Vegane Topfenknödel

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Vegane Topfenknödel sind ein österreichischer Mehlspeisenklassiker - und sie gelingen auch ganz ohne Milchprodukte wunderbar. Statt Topfen (Quark) wird pürierter Tofu mit Sojajoghurt kombiniert, was einen geschmeidigen Teig ergibt, der beim Kochen zusammenhält. Wenn ab Mai die ersten Erdbeeren reifen, ist die perfekte Zeit für dieses traditionelle Dessert.

Was macht vegane Topfenknödel so besonders?

Der Trick liegt im Tofu: Fest püriert und mit Sojajoghurt abgerundet, ahmt er die Textur von Topfen überraschend gut nach. Der Teig ist mild, leicht süßlich und umhüllt das Obst wie eine zarte Hülle. Nach dem Kochen werden die Knödel in Bröseln mit Zimtzucker gewendet - dieses knusprige Finale macht sie unwiderstehlich.

Für die Füllung gilt: Was gerade Saison hat, kommt rein. Im Mai und Juni sind Erdbeeren ideal, ab Juli kommen Marillen zum Einsatz - der absolute Österreich-Klassiker. Wer mehr österreichische Mehlspeisen entdecken möchte, findet im Guide zur veganen österreichischen Küche viele weitere Ideen.

Welches Obst passt am besten in vegane Topfenknödel?

Topfenknödel sind ein Saisongericht - das macht sie so besonders:

Für das gleiche Prinzip mit Marillen gibt es die veganen Marillenknödel mit Topfenteig. Mit Erdbeeren als Füllung sind die veganen Erdbeerknödel ebenfalls eine feine Option.

Wie gelingt der vegane Topfenteig perfekt?

Drei Schritte entscheiden über Erfolg oder Misserfolg:

  1. Tofu gut ausdrücken: Je trockener der Tofu, desto besser hält der Teig zusammen. Einfach zwischen Küchentüchern ausdrücken oder kurz pressen.
  2. Ruhezeit einhalten: 10 Minuten rasten lassen - der Teig bindet dabei nach und lässt sich leichter formen.
  3. Wasser nicht zu stark kochen: Die Knödel bei mittlerer Hitze im leicht siedenden Wasser garen. Starkes Kochen lässt sie auseinanderfallen.

Wer seinen eigenen veganen Topfen (Quark) herstellen möchte, findet bei veganem Topfen selber machen eine einfache Anleitung.

Wie serviert man vegane Topfenknödel am besten?

Der Klassiker ist die Brösel-Garnitur: Vollkornbrösel in Kokosöl mit Zimtzucker goldbraun anbraten und die gekochten Knödel darin wenden. Alternativ schmecken sie auch mit:

Warm servieren, direkt nach dem Anbraten - Topfenknödel sind am besten frisch. Wer mehr österreichische Mehlspeisen liebt: Veganer Kaiserschmarrn gelingt mit ähnlichem Aufwand und ist ein weiterer Klassiker für die ganze Familie.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
35 Min
Portionen
ca. 6 Knödel

Zutaten

  • 250g fester Natur-Tofu
  • 3 EL Sojajoghurt
  • 2 EL Sojamehl
  • 5 EL Mehl (z.B. Dinkelvollkornmehl)
  • 1 Prise Salz
  • Süße nach Belieben
  • Obst für die Fülle: Marillen, Zwetschken, Himbeeren, Erdbeeren
  • 3 EL Kokosöl
  • 5 EL Vollkornbrösel
  • Vollrohrzucker o.Ä. nach Belieben
  • etwas Zimt

Zubereitung

  1. Für den veganen Topfenteig den Tofu in Stücke schneiden und mit dem Stabmixer fein pürieren. Sojajoghurt, Sojamehl, Dinkelmehl, Salz und ev. etwas zum Süßen dazugeben und gut verkneten. 10 Minuten rasten lassen.
  2. Derweil einen großen Topf mit Salzwasser aufstellen und das Obst waschen.
  3. Mit feuchten Händen Knödel mit Obst in der Mitte formen und in das leicht siedende, nicht stark kochende Wasser setzen. Wenn die Knödel an die Oberfläche steigen, sind sie fertig und können abgeschöpft werden.
  4. Eine Pfanne mit ca. 3 EL Kokosöl aufstellen, die Brösel mit Vollrohrzucker und Zimt darin mischen und anbraten bis sie sich golden färben. Die Knödel darin wenden und sofort servieren.

Häufige Fragen

Was ist Topfen und wie ersetzt man ihn vegan?
Topfen ist der österreichische Begriff für Quark - ein frischer Weichkäse aus Kuhmilch. Für vegane Topfenknödel eignet sich fester Tofu hervorragend als Ersatz: Er wird fein püriert und mit Sojajoghurt cremig gemacht. Das Ergebnis ist ein geschmeidiger Teig, der beim Kochen gut zusammenhält und eine angenehm milde Note hat.
Welches Obst eignet sich am besten für vegane Topfenknödel?
Das Obst richtet sich nach der Saison: Im Mai und Juni passen frische Erdbeeren perfekt. Ab Juli kommen Marillen (Aprikosen) - der absolute Klassiker in Österreich. Im Herbst eignen sich Zwetschken, Pflaumen oder Himbeeren gut. Wichtig: Obst waschen, bei größeren Früchten den Kern entfernen und trocken tupfen.
Wie verhindert man, dass vegane Topfenknödel auseinanderfallen?
Den Teig mindestens 10 Minuten rasten lassen - das ist der wichtigste Schritt. Das Kochwasser nur leicht sieden lassen, nicht stark kochen. Knödel mit feuchten Händen gut verschließen. Ist der Teig zu weich, einfach etwas mehr Mehl einarbeiten. Und: Tofu vorher gut ausdrücken - je weniger Wasser, desto besser hält der Teig.
Wie lange brauchen vegane Topfenknödel?
Vorbereitung und Kochen dauern zusammen ca. 35 Minuten: 10 Minuten Ruhezeit für den Teig, 10-15 Minuten Kochzeit im Salzwasser - sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Das Anbraten in Bröseln dauert weitere 3-5 Minuten. Am besten frisch servieren.
Können vegane Topfenknödel eingefroren werden?
Ja, vegane Topfenknödel lassen sich gut einfrieren. Am besten direkt nach dem Kochen einfrieren - ohne Brösel. Zum Aufwärmen die gefrorenen Knödel kurz in heißem Wasser erwärmen oder im Backofen bei 160°C aufbacken. Die Brösel-Garnitur immer frisch in der Pfanne zubereiten.
Was ist der Unterschied zwischen Topfenknödeln und Marillenknödeln?
Der Teig ist grundsätzlich gleich - beides sind Knödel aus Topfen (oder vegan: Tofu). Der Unterschied liegt in der Füllung: Marillenknödel werden klassisch mit einer ganzen Marille und einem Stückchen Würfelzucker gefüllt. Topfenknödel sind vielseitiger - Erdbeeren, Zwetschken, Himbeeren oder sogar pur sind alle möglich.
Welchen Tofu verwendet man für den veganen Topfenteig?
Fester Natur-Tofu aus dem Kühlregal ist die beste Wahl. Vor der Zubereitung gut zwischen Küchentüchern ausdrücken oder kurz pressen - je weniger Wasser im Tofu, desto kompakter wird der Teig. Seiden-Tofu ist nicht geeignet, da er zu viel Flüssigkeit enthält und der Teig nicht formbar wird.