Vegane Zwetschgenmarmelade

Zwetschgenmarmelade selber machen ist die einfachste Art, die kurze Zwetschgensaison für den Rest des Jahres festzuhalten. Ohne Gelierpulver, nur mit Zwetschgen, Zucker und Zitronensaft - und weniger als einer Stunde aktiver Arbeit.

Zwetschgen bringen ihr Pektin selbst mit

Zwetschgen zählen zu den pektinreichsten heimischen Früchten, deshalb braucht es kein Gelierpulver. Ein paar leicht unreife Früchte machen die Marmelade sogar noch fester. Die Schale muss nicht entfernt werden - sie löst sich beim Köcheln auf und färbt die Marmelade tiefrot.

Ziehzeit spart Wasser und konzentriert den Geschmack

Die einstündige Ziehzeit mit Zucker und Zitronensaft ist kein optionaler Schritt. Sie zieht Saft aus den Früchten, sodass kein zusätzliches Wasser nötig ist und der Fruchtgeschmack konzentriert bleibt. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen funktioniert genauso gut.

Gelierprobe entscheidet, wann Schluss ist

Ein Teelöffel Marmelade auf einem kalten Teller zeigt zuverlässig, ob sie fertig ist: Zieht sie beim Kippen Falten statt zu verlaufen, kann abgefüllt werden. Zu langes Kochen zerstört Pektin und Farbe - die Gelierprobe lieber zu früh als zu spät machen.

Zwetschgenmarmelade passt auf Vollkornbrot mit veganer Butter, als Füllung für den veganen Zwetschgenkuchen oder zu veganem Grießbrei. Wer den ungesüßten österreichischen Klassiker sucht: Der bewährte Powidltascherl-Teig verwendet die traditionelle Powidl-Füllung ohne Zucker.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
1 Std 55 Min
Portionen
4-5 Gläser à 200ml

Zutaten

  • 1 kg entkernte Zwetschgen (ca. 1,1 kg mit Kern), grob geschnitten
  • 650 g Zucker (Kristallzucker oder Rohrzucker)
  • Saft von 1 Zitrone (ca. 3 EL)
  • Optional: 1 TL Vanilleextrakt oder ausgekratzte Vanilleschote

Zubereitung

  1. Gläser sterilisieren: Schraubgläser mit kochendem Wasser ausspülen oder 10 Minuten im Backofen bei 100°C erhitzen. Deckel in heißem Wasser kurz aufkochen.
  2. Zwetschgen waschen, halbieren, entkernen und grob schneiden. Die Schale bleibt dran.
  3. Zwetschgen mit Zucker und Zitronensaft in einem großen Topf mischen. Mindestens 1 Stunde (oder über Nacht) ziehen lassen, bis reichlich Saft austritt.
  4. Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren zum Kochen bringen. Entstehenden Schaum mit einem Schöpflöffel abschöpfen.
  5. Hitze reduzieren und die Marmelade 25-30 Minuten offen köcheln lassen. Regelmäßig rühren, damit nichts anbrennt.
  6. Gelierprobe: Einen Teelöffel heiße Marmelade auf einen kalten Teller geben. Zieht sie beim Kippen Falten statt zu verlaufen, ist sie fertig.
  7. Heiße Marmelade sofort in die sterilisierten Gläser füllen, Deckel fest verschließen und die Gläser für 10 Minuten auf den Kopf stellen.
  8. Abkühlen lassen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Kühl gelagert hält die Marmelade 12 Monate.

Häufige Fragen

Muss ich Zwetschgen vor dem Einkochen schälen?
Nein. Die Schale löst sich beim Köcheln von selbst auf und färbt die Marmelade tiefrot. Ein aufwendiges Schälen entfällt komplett - einfach waschen, halbieren, entkernen und grob schneiden.
Brauche ich Gelierzucker oder Gelierpulver für vegane Zwetschgenmarmelade?
Nein. Zwetschgen gehören zu den pektinreichsten heimischen Früchten, besonders wenn ein paar leicht unreife Früchte dabei sind. Der Zitronensaft unterstützt die Gelierung zusätzlich - die Gelierprobe mit dem kalten Teller zeigt zuverlässig, wann die Konsistenz stimmt.
Was ist der Unterschied zwischen Zwetschgenmarmelade und Powidl?
Powidl ist ungesüßt und wird stundenlang zu einer dicken, dunklen Paste eingekocht - klassische Füllung für Powidltascherl. Zwetschgenmarmelade enthält Zucker, ist in 30-40 Minuten fertig und streichfähiger. Beide Zubereitungen haben ihren eigenen Platz in der österreichischen Küche.
Wie lange hält vegane Zwetschgenmarmelade?
Richtig eingekocht und in sterilisierten Gläsern hält die Marmelade bei kühler, dunkler Lagerung bis zu 12 Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren - dort hält sie 4-6 Wochen.