Vegane Marillenmarmelade
Frische Wachauer Marillen, Zucker und ein Spritzer Zitrone - mehr braucht es nicht für die beste vegane Marillenmarmelade. Ab Juni liegen bei Billa, Spar und Hofer die ersten österreichischen Marillen im Regal, und mit diesem einfachen Rezept hast du in unter einer Stunde Gläser voller Sommergeschmack.
Frische Marillen und Zitronensaft sind die zwei entscheidenden Schritte
Die Marmelade gelingt ohne Gelierpulver, weil Marillen von Natur aus Pektin enthalten - besonders in Schalen und Kernen. Der Zitronensaft unterstützt die Gelierung und gibt Frische. Das Wichtigste ist die Gelierprobe: Einen Teelöffel heiße Marmelade auf einen kalten Teller - zieht sie Fäden und läuft nicht zusammen, kannst du abfüllen.
Für die besten Ergebnisse: Gläser immer vorab sterilisieren (10 Minuten im Backofen bei 100°C), und die Marmelade heiß abfüllen und sofort kopfüber stellen. So entsteht ein gutes Vakuum und die Marmelade hält ein Jahr.
Welche Variationen sind möglich?
- Marillen-Vanille: 1 TL Vanilleextrakt oder ausgekratzte Vanilleschote mit einkochen
- Marillen-Lavendel: 1 EL getrockneter Lavendel in einem Säckchen mitköcheln, dann entfernen
- Marillen-Ingwer: 1 EL frisch geriebener Ingwer für würzige Note
- Zuckerreduziert: Mit 400 g Zucker statt 600 g - kürzer einkochen, kürzer haltbar
- Mit Mandeln: 50 g grob gehackte Mandelblättchen in den letzten 5 Minuten unterrühren
Gut zu wissen: Reife, fruchtige Marillenmarmelade passt hervorragend zu veganen Marillenknödeln, aufs Frühstücksbrot oder als Füllung für den veganen Marillen-Streuselkuchen.
Rezept
Zutaten
- 1 kg frische Marillen (reif, fest)
- 600 g Zucker (Kristallzucker oder Rohrzucker)
- Saft von 1 Zitrone (ca. 3 EL)
- Optional: 1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
- Gläser sterilisieren: Schraubgläser mit kochendem Wasser ausspülen oder 10 Minuten im Backofen bei 100°C erhitzen. Deckel in heißem Wasser kurz aufkochen.
- Marillen waschen, halbieren und entkernen. Weiche Stellen großzügig herausschneiden - nur festes, reifes Fruchtfleisch verwenden.
- Marillen in einem großen Topf mit Zucker und Zitronensaft mischen. Mindestens 30 Minuten (oder über Nacht) ziehen lassen, bis der Saft austritt.
- Topf bei mittlerer Hitze aufstellen und unter Rühren zum Kochen bringen. Dabei entstehenden Schaum mit einem Schöpflöffel abschöpfen.
- Hitze reduzieren und die Marmelade 25-30 Minuten offen köcheln lassen. Regelmäßig rühren und aufpassen, dass nichts anbrennt.
- Gelierprobe: Einen Teelöffel heiße Marmelade auf einen kalten Teller geben (vorher kurz in den Kühlschrank). Zieht sie Fäden und läuft nicht mehr zusammen, ist die Marmelade fertig.
- Heiße Marmelade sofort in die sterilisierten Gläser füllen, bis knapp unter den Rand. Deckel fest verschließen und die Gläser für 10 Minuten auf den Kopf stellen.
- Abkühlen lassen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Kühl gelagert hält die Marmelade 12 Monate.
Häufige Fragen
- Brauche ich Gelierpulver für Marillenmarmelade?
- Nein. Marillen enthalten von Natur aus Pektin, besonders in den Schalen und Kernen. Mit Zitronensaft (ebenfalls pektinreich und sauer) geliert die Marmelade zuverlässig ohne Gelierpulver. Wichtig ist die richtige Kochzeit - die Gelierprobe mit dem kalten Teller zeigt dir, wann die Konsistenz stimmt.
- Welche Marillen eignen sich am besten?
- Reife, aber noch feste Marillen sind ideal. Zu weiche oder überreife Früchte enthalten weniger Pektin und die Marmelade geliert schlechter. In Österreich sind ab Juni frische Wachauer Marillen bei Billa, Spar, Hofer und am Markt erhältlich. Alternativ funktioniert das Rezept auch gut mit DE-Aprikosen aus Rewe oder Edeka.
- Wie lange hält vegane Marillenmarmelade?
- Richtig eingekocht und in sterilisierten Gläsern hält die Marmelade bei kühler, dunkler Lagerung bis zu 12 Monate. Nach dem Öffnen sollte das Glas im Kühlschrank aufbewahrt werden und ist dort 4-6 Wochen haltbar. Das kopfüber Abstellen der heißen Gläser sorgt für ein besseres Vakuum.