Vegane Marillenkrapfen: Flaumig-luftig mit Marillenmarmelade und Aquafaba-Teig

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Zur Hochsaison der Wachauer Marillen im Juli und August gibt es kaum etwas Köstlicheres als frische, dampfende Marillenkrapfen - und vegane gelingen mit Aquafaba und Hafermilch genauso flaumig-luftig wie das Original.

Aquafaba und Hafermilch ergeben einen geschmeidigen Hefeteig ohne Ei

Das Kichererbsenwasser aus der Dose übernimmt die Rolle des Eis perfekt: Es macht den Teig geschmeidig und sorgt für eine gleichmäßige Krume. Hafermilch oder Sojamilch ergänzen die Feuchtigkeit, während weiche Pflanzenmargarine die klassische Butterfülle ersetzt. Der Teig darf beim Kneten leicht klebrig bleiben - das ist kein Fehler, sondern Absicht, weil ein weicher Teig flaumigere Krapfen ergibt.

Zwei Gehzeiten entscheiden über Flaumigkeit und den weißen Ring

Nach dem ersten Gehen von 60-90 Minuten brauchen die ausgestochenen Krapfen nochmals 30 Minuten Ruhe. Diese zweite Gehzeit ist entscheidend: Gut aufgegangene Krapfen entwickeln beim Frittieren den charakteristischen weißen Ring - das untrügliche Zeichen eines gelungenen Krapfens. Wer diesen Ring sieht, weiß, dass Teig und Temperatur gestimmt haben.

Bei 170°C frittieren entsteht der typische weiße Bauchring

Das Öl muss genau 170°C haben - ein Küchenthermometer ist hier Gold wert. Zu heiß, und der Krapfen ist außen dunkel und innen roh. Zu kalt, und er saugt Öl auf. Krapfen mit der Oberseite nach unten einlegen, Deckel auf den Topf, drei Minuten frittieren, dann wenden und ohne Deckel fertig backen. Wer lieber backt als frittiert, findet in veganen Ofenkrapfen eine fettärmere Alternative.

Marillenmarmelade als Füllung und vier Variationen für das ganze Jahr

Frische Wachauer Marillenmarmelade - am besten selbst gemacht - schmeckt als Füllung am intensivsten. Gut geeignet sind auch Staud's Marillenkonfitüre oder Billa Bio Marillenmarmelade. Der Spritzbeutel mit langer Fülltülle macht das Befüllen am einfachsten und saubersten.

Füllung Basis Besonderheit Saison
Wachauer Marillenmarmelade Marillen traditionell österreichisch Juli-August
Himbeermarmelade Himbeeren süß-säuerlich Sommer
Dunkle Schokocreme Schokolade und Kokosmilch für Schokoladenliebhaber ganzjährig
Vanillecreme Sojamilch und Vanille cremig und leicht ganzjährig

Wer mehr österreichische Marillen-Rezepte sucht, findet im Marillenknödel-Guide und beim Marillenkuchen weitere Ideen für die Hochsaison. Für die vegane österreichische Küche insgesamt lohnt sich ein Blick auf den Überblick zur veganen österreichischen Küche.

Wie lange halten Marillenkrapfen und lassen sie sich vorbereiten?

Frisch gebacken und noch leicht warm sind sie unschlagbar. In einer Dose aufbewahrt bleiben sie über Nacht weich, verlieren aber etwas Luftigkeit. Am einfachsten vorausplanen: ungefüllte Krapfen einfrieren und bei 150°C im Backofen aufwärmen - dann Marillenmarmelade frisch einfüllen und mit Staubzucker bestreuen. Wer öfter Krapfen bäckt, kann den Hefeteig portionsweise einfrieren und bei Bedarf im Kühlschrank auftauen lassen.

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Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
3 Std
Portionen
12 Stück

Zutaten

  • 500g Weizenmehl Type 700 (oder 550)
  • 1 Würfel Frischhefe (42g) oder 1 Pkg. Trockenhefe (7g)
  • 250ml Hafermilch, lauwarm
  • 70g Pflanzenmargarine, weich
  • 60g Zucker
  • 3 EL Aquafaba (Kichererbsenwasser aus der Dose)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • Neutrales Pflanzenöl zum Frittieren (ca. 1,5 Liter)
  • 300g Marillenmarmelade, möglichst stückig
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Hefe in der lauwarmen Hafermilch auflösen und 5 Minuten stehen lassen, bis sie leicht schäumt.
  2. Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Aquafaba, Vanilleextrakt, weiche Margarine und die Hefemilch dazugeben.
  3. Alles 8-10 Minuten zu einem glatten, leicht klebrigen Teig kneten - von Hand oder mit der Küchenmaschine. Der Teig darf weich bleiben.
  4. Schüssel abdecken und an einem warmen Ort 60-90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  5. Teig auf einer leicht bemehlten Fläche ca. 1,5 cm dick ausrollen. Kreise mit 8 cm Durchmesser ausstechen.
  6. Ausgestochene Krapfen auf einem bemehlten Tuch nochmals 30 Minuten gehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen sind.
  7. Öl in einem hohen Topf auf 170°C erhitzen. Krapfen mit der Oberseite nach unten einlegen, Topf abdecken und 3 Minuten frittieren.
  8. Krapfen wenden und ohne Deckel weitere 2-3 Minuten goldbraun fertig backen. Der charakteristische weiße Ring in der Mitte zeigt, dass die Temperatur gestimmt hat.
  9. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und leicht abkühlen lassen.
  10. Marillenmarmelade glatt rühren und in einen Spritzbeutel mit langer Fülltülle füllen. Krapfen seitlich in der Mitte einstechen und großzügig ca. 2-3 EL Marmelade einfüllen.
  11. Großzügig mit Staubzucker bestreuen und frisch servieren.

Häufige Fragen