Veganes Jackfruit Gulasch

Jackfruit Gulasch gehört zu den Gerichten, die man einmal gemacht hat und dann immer wieder kochen möchte. Das Geheimnis liegt in der Geduld beim Schmoren: Viel Zwiebel, der gute Rotwein und das süße Paprikapulver brauchen Zeit, um sich zu einer tiefen, samtigen Sauce zu verbinden. Die gezupfte Jackfruit nimmt dabei all diese Aromen auf und bekommt eine wunderbar zarte, leicht faserige Textur.

Tipps für perfektes Jackfruit Gulasch

Jackfruit richtig vorbereiten: Jackfruit in Salzlake muss unbedingt gut abgespült und gründlich trocken getupft werden, bevor sie in die Pfanne kommt. Je trockener die Stücke, desto besser bräunen sie an. Das Wenden in Mehl hilft zusätzlich für eine schöne Kruste und eine samtigere Sauce.

Die Zwiebeln sind das Herzstück: Beim Wiener Gulasch gilt die Faustregel: gleiche Menge Zwiebeln wie das Hauptzutat. Diese lange, geduldige Schmorzeit (mindestens 15 Minuten!) ist nicht verhandelbar – erst wenn die Zwiebeln wirklich weich und leicht karamellisiert sind, entsteht die charakteristische Süße und Tiefe.

Paprika niemals verbrennen: Paprikapulver verbrennt bei zu hoher Hitze sofort und wird bitter. Deshalb vor dem Ablöschen die Hitzquelle kurz reduzieren – das ist ein wichtiger Trick für jedes Gulasch.

Rotwein als Geschmacksverstärker: Ein trockener Rotwein (z. B. Zweigelt oder Blaufränkisch – österreichisch und passend!) hebt die Säure und Tiefe der Sauce. Wer keinen Alkohol verwenden möchte, kann stattdessen 100ml roten Traubensaft plus 100ml extra Brühe nehmen.

Hefeflocken für Umami: Die Hefeflocken (auch Nährhefeflocken genannt) sind kaum herauszuschmecken, geben dem Gulasch aber eine schöne Tiefe und Vollmundigkeit.

Am nächsten Tag noch besser: Wie alle guten Schmorgerichte schmeckt dieses Gulasch aufgewärmt noch intensiver – perfekt zum Vorkochen!

Dazu passt

Dieses Gulasch harmoniert wunderbar mit:

Für mehr herzhafte Schmor-Inspiration: Veganes Räuchertofu Gulasch und Soja Gulasch sind weitere Komfort-Klassiker auf VeganBlatt.

Reste halten sich im Kühlschrank 3–4 Tage. Einfrieren ist ebenfalls möglich (bis zu 3 Monate).

Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
50 Min
Gesamtzeit
1 Std 10 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 2 Dosen Jackfruit in Salzlake (à 400g, abgetropft ca. 240g)
  • 500g Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 EL Rapsöl
  • 1 EL Dinkelmehl (zum Wenden der Jackfruit)
  • 3 EL süßes Paprikapulver
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL Tomatenmark
  • 200ml trockener Rotwein
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 1 TL gemahlener Kümmel
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Balsamicoessig
  • 2 EL Hefeflocken
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Jackfruit abgießen, gründlich mit Wasser abspülen und gut abtropfen lassen. Mit Küchenpapier trocken tupfen, dann mit den Fingern in grobe, unregelmäßige Stücke zupfen. Mit 1 EL Dinkelmehl, etwas Salz und Pfeffer vermengen.
  2. Zwiebeln schälen und in feine Halbringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.
  3. 2 EL Rapsöl in einem schweren Schmortopf oder einer Gusseisenpfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Jackfruit-Stücke portionsweise hineingeben und von allen Seiten goldbraun anbraten (ca. 4–5 Min.). Jackfruit aus dem Topf nehmen und beiseitelegen.
  4. Restliches Öl (2 EL) in den Topf geben, Hitze auf mittel reduzieren. Zwiebelringe hineingeben und unter gelegentlichem Rühren 15–18 Minuten glasig bis goldbraun schmoren – sie sollten weich und leicht karamellisiert sein. Das ist der wichtigste Schritt für den Geschmack!
  5. Knoblauch einrühren und 1 Minute mitdünsten. Tomatenmark hinzufügen und 2 Minuten unter Rühren anrösten, bis es dunkler wird.
  6. Herd kurz ausschalten oder auf niedrige Stufe drehen. Süßes und edelsüßes Paprikapulver sowie Kümmel einrühren – Paprika verbrennt schnell und wird bitter, wenn die Hitze zu hoch ist!
  7. Mit Rotwein ablöschen und kräftig rühren, dabei den Bratensatz vom Boden lösen. Gemüsebrühe angießen, Lorbeerblatt, Majoran und Balsamicoessig hinzufügen.
  8. Gebratene Jackfruit und Hefeflocken einrühren. Aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze zugedeckt 30–35 Minuten leise köcheln lassen, bis die Sauce eingedickt und aromatisch ist.
  9. Lorbeerblatt entfernen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls die Sauce zu flüssig ist, noch 5–10 Minuten ohne Deckel einkochen lassen.
  10. Mit Semmelknödeln, Serviettenknödeln, Spätzle oder frischem Bauernbrot servieren.