Veganer Schweinsbraten: Knusprig wie bei Oma
Der Schweinsbraten gehört zum österreichischen Sonntag wie der Stephansdom zu Wien. Diese pflanzliche Version bringt dir den Festtagsklassiker mit saftigem Seitan und knuspriger Kruste auf den Teller - ganz ohne schlechtes Gewissen.
So gelingt die perfekte Kruste
Das Geheimnis liegt im Einritzen der Oberfläche und dem Bestreichen mit der Öl-Sojasauce-Mischung. Das grobe Meersalz sorgt für extra Crunch. In den letzten 20 Minuten bei hoher Temperatur wird die Kruste richtig knusprig.
Die klassischen Beilagen
Zu einem echten Schweinsbraten gehören natürlich:
- Vegane Semmelknödel oder Kartoffelknödel
- Sauerkraut (im Originalrezept sowieso vegan!)
- Optional: Bratapfel oder Rotkraut
Tipps für Anfänger
Falls du noch nie mit Seitan gearbeitet hast: Keine Sorge! Der Teig verzeiht kleine Fehler. Wichtig ist nur, dass du nicht zu lange knetest - 2 Minuten reichen völlig aus. Sonst wird das Ergebnis gummiartig statt saftig.
Tipp: Bereite den Braten am Vortag zu und lass ihn über Nacht im Kühlschrank ruhen. Am nächsten Tag bei 180°C für 30 Minuten aufwärmen - so wird er noch saftiger!
Mehr österreichische Klassiker findest du bei unserem veganen Wiener Schnitzel, dem veganen Sauerbraten oder dem veganen Tafelspitz.
Rezept
Zutaten
- FÜR DEN SEITAN-BRATEN:
- 300g Seitan-Fix (Vital Wheat Gluten)
- 200ml Gemüsebrühe (kalt)
- 3 EL Sojasauce
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL Rapsöl
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1 TL Knoblauchpulver
- 1/2 TL Kümmel (gemahlen)
- 1/2 TL Majoran (getrocknet)
- 1/4 TL weißer Pfeffer
- FÜR DIE KRUSTE:
- 3 EL Rapsöl
- 1 EL Sojasauce
- 1 TL Ahornsirup
- 1/2 TL grobes Meersalz
- FÜR DIE BRATENSAUCE:
- 500ml Gemüsebrühe
- 200ml dunkles Bier (vegan)
- 1 Zwiebel (gewürfelt)
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL Kümmel (ganz)
- 2 Lorbeerblätter
- 2 EL Mehl oder Speisestärke
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Alle trockenen Zutaten für den Seitan in einer Schüssel mischen: Seitan-Fix, Paprikapulver, Knoblauchpulver, Kümmel, Majoran und Pfeffer.
- In einer separaten Schüssel die kalte Gemüsebrühe mit Sojasauce, Tomatenmark und Rapsöl verrühren.
- Die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und mit einer Gabel vermengen. Dann mit den Händen etwa 2 Minuten kneten - nicht länger, sonst wird der Seitan zu zäh.
- Den Teig zu einem länglichen Braten formen (ca. 20 cm lang). Die Oberfläche mit einem scharfen Messer mehrmals diagonal einritzen - das gibt die typische Schwarten-Optik.
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Für die Kruste: Rapsöl, Sojasauce und Ahornsirup vermischen und den Braten damit einpinseln. Mit grobem Meersalz bestreuen.
- In einem Bräter Zwiebel und Knoblauch mit etwas Öl anschwitzen. Tomatenmark kurz mitrösten. Mit Bier ablöschen und Gemüsebrühe, Sojasauce, Kümmel und Lorbeerblätter zugeben.
- Den vorbereiteten Seitan-Braten in den Bräter setzen. Er sollte zur Hälfte in der Flüssigkeit liegen.
- Bei 180°C für 60 Minuten schmoren. Alle 20 Minuten mit der Bratflüssigkeit übergießen.
- Die Temperatur auf 220°C erhöhen und den Braten weitere 20-30 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun und knusprig ist.
- Den Braten herausnehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Die Bratflüssigkeit durch ein Sieb gießen.
- Für die Sauce: Die Flüssigkeit aufkochen. Mehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und einrühren. 5 Minuten köcheln lassen bis die Sauce eindickt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Braten in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.