Vegane Bärlauchspätzle: Frühlingsfrische Spätzle selbst gemacht
Wenn im März die ersten Bärlauchblätter aus dem Waldboden sprießen, ist es Zeit für diese herrlich grünen Spätzle! Die vegane Version steht dem Original in nichts nach - dank Kala Namak bekommen die Spätzle den typischen Ei-Geschmack, und der frische Bärlauch sorgt für ein unvergleichliches Frühlingsaroma.
So gelingen vegane Bärlauchspätzle
Der Trick für perfekte vegane Spätzle liegt in der Kombination aus Weizenmehl und Hartweizengrieß. Die Stärke ersetzt das Ei als Bindemittel, während das Sprudelwasser für eine luftige Konsistenz sorgt. Der Teig sollte zähflüssig vom Löffel reißen - nicht zu flüssig und nicht zu fest.
Der Bärlauch macht den Unterschied
Frischer Bärlauch verleiht den Spätzle nicht nur ihre wunderschöne grüne Farbe, sondern auch ein intensives, knoblauchartiges Aroma. Achte beim Sammeln darauf, Bärlauch nicht mit giftigem Maiglöckchen zu verwechseln: Bärlauch hat weiche, glänzende Blätter und riecht intensiv nach Knoblauch.
Zubereitung
Schritt 1: Bärlauch vorbereiten
Den Bärlauch gründlich waschen und die harten Stielenden entfernen. Die Blätter trocken tupfen und grob hacken. Mit dem Sprudelwasser und dem Öl in einen Mixer geben und zu einer glatten, grünen Paste pürieren.
Schritt 2: Teig zubereiten
Weizenmehl, Hartweizengrieß, Speisestärke, Salz, Kala Namak, Kurkuma und Muskatnuss in einer großen Schüssel vermengen. Die Bärlauch-Flüssigkeit nach und nach einrühren und mit einem Holzlöffel kräftig schlagen, bis ein glatter, zähflüssiger Teig entsteht. Der Teig sollte Blasen werfen und zäh vom Löffel reißen. Bei Bedarf noch etwas Wasser oder Mehl hinzufügen. 10 Minuten ruhen lassen.
Schritt 3: Spätzle kochen
Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen, dann auf mittlere Hitze reduzieren - das Wasser sollte nur leicht simmern. Den Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder über ein Spätzlebrett ins Wasser drücken.
Schritt 4: Garzeit beachten
Die Spätzle sind fertig, sobald sie an die Oberfläche steigen - das dauert nur etwa 2 Minuten. Mit einer Schaumkelle herausheben und kurz in kaltem Wasser abschrecken, damit sie nicht zusammenkleben.
Schritt 5: Anbraten und servieren
Die vegane Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebelringe darin goldbraun braten. Die Spätzle hinzufügen und bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten schwenken, bis sie leicht knusprig werden. Mit Röstzwiebeln garniert servieren.
Tipps für perfekte Spätzle
Ohne Spätzlepresse: Kein Problem! Den Teig auf ein angefeuchtetes Holzbrett streichen und mit einem nassen Messer oder Teigschaber dünne Streifen ins Wasser schaben. Diese traditionelle Methode wird im Schwäbischen "Schaben" genannt.
Aufbewahrung: Gekochte Spätzle halten sich luftdicht verschlossen 3-4 Tage im Kühlschrank. Vor dem Lagern unbedingt kurz abspülen, sonst kleben sie zusammen.
Einfrieren: Spätzle lassen sich hervorragend einfrieren. Zum Aufwärmen direkt aus dem Gefrierfach in kochendes Wasser geben - nicht auftauen!
Variationen
Käsespätzle-Art: Die fertigen Spätzle lagenweise mit geriebenem veganem Käse (z.B. Simply V oder Bedda) in einer Auflaufform schichten und kurz überbacken.
Mit Pilzen: Gebratene Champignons oder Kräuterseitlinge dazugeben für eine herzhafte Variation.
Frühlingsgemüse: Die Spätzle mit blanchiertem grünem Spargel und Erbsen servieren - perfekt für die Saison!
Extra würzig: Einen Schuss Sojasauce oder Tamari beim Anbraten hinzufügen.
Rezept
Zutaten
- 100g frischer Bärlauch (ca. 2 Bund)
- 300g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 100g Hartweizengrieß
- 2 EL Speisestärke
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Kala Namak (Schwarzsalz)
- 1/4 TL Kurkuma
- 1/4 TL Muskatnuss, frisch gerieben
- 200ml Sprudelwasser
- 2 EL neutrales Öl
- Zum Anbraten: 3 EL vegane Butter
- 1 Zwiebel, in feinen Ringen
- Optional: Röstzwiebeln zum Servieren