Veganes Korma: Cremiges indisches Curry mit Cashews
Cremig, mild und unglaublich aromatisch: Dieses vegane Korma bringt die Wärme der indischen Küche direkt auf deinen Teller. Anders als schärfere Currys ist Korma bekannt für seine samtige, nussige Sauce - perfekt für alle, die es geschmacklich raffiniert, aber nicht zu feurig mögen.
Herkunft von Korma
Korma (auch Qorma geschrieben) ist ein traditionelles indisches Gericht mit Wurzeln in der Mogul-Küche. Ursprünglich wurde es am königlichen Hof serviert - und das schmeckt man! Die charakteristische Cremigkeit entsteht durch eine Basis aus Nüssen (traditionell Cashews oder Mandeln) und Joghurt oder Sahne. In unserer veganen Version ersetzen wir das Milchprodukt durch reichhaltige Kokosmilch - das Ergebnis ist mindestens genauso samtig!
Das macht dieses Rezept besonders
Cashew-Kokos-Creme: Das Geheimnis liegt im Pürieren der rohen Cashews mit Kokosmilch. Diese Kombination ergibt eine seidig-glatte Sauce mit nussigem Unterton, die klassische Sahne perfekt ersetzt.
Die richtige Würzmischung liefert das restliche Aroma: Garam Masala für die warme Basis, Kreuzkümmel für erdige Tiefe, Kurkuma für die goldene Farbe und Kardamom für den eleganten, leicht süßlichen Abschluss.
Blumenkohl, Kartoffeln, grüne Bohnen und Erbsen sind klassisch für ein gutes Gemüse-Korma und bieten die perfekte Balance aus Textur und Geschmack.
Tipps für das perfekte Korma
Cashews einweichen: Wenn du keinen Hochleistungsmixer hast, weiche die Cashews 2-4 Stunden in heißem Wasser ein. So werden sie weicher und lassen sich leichter pürieren.
Sobald die Cashew-Kokos-Creme in der Pfanne ist, sollte das Gericht nur noch erwärmt, nicht mehr gekocht werden - zu hohe Hitze kann die Sauce gerinnen lassen. Das Gemüse lässt sich außerdem nach Belieben austauschen: Süßkartoffeln, Zucchini oder Paprika funktionieren genauso gut.
Variationen
Für einen Protein-Boost eignen sich gebratener Tofu oder gegarte Kichererbsen. Wer es noch cremiger mag, rührt am Ende 2 EL Cashewmus oder Mandelmus unter.
Die Luxus-Version heißt Navratan Korma: zusätzlich Rosinen, Cashews und Paneer-Würfel (oder veganen Feta) dazugeben - so wird es zum Festtagsgericht.
Dazu passt
- Duftendes Basmatireis
- Warmes Naan-Brot
- Frisches Fladenbrot
- Ein Klecks veganes Raita (Gurken-Joghurt)
Guten Appetit!
Rezept
Zutaten
- 100g Cashewkerne (roh, ungesalzen)
- 200ml Kokosmilch (vollfett, aus der Dose)
- 300g Blumenkohl (in kleine Röschen geteilt)
- 200g Kartoffeln (festkochend, gewürfelt)
- 150g Erbsen (tiefgekühlt)
- 100g grüne Bohnen (in 3cm Stücke geschnitten)
- 1 große Zwiebel (fein gewürfelt)
- 3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
- 2cm frischer Ingwer (gerieben)
- 200g passierte Tomaten
- 2 EL Pflanzenöl
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
- 1/2 TL Kurkuma
- 1/2 TL Koriander (gemahlen)
- 1/4 TL Kardamom (gemahlen)
- 1 TL Salz
- 1 Prise Zucker
- Frischer Koriander zum Garnieren
Zubereitung
- Die Cashewkerne mit der Kokosmilch in einem Hochleistungsmixer pürieren, bis eine glatte Creme entsteht. Beiseite stellen.
- Das Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel darin 5 Minuten glasig dünsten.
- Knoblauch und Ingwer hinzufügen und 1 Minute mitbraten, bis es duftet.
- Garam Masala, Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander und Kardamom einrühren und 30 Sekunden rösten - dabei ständig rühren, damit die Gewürze nicht anbrennen.
- Die passierten Tomaten einrühren und 2 Minuten köcheln lassen.
- Die Kartoffelwürfel und Blumenkohlröschen hinzufügen. Mit 150ml Wasser aufgießen und zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen.
- Die grünen Bohnen dazugeben und weitere 5 Minuten köcheln, bis alle Gemüse gar, aber noch bissfest sind.
- Die Cashew-Kokos-Creme und die Erbsen unterrühren. Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. 3-4 Minuten auf niedriger Hitze warmhalten - nicht mehr kochen!
- Mit frischem Koriander bestreuen und sofort mit duftendem Basmatireis oder warmem Naan servieren.
Häufige Fragen
- Kann ich das Korma schärfer machen?
- Ja, Korma ist von Natur aus mild gewürzt. Für mehr Schärfe eine fein gehackte grüne Chili oder eine Prise Cayennepfeffer mit den anderen Gewürzen mitrösten. Auch ein Spritzer Sambal Oelek am Ende funktioniert, verändert aber die klassisch cremig-milde Note des Gerichts.
- Kann ich die Cashews durch andere Nüsse ersetzen?
- Mandeln sind die traditionelle Alternative zu Cashews und ergeben eine ähnlich cremige Sauce, allerdings mit etwas kräftigerem Eigengeschmack. Dafür blanchierte Mandeln verwenden und wie die Cashews mit der Kokosmilch pürieren. Wer nussfrei kochen möchte, kann stattdessen eingeweichte Sonnenblumenkerne probieren.
- Wie lange hält sich Korma im Kühlschrank?
- Gut verschlossen hält sich das Korma 3-4 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen nur sanft erhitzen, da die Cashew-Kokos-Sauce bei zu hoher Hitze gerinnen kann. Etwas Wasser oder Pflanzenmilch hilft, die Konsistenz wieder cremig zu machen.
- Kann ich Korma einfrieren?
- Ja, das Korma lässt sich bis zu 3 Monate einfrieren. Am besten portionsweise in luftdichten Behältern einfrieren und über Nacht im Kühlschrank auftauen. Da tiefgefrorener Blumenkohl beim Auftauen weicher wird, eignet sich das Gericht besonders gut für alle, die ihr Gemüse ohnehin weich mögen.
- Welches Gemüse passt noch ins Korma?
- Neben Blumenkohl, Kartoffeln, grünen Bohnen und Erbsen passen auch Süßkartoffeln, Zucchini, Karotten oder Champignons hervorragend. Wichtig ist nur, dass alle Gemüsesorten eine ähnliche Garzeit haben oder in der richtigen Reihenfolge zugegeben werden, damit nichts zu weich oder zu bissfest wird.