Veganer Grießkuchen: Saftig-süß mit Zitronensirup
Der Grießkuchen ist ein echter Klassiker, der in vielen Kulturen geliebt wird – von der französischen „Gâteau de Semoule" über die türkische „Şambali" bis zur ägyptischen „Basbousa". Diese vegane Version ist wunderbar saftig, leicht körnig und wird durch den Zitronensirup unwiderstehlich aromatisch.
Warum dieser Kuchen so gut gelingt
Das Geheimnis liegt in der Kombination aus Grieß und gemahlenen Mandeln. Der Grieß gibt dem Kuchen seine charakteristische Textur, während die Mandeln für Saftigkeit und einen zarten Geschmack sorgen. Der vegane Joghurt ersetzt perfekt die Bindung von Eiern und macht den Teig schön geschmeidig.
Pro-Tipp: Den Teig vor dem Backen 10 Minuten ruhen lassen! In dieser Zeit kann der Grieß die Flüssigkeit aufnehmen, was zu einem viel saftigeren Ergebnis führt.
Tipps für den perfekten Grießkuchen
- Feiner Grieß: Verwende feinen Hartweizengrieß (nicht groben), damit die Textur angenehm ist.
- Kalter Sirup, heißer Kuchen: Der Temperaturunterschied ist wichtig! Er sorgt dafür, dass der Sirup optimal einzieht.
- Geduld beim Ruhen: Lass den Kuchen nach dem Tränken mindestens eine Stunde stehen – besser noch über Nacht im Kühlschrank.
- Tahini statt Butter: Traditionell wird die Backform mit Tahini eingefettet. Das gibt einen subtilen Geschmack und verhindert Ankleben.
Variationen
- Mit Blaubeeren: 150g frische oder gefrorene Blaubeeren unter den Teig heben – passt perfekt zur Zitrone.
- Mit Kirschen: Entkernte Kirschen auf dem Teig verteilen vor dem Backen.
- Orientalisch: Rosenwasser im Sirup durch 1/4 TL gemahlenen Kardamom ersetzen.
- Schokolade: 2 EL Kakaopulver zu den trockenen Zutaten geben.
- Glutenfrei: Maisgrieß statt Hartweizengrieß verwenden.
Aufbewahrung
Der Grießkuchen hält sich bei Zimmertemperatur abgedeckt 3-4 Tage, im Kühlschrank bis zu einer Woche. Der Geschmack wird mit der Zeit sogar intensiver, da der Sirup weiter einzieht und die Aromen sich entfalten.
Perfekt serviert mit einem Klecks veganem Joghurt und frischen Beeren, oder einfach pur zu einem starken Kaffee oder Chai-Tee.
Für mehr saftige Kuchen-Klassiker probiere auch unsere vegane Donauwelle, den veganen Apfelmus-Kuchen oder den beliebten Schokokuchen mit nur 3 Zutaten.
Rezept
Zutaten
- 200g Hartweizengrieß (fein)
- 100g gemahlene Mandeln
- 150g Zucker
- 1 TL Backpulver
- 1/2 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 250ml Pflanzenmilch (Hafer oder Soja)
- 120ml neutrales Pflanzenöl
- 150g veganer Joghurt (Soja oder Kokos)
- 1 TL Vanilleextrakt
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- 12 ganze Mandeln zum Dekorieren
- --- Für den Sirup ---
- 200ml Wasser
- 150g Zucker
- Saft einer Zitrone
- 1 EL Rosenwasser oder Orangenblütenwasser (optional)
Zubereitung
- Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine rechteckige Backform (ca. 20x30cm) mit etwas Tahini oder Pflanzenöl einfetten.
- In einer großen Schüssel Grieß, gemahlene Mandeln, Zucker, Backpulver, Natron und Salz vermischen.
- In einer separaten Schüssel Pflanzenmilch, Pflanzenöl, veganen Joghurt, Vanilleextrakt und Zitronenabrieb verrühren.
- Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und alles gut vermischen. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen – das macht den Kuchen später besonders saftig.
- Den Teig gleichmäßig in die vorbereitete Form streichen und glatt drücken. Mit einem Messer Rauten oder Quadrate einritzen und jeweils eine Mandel in die Mitte drücken.
- Im vorgeheizten Ofen 25-30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und ein Holzstäbchen sauber herauskommt.
- Während der Kuchen backt, den Sirup zubereiten: Wasser und Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. 5 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und Zitronensaft sowie Rosenwasser einrühren. Beiseitestellen.
- Den heißen Kuchen aus dem Ofen nehmen und sofort den kalten Sirup gleichmäßig darübergießen. Der Temperaturunterschied sorgt dafür, dass der Sirup perfekt einzieht.
- Mindestens 1 Stunde auskühlen lassen, damit der Sirup vollständig einziehen kann. Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser!