanzenmargarine in Blockform (z.B. Alsan Bio), plus etwas mehr für die Form
  • 50g Xylitol oder Rohrohrzucker
  • 9 EL kaltes Wasser
  • 2 TL Apfelessig
  • 1 Prise Salz
  • 400ml pflanzliche Milch (Sojamilch empfohlen)
  • 3 EL Xylitol oder Rohrohrzucker
  • 1 Packung Vanille-Puddingpulver (z.B. BioVegan, vegan)
  • 8–10 Zwetschgen oder Pflaumen, gewaschen, entkernt und halbiert
  • Puderzucker mit 1/4 TL Zimt gemischt zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Alle Zutaten für den Teig gut verkneten. Für 15 Minuten kalt stellen.
  2. Die runde Kuchenform (ca. 28 cm) einfetten und bröseln. Den abgekühlten Teig zu einem gleichmäßigen Boden mit Rand formen.
  3. Die Milch bis auf eine halbe Tasse aufstellen. Den Xylitol mit dem Puddingpulver und der restlichen Milch glatt rühren und in die kochende Milch einrühren. Noch einmal aufköcheln, dann vom Herd nehmen. Etwas auskühlen lassen und dabei öfter umrühren, damit sich keine Haut bildet.
  4. Den Teig für 10 Minuten bei 180°C vorbacken. Mit dem leicht abgekühlten Pudding füllen, die halbierten Zwetschgen darauf belegen und für ca. 35 Minuten weiterbacken, bis der Teigrand goldbraun ist.
  5. Vollständig abkühlen lassen, mit Puderzucker und Zimt bestreuen und servieren.

Häufige Fragen

Welche Zwetschgen eignen sich am besten für diesen Kuchen?
Frische Hauszwetschgen sind die klassische Wahl – sie sind weniger wässrig als runde Pflaumen und behalten beim Backen ihre Form. Tiefgefrorene Zwetschgen funktionieren das ganze Jahr: einfach nicht auftauen, direkt auf den Pudding legen und die Backzeit um 5 Minuten verlängern.
Wie wird das Puddingpulver vegan?
Die meisten handelsüblichen Vanille-Puddingpulver von Dr. Oetker oder Mondamin sind bereits vegan – einfach mit Pflanzenmilch statt Kuhmilch zubereiten. Für die glutenfreie Variante eignet sich BioVegan Vanillepudding gut, der bei dm AT/DE und Billa AT erhältlich ist. Sojamilch liefert das zuverlässigste Ergebnis, weil Hafermilch Enzyme enthält, die Stärke abbauen und den Pudding flüssig lassen können.
Wie lange ist der glutenfreie Zwetschgenkuchen haltbar?
Im Kühlschrank abgedeckt hält sich der Kuchen 2–3 Tage gut. Vor dem Servieren 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, damit die Puddingschicht wieder cremig wird. Einfrieren ist möglich: In Stücke schneiden, einzeln einpacken und bis zu 2 Monate einfrieren.