Veganes Marillensorbet
Marillensorbet ist der schnellste Weg, die kurze Marillen-Hochsaison kalt und fruchtig auf den Tisch zu bringen. Du brauchst weder Ninja Creami noch Eismaschine - nur einen Topf, einen Mixer und eine Gabel.
Der Sirup macht das Sorbet cremig, nicht die Maschine
Zucker und Wasser kurz aufkochen, bis sich der Zucker löst, dann abkühlen lassen, bevor er zu den Marillen kommt. Ein warmer Sirup würde die pürierte Masse sonst ungleichmäßig gefrieren lassen.
Nach dem Pürieren kommt der eigentliche Trick: alle 30-45 Minuten in den ersten 3-4 Stunden mit einer Gabel kräftig durchrühren. Das bricht große Eiskristalle auf, ganz ohne Eismaschine.
Reifegrad der Marillen entscheidet über die Zuckermenge
Vollreife, süße Marillen brauchen oft nur 80 g Zucker, feste und säuerliche Früchte vertragen bis zu 120 g. Am besten die pürierte Masse vor dem Gefrieren probieren und bei Bedarf nachsüßen - danach lässt sich der Geschmack kaum noch korrigieren.
Varianten für mehr Tiefe
- Vanille-Marillen-Sorbet: eine Prise gemahlene Vanille zum Sirup geben
- Marillen-Basilikum: ein paar Basilikumblätter mitpürieren
- Alkoholische Variante: 1 EL Marillenlikör nach dem Pürieren untermischen
- Mit TK-Marillen: gefrorene Marillenhälften kurz antauen lassen, dann wie gewohnt pürieren
Wenn dir Marillen in dieser Form schmecken, probier auch den veganen Marillenröster oder die vegane Marillenmarmelade. Ob gekauftes Sorbet vegan ist, erklärt Ist Sorbet vegan?.
Rezept
Zutaten
- 600 g reife Marillen, gewaschen und entsteint
- 100 g Zucker (oder Agavendicksaft)
- 100 ml Wasser
- 2 EL Zitronensaft
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Marillen halbieren oder vierteln, je nach Größe.
- Zucker und Wasser in einem kleinen Topf aufkochen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
- Marillen, abgekühlten Sirup, Zitronensaft und Salz im Mixer fein pürieren, bis eine glatte Masse entsteht.
- Die Masse in eine flache, breite Schüssel oder Metallform füllen und in den Tiefkühler stellen.
- In den ersten 3-4 Stunden alle 30-45 Minuten mit einer Gabel kräftig durchrühren - das bricht große Eiskristalle auf und macht das Sorbet cremig.
- Sobald das Sorbet fest, aber noch löffelbar ist, servieren. Vor dem Servieren 5-10 Minuten bei Raumtemperatur antauen lassen, falls es zu fest gefroren ist.
Häufige Fragen
- Brauche ich eine Eismaschine für veganes Marillensorbet?
- Nein. Ein Sirup aus Zucker und Wasser sorgt für die richtige Konsistenz, und regelmäßiges Durchrühren mit einer Gabel während der ersten Gefrierstunden verhindert grobe Eiskristalle. Nach 3-4 Runden ist das Sorbet cremig genug zum Servieren, ganz ohne Maschine.
- Kann ich tiefgekühlte Marillen verwenden?
- Ja. Tiefgekühlte Marillenhälften vor dem Pürieren kurz antauen lassen, damit der Mixer sie gleichmäßig verarbeitet. Das Ergebnis wird genauso cremig wie mit frischen Früchten.
- Wie lange hält sich selbstgemachtes Marillensorbet?
- Im gut verschlossenen Gefrierbehälter hält es sich bis zu einer Woche. Danach verändert sich die Textur und größere Eiskristalle bilden sich, auch wenn es geschmacklich noch genießbar bleibt.
- Wie viel Zucker brauche ich bei sehr reifen Marillen?
- Bei vollreifen, süßen Marillen genügen oft 80 g Zucker. Bei festeren, säuerlichen Früchten darfst du auf bis zu 120 g erhöhen. Am besten die pürierte Masse vor dem Gefrieren probieren und bei Bedarf nachsüßen.
- Kann ich den Zucker durch Agavendicksaft ersetzen?
- Ja, Agavendicksaft im gleichen Verhältnis funktioniert problemlos und muss nicht extra mit Wasser aufgekocht werden - einfach direkt zur pürierten Masse geben.