Vegane Kroketten: Knusprig-goldene Kartoffelstäbchen
Knusprige Kroketten gehören zu den beliebtesten Beilagen der deutschen und österreichischen Küche. Ob zum Sonntagsbraten, als Fingerfood beim Fernsehabend oder als schneller Snack zwischendurch - diese selbstgemachten veganen Kroketten stehen dem Original in nichts nach.
Warum selbstgemachte Kroketten?
Im Supermarkt findest du zwar vegane Kroketten, aber selbstgemacht schmecken sie einfach besser. Du kontrollierst die Zutaten, kannst die Würzung nach deinem Geschmack anpassen und vermeidest unnötige Zusatzstoffe. Außerdem ist das Formen der kleinen Kartoffelzylinder fast meditativ!
Die richtigen Kartoffeln wählen
Für perfekte Kroketten brauchst du unbedingt mehligkochende Kartoffeln. Sorten wie Agria, Bintje oder Russet sind ideal. Festkochende Kartoffeln enthalten zu viel Feuchtigkeit und werden beim Formen klebrig statt geschmeidig.
Tipps für perfekte Kroketten
Ausdampfen lassen: Nach dem Kochen die Kartoffeln unbedingt ausdampfen lassen. Überschüssige Feuchtigkeit macht die Masse klebrig.
Nicht zu warm verarbeiten: Die Kartoffelmasse sollte lauwarm sein beim Formen - zu heiß klebt sie, zu kalt wird sie brüchig.
Hände anfeuchten: Leicht angefeuchtete Hände verhindern, dass die Masse klebt. Zwischen dem Formen immer wieder abspülen.
Kühlzeit einhalten: 30 Minuten im Kühlschrank helfen den Kroketten, ihre Form beim Panieren zu behalten.
Doppelt panieren: Für extra Knusprigkeit kannst du die Kroketten zweimal durch Milch und Panko ziehen.
Variationen
Mit Käsefüllung: Einen kleinen Würfel veganen Käse in die Mitte jeder Krokette drücken - beim Frittieren wird er herrlich cremig.
Mit Kräutern: 2 EL fein gehackte Petersilie oder Schnittlauch unter die Kartoffelmasse mischen.
Süßkartoffel-Version: Die Hälfte der Kartoffeln durch Süßkartoffeln ersetzen für eine leicht süßliche Note.
Dazu passt
Vegane Kroketten schmecken fantastisch zu:
- Veganer Brokkoli-Auflauf
- Veganes Geschnetzeltes Züricher Art
- Veganer Schweinsbraten
- Veganer Shepherd's Pie
Aufbewahrung und Meal Prep
Im Kühlschrank: Ungepanierte Kroketten halten sich abgedeckt 2-3 Tage. Vor dem Servieren panieren und backen.
Im Gefrierschrank: Fertig panierte (aber nicht gebackene) Kroketten auf einem Blech einzeln vorfrieren, dann in einen Gefrierbeutel geben. Bis zu 3 Monate haltbar. Direkt aus dem Gefrierschrank in den Ofen - etwa 5 Minuten länger backen.
Aufwärmen: Am besten im Ofen bei 180°C für 10 Minuten aufwärmen, damit sie wieder knusprig werden. Die Mikrowelle macht sie leider weich.
Rezept
Zutaten
- 800g mehligkochende Kartoffeln
- 3 EL Speisestärke
- 2 EL Hefeflocken
- 1 TL Salz
- 1/2 TL weißer Pfeffer
- 1/4 TL Muskatnuss (frisch gerieben)
- 100g Mehl (für die Panade)
- 150ml Pflanzenmilch (ungesüßt)
- 150g Panko-Semmelbrösel
- Pflanzenöl zum Frittieren (oder Backpapier für Ofen)
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen (ca. 20 Minuten). Abgießen und gut ausdampfen lassen - das ist wichtig für die richtige Konsistenz!
- Die heißen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein stampfen. Speisestärke, Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Muskatnuss unterrühren. Die Masse 15 Minuten abkühlen lassen, bis sie gut formbar ist.
- Die Kartoffelmasse mit leicht angefeuchteten Händen zu etwa 16 Zylindern formen (ca. 6 cm lang und 2 cm dick). Auf ein Blech legen und 30 Minuten im Kühlschrank festigen lassen.
- Drei Schüsseln für die Panade vorbereiten: Mehl in die erste, Pflanzenmilch in die zweite und Panko in die dritte. Jede Krokette erst in Mehl wenden, dann durch die Pflanzenmilch ziehen und zuletzt in Panko wälzen. Gut andrücken!
- Zum Frittieren: Öl in einem Topf auf 175°C erhitzen. Kroketten portionsweise 3-4 Minuten goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Für die Ofen-Variante: Bei 200°C Umluft auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ca. 25 Minuten backen, nach der Hälfte wenden.