Vegane Buttermilch: 5 einfache Alternativen zum Selbermachen
Du willst fluffige Pancakes oder saftige Muffins backen, aber das Rezept verlangt Buttermilch? Kein Problem! Vegane Buttermilch lässt sich in wenigen Minuten selbst herstellen - und das Ergebnis ist genauso gut wie das Original. Hier erfährst du, welche Methoden am besten funktionieren.
Warum Buttermilch beim Backen so wichtig ist
Buttermilch ist beim Backen kein Zufall, sondern chemische Magie. Die enthaltene Milchsäure reagiert mit Natron (Backsoda) und erzeugt dabei CO2-Bläschen. Diese sorgen für lockere, luftige Backwaren. Gleichzeitig macht die Säure den Teig zarter, weil sie die Glutenbildung hemmt (Loving It Vegan).
Das Gute: Diesen Effekt kannst du ganz einfach nachahmen - mit pflanzlicher Milch und einer Säure.
Die 5 besten veganen Buttermilch-Alternativen
1. Sojamilch mit Zitronensaft (Klassiker)
Die beliebteste und zuverlässigste Methode: Sojamilch gerinnt dank ihres hohen Proteingehalts besonders gut und wird schön dickflüssig (Utopia).
Zutaten für 250 ml:
- 250 ml ungesüßte Sojamilch
- 1 EL Zitronensaft
Zubereitung:
- Zitronensaft in ein Gefäß geben
- Sojamilch dazugießen und verrühren
- 5-10 Minuten stehen lassen, bis die Milch leicht eindickt
Du siehst sofort, wie die Milch reagiert - das ist die chemische Reaktion der Säure mit den Sojaproteinen (Shane & Simple).
2. Sojamilch mit Apfelessig (intensiverer Geschmack)
Wenn du keinen Zitronensaft hast, funktioniert Apfelessig genauso gut. Der Geschmack ist etwas intensiver, was bei Rezepten wie Waffeln oder Pancakes sogar gewünscht sein kann.
Zutaten für 500 ml:
- 500 ml ungesüßte Sojamilch
- 2 EL Apfelessig
Zubereitung:
Wie oben - vermischen und 10-15 Minuten stehen lassen (EAT CLUB).
3. Pflanzenmilch mit veganem Joghurt
Für eine besonders cremige Konsistenz ohne Säure-Zugabe eignet sich diese Methode. Sie funktioniert mit allen Pflanzenmilch-Sorten, nicht nur Soja (Vegpool).
Zutaten für 250 ml:
- 125 ml Pflanzenmilch (z.B. Hafermilch)
- 125 ml ungesüßter veganer Joghurt
Zubereitung:
Einfach beide Zutaten gut verrühren - fertig!
Diese Variante eignet sich besonders, wenn du den Geschmack von Sojamilch nicht magst.
4. Seidentofu-Variante (proteinreich)
Für extra cremige Ergebnisse und mehr Protein kannst du Seidentofu verwenden (PureWow).
Zutaten für ca. 300 ml:
- 100 g Seidentofu
- 150 ml Wasser
- 1 EL Zitronensaft oder Apfelessig
- 1 Prise Salz (optional)
Zubereitung:
Alle Zutaten im Mixer pürieren, bis eine glatte Masse entsteht.
5. Kokos-Joghurt-Methode (frei von Soja)
Für Sojaallergiker oder wenn du einen leicht exotischen Geschmack möchtest (Mortician in the Kitchen).
Zutaten für 250 ml:
- 200 ml Kokosjoghurt
- 50 ml Pflanzenmilch
- 1/2 EL Zitronensaft
Zubereitung:
Alles gut verrühren und sofort verwenden.
Welche Pflanzenmilch funktioniert am besten?
Nicht alle Pflanzenmilch-Sorten gerinnen gleich gut. Hier ist die Rangliste (Minimalist Baker):
| Pflanzenmilch | Gerinnung | Hinweis |
|---|---|---|
| Sojamilch | Sehr gut | Beste Wahl, hoher Proteingehalt |
| Erbsenmilch | Gut | Gute Alternative zu Soja |
| Lupinenmilch | Gut | Proteinreich |
| Mandelmilch | Mäßig | Dünnere Konsistenz |
| Hafermilch | Variabel | Ergebnisse nicht konstant |
| Kokosmilch (Drink) | Schlecht | Gerinnt kaum |
| Reismilch | Schlecht | Zu wenig Protein |
Tipp: Wenn deine vegane Buttermilch nicht gerinnen will, liegt es wahrscheinlich an der Pflanzenmilch. Wechsle zu Soja oder Erbsenmilch für bessere Ergebnisse (Simple Vegan Blog).
Wofür kannst du vegane Buttermilch verwenden?
Vegane Buttermilch ist ein 1:1-Ersatz in jedem Rezept. Besonders gut eignet sie sich für:
- Vegane Pancakes - für extra fluffige Ergebnisse
- Vegane Muffins - saftig und locker
- Veganer Zitronenkuchen - die Säure verstärkt das Zitronenaroma
- Vegane Waffeln - außen knusprig, innen weich
- Veganer Kuchen - für perfekte Krume
- Dressings und Dips - cremig und würzig
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Selbstgemachte vegane Buttermilch hält sich:
- Im Kühlschrank: bis zu 1 Woche in einem verschlossenen Gefäß
- Im Gefrierschrank: bis zu 3 Monate
Tipp: Fülle die Buttermilch in eine Eiswürfelform - so hast du immer portionierte Mengen griffbereit (Namely Marly).
Am praktischsten ist es aber, die Buttermilch frisch zuzubereiten - in 5 Minuten ist sie fertig!
Häufige Fragen zur veganen Buttermilch
Kann ich die vegane Buttermilch direkt verwenden?
Ja! Sobald du Pflanzenmilch und Säure vermischt hast, kannst du sie sofort verwenden. Das Stehenlassen ist optional, sorgt aber für eine dickere Konsistenz.
Was tun, wenn meine vegane Buttermilch nicht gerinnt?
Keine Sorge - auch wenn die Milch nicht sichtbar gerinnt, funktioniert sie trotzdem. Die Säure reagiert später mit dem Natron im Teig und sorgt für den gewünschten Trieb (Cozy Peach Kitchen).
Kann ich auch Weißweinessig oder Balsamico nehmen?
Weißweinessig funktioniert gut und hat einen neutralen Geschmack. Balsamico färbt die Buttermilch dunkel und schmeckt intensiv - nur für herzhafte Rezepte geeignet.
Fazit: So einfach ist vegane Buttermilch
Mit nur zwei Zutaten und fünf Minuten Zeit machst du die perfekte vegane Buttermilch für alle deine Backprojekte. Die Kombination aus Sojamilch und Zitronensaft ist der Klassiker, aber auch die anderen Methoden liefern tolle Ergebnisse.
Probiere am besten verschiedene Varianten aus und finde heraus, welche dir am besten schmeckt. Deine Pancakes werden es dir danken!
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