Vegane Steckrübenschnitzel: Knusprig paniert
Steckrübe hat von Herbst bis Frühwinter Saison und wird meist nur im Eintopf verkocht - dabei lohnt sich die Knolle auch paniert und knusprig gebraten. Diese veganen Steckrübenschnitzel sind in 40 Minuten fertig: innen zart-mild, außen goldbraun knusprig.
Steckrübe braucht länger Vorkochzeit als Kohlrabi
Schneide die Scheiben etwa 1 cm dick - zu dünn werden sie beim Braten matschig, zu dick bleiben sie innen hart. Steckrübe hat festeres Fleisch als Kohlrabi und braucht darum 12-15 Minuten statt der sonst üblichen 8-10 Minuten im Salzwasser, bis sie sich mit der Gabel eindrücken lässt. Lass die Scheiben danach auf Küchenpapier vollständig abkühlen und abtropfen - nur trockene Scheiben halten die Panade.
Speisestärke in der Pflanzenmilch macht die Panade griffiger
Das Drei-Stationen-Verfahren aus Mehl, Pflanzenmilch und Paniermehl funktioniert am besten, wenn du der Milch einen Esslöffel Speisestärke unterrührst - das bindet die Panade fester an die Scheibe, ganz ohne Ei. Für extra Knusprigkeit ziehst du jede Scheibe zweimal durch Milch und Paniermehl. Wichtig beim Braten: das Öl muss richtig heiß sein, sonst ziehen die Schnitzel Öl und werden fettig statt knusprig.
Diese Beilagen passen zu Steckrübenschnitzel
- Kartoffelpüree oder Kartoffelsalat als klassische Basis
- Vegane Remoulade für die cremige Komponente
- Preiselbeersauce für eine fruchtig-süße Note
Wer die Steckrübe lieber im Topf mag, findet im veganen Steckrübeneintopf die herzhafte Variante mit Kartoffeln und weißen Bohnen.
Rezept
Zutaten
- 1 große Steckrübe (ca. 700 g), geschält
- 150 g Paniermehl oder Panko
- 100 g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)
- 200 ml Pflanzenmilch (Soja oder Hafer)
- 1 EL Speisestärke
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
- 1/2 TL gemahlener Kümmel (optional)
- Pflanzenöl zum Braten (ca. 100 ml)
Zubereitung
- Steckrübe großzügig schälen (die Schale ist dick) und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Du erhältst etwa 8 Scheiben.
- Die Scheiben in einem großen Topf mit Salzwasser 12-15 Minuten köcheln, bis sie sich mit der Gabel eindrücken lassen, aber noch Biss haben. Steckrübe braucht durch ihr festeres Fleisch etwas länger als Kohlrabi.
- Die Scheiben vorsichtig mit einer Schaumkelle herausheben, auf Küchenpapier abtropfen und vollständig auskühlen lassen - nur trockene Scheiben halten die Panade.
- Drei tiefe Teller vorbereiten: Mehl mit Salz, Pfeffer, Paprika und Kümmel mischen. Pflanzenmilch mit Speisestärke glattrühren. Paniermehl in den dritten Teller füllen.
- Jede Scheibe erst im Mehl wenden, dann durch die Milch-Stärke-Mischung ziehen und zuletzt komplett im Paniermehl wälzen. Für extra Knusprigkeit: nochmals durch Milch und Paniermehl ziehen.
- Reichlich Öl (ca. 1 cm hoch) in einer großen Pfanne stark erhitzen. Die Temperatur stimmt, wenn ein Brotkrümel sofort brutzelt - kaltes Öl macht die Schnitzel sonst fettig.
- Die panierten Schnitzel portionsweise bei mittlerer bis hoher Hitze von jeder Seite 4-5 Minuten goldbraun braten. Pfanne nicht überfüllen, sonst dämpfen die Schnitzel statt zu braten.
- Auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und sofort servieren.
Häufige Fragen
- Wo bekomme ich Steckrüben und wann haben sie Saison?
- Steckrüben gibt es von Herbst bis Frühwinter an Marktständen, in Bio-Läden und zunehmend auch bei Billa, Spar und Hofer als lose Knolle. Die violett-weiße Schale und das feste, cremeweiße Fleisch unterscheiden sie klar vom ähnlich aussehenden Kohlrabi.
- Muss ich die Steckrübe vor dem Panieren unbedingt vorkochen?
- Ja. Steckrübe ist roh sehr fest und würde beim Braten innen hart bleiben, während die Panade außen verbrennt. Das kurze Köcheln macht sie innen zart, ohne dass sie beim Panieren zerfällt - solange du sie danach gut abtropfen und auskühlen lässt.
- Welche Beilagen passen zu Steckrübenschnitzel?
- Klassisch dazu passen Kartoffelpüree oder Kartoffelsalat, dazu vegane Remoulade oder Preiselbeersauce für die fruchtige Note. Für ein komplettes Herbstmenü eignet sich auch ein einfacher Wintersalat.
- Wie lange halten sich die Schnitzel und kann ich sie einfrieren?
- Frisch schmecken sie am besten. Im Kühlschrank halten sie sich abgedeckt 2 Tage, aufgewärmt im Ofen bei 180°C für 8-10 Minuten wird die Panade wieder knusprig. Roh paniert lassen sich die Scheiben auch bis zu 2 Monate einfrieren und direkt aus dem Gefrierfach braten.