Vegane Steckrüben-Kartoffel-Rösti
Steckrübe hat von Herbst bis Frühwinter Saison, bringt aber allein zu wenig Stärke zum Binden mit. Kombiniert mit Kartoffel wird daraus in 40 Minuten ein großer, goldbraun-knuspriger Rösti nach Schweizer Vorbild.
Steckrübe und Kartoffel im richtigen Verhältnis
Das Mischverhältnis von 400 g Steckrübe zu 300 g Kartoffel sorgt für die richtige Balance: Die Kartoffel liefert die Stärke zum Binden, die Steckrübe ihren milden, leicht süßlichen Eigengeschmack. Reine Steckrübe allein würde beim Braten eher zerfallen, weil ihr die Bindekraft der Kartoffelstärke fehlt.
Feuchtigkeit auspressen ist der wichtigste Schritt
Nach dem Raspeln steckt in Steckrübe und Kartoffel viel Wasser. Kräftiges Auspressen in einem Küchentuch entscheidet darüber, ob der Rösti später kross wird oder in der Pfanne dampft statt brät. Die Kartoffelstärke ersetzt dabei das klassische Ei als Bindemittel.
Beide Seiten einzeln goldbraun braten
Die Masse fest in die heiße Pfanne drücken und 8-10 Minuten ungestört braten, bis die Unterseite goldbraun ist. Zum Wenden den Rösti auf einen Teller gleiten lassen und zurück in die Pfanne stürzen - so bleibt er in einem Stück.
Serviervorschläge
- Klassisch mit Apfelmus für die süß-herzhafte Kombination
- Mit Kräuterquark wie bei der Kartoffel-Variante
- Als Beilage zum veganen Steckrübeneintopf oder zu den Steckrübenschnitzel
Wer lieber eine reine Wurzelgemüse-Variante mag, findet im Topinambur-Rösti eine weitere Herbstoption.
Rezept
Zutaten
- 400 g Steckrübe, geschält
- 300 g festkochende Kartoffeln, geschält
- 1 kleine Zwiebel
- 3 EL Kartoffelstärke
- 1/2 TL gemahlener Kümmel
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- Etwas frisch geriebene Muskatnuss
- 5 EL Pflanzenöl zum Braten
Zubereitung
- Steckrübe, Kartoffeln und Zwiebel grob raspeln.
- Die geraspelte Masse portionsweise in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig auspressen, bis möglichst wenig Flüssigkeit übrig bleibt - der wichtigste Schritt für einen knusprigen Rösti.
- Ausgepresste Masse mit Kartoffelstärke, Kümmel, Salz, Pfeffer und Muskat in einer großen Schüssel vermengen.
- 3 EL Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen, die Masse einfüllen und mit einem Pfannenwender fest und gleichmäßig andrücken.
- Bei mittlerer Hitze 8-10 Minuten braten, bis die Unterseite goldbraun und fest ist.
- Rösti vorsichtig auf einen großen Teller gleiten lassen, restliches Öl in die Pfanne geben und den Rösti vom Teller zurück in die Pfanne stürzen.
- Weitere 8-10 Minuten braten, bis auch die zweite Seite knusprig-goldbraun ist.
- In Stücke schneiden und sofort heiß servieren.
Häufige Fragen
- Warum wird reine Steckrübe ohne Kartoffel nicht knusprig?
- Steckrübe hat deutlich weniger Stärke als Kartoffel, die für Bindung und knusprige Kruste sorgt. Ohne den Kartoffelanteil zerfällt die Masse leichter in der Pfanne. Das Mischverhältnis aus diesem Rezept sorgt für die richtige Balance zwischen Biss und Bindung.
- Wie bekomme ich die Rösti-Masse trocken genug?
- Nach dem Raspeln die Masse in Portionen in ein sauberes Küchentuch geben und mit beiden Händen kräftig auswringen, bis kaum noch Flüssigkeit austritt. Wer ein Sieb nutzt, sollte zusätzlich mit einem Löffel nachdrücken - je trockener die Masse, desto knuspriger das Ergebnis.
- Welche Kartoffelsorte passt am besten zur Steckrübe?
- Festkochende Kartoffeln halten beim Raspeln und Braten mehr Struktur und werden nicht so schnell matschig wie mehligkochende Sorten. In Österreich eignen sich zum Beispiel Ditta oder Sieglinde gut für dieses Rezept.
- Kann ich den Rösti vorbereiten und später aufwärmen?
- Ja, das funktioniert gut. Fertig gebraten auskühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren, zum Servieren 10 Minuten bei 200°C im Ofen aufknuspern - so bleibt die Kruste kross statt weich zu werden wie in der Mikrowelle.