Veganer Schmorbraten

Dieser Schmorbraten wird aus einem Pilz-Seitan-Teig geformt, kräftig angebraten und 90 Minuten im Rotwein-Sud mit Wurzelgemüse geschmort. Aus dem Sud entsteht eine sämige Sauce, die jede Scheibe überzieht.

Beilagen und Vorbereitung

Dazu passen vegane Semmelknödel und veganes Rotkraut. Wenn du Seitan zum ersten Mal machst, findest du die Grundtechnik in Seitan selber machen.

Der Braten schmeckt am nächsten Tag noch besser: Im Sud abgekühlt zieht er über Nacht durch und lässt sich dann sauber in Scheiben schneiden. Woran du vegane Weine erkennst, steht in Ist Wein vegan?.

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Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
1 Std 40 Min
Gesamtzeit
2 Std 10 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • FÜR DEN BRATEN:
  • 250 g Weizengluten (Seitan-Fix)
  • 30 g Kichererbsenmehl
  • 3 EL Hefeflocken
  • 150 g Champignons
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Majoran
  • 250 ml kaltes Wasser
  • FÜR DEN SCHMORSUD:
  • 3 EL neutrales Öl zum Anbraten
  • 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
  • 2 Karotten, in dicken Stücken
  • 1 Petersilienwurzel, in dicken Stücken
  • 150 g Sellerieknolle, gewürfelt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 300 ml trockener Rotwein (vegan)
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren, leicht angedrückt
  • 2 Zweige Thymian
  • 1 EL Senf
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 TL Zitronensaft
  • 20 g vegane Butter zum Abrunden
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Champignons, Zwiebel, Knoblauch, Sojasauce, Tomatenmark, Öl, Paprikapulver, Majoran und das kalte Wasser im Mixer glatt pürieren.
  2. Weizengluten, Kichererbsenmehl und Hefeflocken in einer Schüssel mischen, das Pilzpüree dazugeben und nur etwa 1 Minute zu einem festen Teig kneten - zu langes Kneten macht den Braten zäh.
  3. Den Teig zu einer Rolle von etwa 18 cm Länge formen und mit Küchengarn in 4-5 Schlaufen locker binden, denn der Seitan geht beim Garen noch auf.
  4. Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. In einem Bräter oder gusseisernen Topf mit Deckel 3 EL Öl erhitzen und den Braten rundum 6-8 Minuten kräftig anbraten, bis er Farbe hat. Herausnehmen.
  5. Zwiebeln, Karotten, Petersilienwurzel und Sellerie im selben Topf 6-8 Minuten anrösten, Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
  6. Mit Rotwein ablöschen, kurz einkochen lassen, Gemüsebrühe, Lorbeer, Wacholder, Thymian und Senf zugeben. Den Braten hineinlegen - er sollte zu etwa zwei Dritteln im Sud liegen.
  7. Zugedeckt im Ofen 90 Minuten schmoren, nach 45 Minuten den Braten wenden. Der Sud darf nur leise köcheln, nicht sprudeln.
  8. Braten herausnehmen, in Alufolie 10 Minuten rasten lassen. Lorbeer, Thymian und Wacholder entfernen, die Hälfte des Gemüses mit dem Sud pürieren und die Sauce bei Bedarf auf dem Herd 5 Minuten einkochen.
  9. Sauce mit Ahornsirup, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, vegane Butter einrühren. Garn entfernen, den Braten in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und mit Sauce und restlichem Schmorgemüse servieren.

Häufige Fragen

Kann ich den Schmorbraten am Vortag zubereiten?
Ja, das lohnt sich sogar. Den fertigen Braten im Sud abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen, dann in der Sauce vorsichtig auf dem Herd erwärmen und erst danach aufschneiden.
Wie lange hält sich der Schmorbraten im Kühlschrank?
Im Sud gelagert hält er sich abgedeckt etwa vier Tage. Eingefroren in Scheiben mit etwas Sauce bleibt er bis zu drei Monate gut.
Welcher Rotwein eignet sich zum Schmoren?
Ein trockener, kräftiger Rotwein wie Zweigelt oder Blaufränkisch passt gut. Achte beim Kauf auf die Kennzeichnung als vegan, dann ist der Wein ohne tierische Schönungsmittel hergestellt.
Was kann ich statt Rotwein verwenden?
Ersetze den Wein durch dieselbe Menge Gemüsebrühe und gib 1 EL Balsamicoessig dazu. Die Sauce wird etwas milder, bleibt aber würzig.
Was passt als Beilage zum Schmorbraten?
Klassisch sind Semmelknödel, Erdäpfelpüree oder Spätzle, dazu Rotkraut oder Karotten aus dem Schmorsud.
Kann ich den Braten glutenfrei zubereiten?
Nein, die Basis des Bratens ist Weizengluten. Für eine glutenfreie Variante brauchst du ein anderes Rezept, etwa mit Linsen oder Sellerieknolle.