Reis richtig kochen

Zuletzt aktualisiert:

Klebriger Basmati, matschiges Risotto oder Jasminreis, der beim Auflockern zu einem Klumpen zusammenfällt - meistens liegt es nicht am Kochtalent, sondern am falschen Wasser-Verhältnis für die jeweilige Sorte. Jede Reisart braucht ihre eigene Menge Wasser und ihre eigene Technik.

Wer Reis richtig kocht, gewinnt dabei mehr als nur bessere Textur. Die FDA hat ermittelt, dass ein hohes Wasser-Reis-Verhältnis von etwa 6 bis 10 Teilen Wasser auf 1 Teil Reis mit anschließendem Abgießen den Arsengehalt um 40 bis 60 Prozent senkt. Consumer Reports maß bei einer Parboil-Methode sogar eine Reduktion von 50 bis 58 Prozent.

Basmatireis richtig kochen

Für die Absorptionsmethode empfiehlt America's Test Kitchen 1,5 Tassen Wasser auf 1 Tasse Basmatireis. Reis kurz kalt abspülen, mit dem Wasser zugedeckt aufkochen, dann bei kleinster Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen. Danach den Topf vom Herd ziehen und den Reis 10 Minuten zugedeckt ausdampfen lassen, bevor er mit einer Gabel aufgelockert wird.

Jasminreis richtig kochen

Jasminreis braucht weniger Wasser als Basmati. The Kitchn empfiehlt ein Verhältnis von 1,25 Tassen Wasser auf 1 Tasse Reis. Vor dem Kochen wird er gewaschen, bis das Wasser klar bleibt, dann zugedeckt bei niedriger Hitze rund 15 Minuten gegart und anschließend nochmal 10 Minuten vom Herd gezogen. So bleiben die Körner locker statt zusammenzukleben.

Risotto: Kelle für Kelle zur cremigen Konsistenz

Risottoreis wie Arborio, Carnaroli oder Vialone Nano nimmt laut Great British Chefs etwa das Fünffache seines Volumens an Flüssigkeit auf. Die Brühe wird kellenweise zugegeben und erst nachgeschöpft, wenn die vorherige Portion aufgesogen ist - über rund 20 Minuten stetig gerührt. Diese langsame Zugabe löst die Stärke gleichmäßig aus den Körnern und ergibt die typisch cremige Textur, ohne dass Sahne oder vegane Butter nötig wären.

Reis-Verhältnisse im Überblick

Reissorte Wasser-Verhältnis Methode Garzeit
Basmati 1,5 : 1 Absorption, zugedeckt ca. 15 Min. + 10 Min. Ziehzeit
Jasmin 1,25 : 1 Absorption, zugedeckt ca. 15 Min. + 10 Min. Ziehzeit
Risotto (Arborio/Carnaroli) ca. 5 : 1, portionsweise Kellenweise, offen, gerührt ca. 20 Min.
Reis für Bowls/Salate (Pasta-Methode) 6-10 : 1, abgegossen Wie Nudeln kochen, abgießen je nach Sorte

Reis waschen: Wann es wirklich hilft

Beim Waschen wird oberflächliche Stärke abgespült, was weißen Reis nach dem Kochen weniger klebrig und die Körner getrennter macht, wie America's Test Kitchen in eigenen Tests bestätigt. Eine Analyse von The Conversation ordnet das aber ein: Die Klebrigkeit von gekochtem Reis wird vor allem durch Stärke bestimmt, die erst während des Kochens selbst austritt - die Sorte spielt also eine größere Rolle als das Waschen allein. Bei braunem Reis bringt Waschen kaum einen Unterschied.

Absorptionsmethode oder Pasta-Methode

Zwei Grundtechniken stehen zur Wahl:

Reis für vegane Gerichte einsetzen

Fest gekochter, gut aufgelockerter Reis ist die Basis für viele vegane Klassiker: von der veganen Poke Bowl über veganen gebratenen Reis bis zum veganen Reissalat oder der würzigen veganen Reispfanne. Für Bowls und Salate eignet sich Basmati oder Jasmin am besten, weil die Körner nach dem Abkühlen nicht verklumpen - dafür den fertigen Reis kurz ausdampfen lassen, statt ihn heiß zu vermengen.

Häufige Fragen

Welches Wasser-Reis-Verhältnis ist bei Basmatireis richtig?
Für die Absorptionsmethode empfiehlt America's Test Kitchen 1,5 Tassen Wasser auf 1 Tasse Basmatireis. Das zusätzliche halbe Maß Wasser gleicht die Verdunstung beim Köcheln aus. Reis und kalt abgespültes Wasser werden zugedeckt aufgekocht, dann bei kleinster Hitze etwa 15 Minuten gegart und anschließend 10 Minuten vom Herd gezogen, bevor er aufgelockert wird.
Wie lange muss Jasminreis kochen?
Jasminreis braucht weniger Wasser als Basmati, etwa 1,25 Tassen auf 1 Tasse Reis. Nach dem Waschen bis das Wasser klar bleibt, kocht er zugedeckt bei niedriger Hitze rund 15 Minuten und zieht danach nochmal 10 Minuten vom Herd. So bleiben die Körner locker statt klebrig zusammenzufallen.
Warum wird Risotto extra langsam gekocht?
Risottoreis wie Arborio oder Carnaroli nimmt etwa das Fünffache seines Volumens an Flüssigkeit auf. Wird die Brühe kellenweise zugegeben und erst nachgerührt, wenn sie aufgesogen ist, löst sich die Stärke langsam und gleichmäßig aus den Körnern - das ergibt die typische cremige Konsistenz. Alle Flüssigkeit auf einmal ergibt stattdessen matschigen Reis.
Muss Reis vor dem Kochen gewaschen werden?
Bei weißem Reis lohnt sich das Waschen, weil oberflächliche Stärke abgespült wird und die Körner getrennter bleiben. Laut einer Analyse von The Conversation wird die Klebrigkeit aber hauptsächlich durch Stärke bestimmt, die erst beim Kochen selbst austritt - die Reissorte spielt also eine größere Rolle als das Waschen allein.
Wie lässt sich der Arsengehalt in Reis senken?
Reis nimmt aus dem Boden mehr Arsen auf als andere Getreide. Laut der US-amerikanischen FDA senkt ein hohes Wasser-Reis-Verhältnis von etwa 6 bis 10 Teilen Wasser auf 1 Teil Reis mit anschließendem Abgießen den Arsengehalt um 40 bis 60 Prozent. Consumer Reports maß bei der Parboil-Methode sogar eine Reduktion von 50 bis 58 Prozent.
Was ist der Unterschied zwischen Absorptionsmethode und Pasta-Methode?
Bei der Absorptionsmethode wird genau so viel Wasser verwendet, wie der Reis aufnehmen kann, sodass am Ende nichts abgegossen wird. Bei der Pasta-Methode kocht Reis dagegen in reichlich Wasser wie Nudeln und wird danach abgegossen. Letztere reduziert nebenbei auch den Arsengehalt stärker.
Welcher Reis eignet sich für vegane Bowls und Salate?
Für Bowls und Reissalate eignet sich fest gekochter Basmati- oder Jasminreis am besten, weil die Körner nach dem Abkühlen getrennt bleiben statt zu verklumpen. Nach dem Kochen kurz ausdampfen lassen und mit einer Gabel auflockern, statt ihn heiß direkt zu vermengen.