Veganer Weichselkuchen: Saftiger Kastenformkuchen mit Sauerkirschen
Weichseln – so heißen Sauerkirschen auf Österreichisch und Bayerisch – geben diesem Kastenformkuchen seine fruchtige, leicht säuerliche Note. Mit veganer Buttermilch aus Hafermilch und Apfelessig wird der Rührteig besonders locker und saftig.
Weichseln in Mehl wälzen verhindert das Absinken im Teig
Sauerkirschen aus dem Glas enthalten viel Restfeuchtigkeit, die die Früchte im weichen Teig nach unten zieht. Der einfachste Trick dagegen: die abgetropften Weichseln vor dem Unterrühren in 2 EL Mehl wälzen. Das Mehl bindet die Oberflächenfeuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Kirschen gleichmäßig im Kuchen verteilt bleiben. Dasselbe gilt für frische Weichseln – gut trockentupfen, dann mit Mehl bestäuben.
Welche Variationen lohnen sich beim veganen Weichselkuchen?
Mit 1 TL Kardamom statt Zimt bekommt der Kuchen ein aromatischeres Profil. Wer 30 g Mehl durch Backkakao ersetzt, erhält einen Schoko-Weichsel-Kastenkuchen. Gemahlene Mandeln (50 g, tauscht die gleiche Menge Mehl) machen den Teig noch saftiger und verleihen ihm eine nussige Note. Auch eine Glasur aus Puderzucker und etwas Kirschsaft sieht festlich aus und verstärkt den Weichselgeschmack.
Weitere Kirschrezepte: Veganer Mohn-Kirsch-Kuchen, Veganer Kirschstreuselkuchen sowie alles Wissenswerte im Veganer Kirschkuchen Guide.
Rezept
Zutaten
- 300 g Weizenmehl (Type 405), plus 2 EL zum Wälzen der Kirschen
- 180 g Rohrzucker
- 1 Päckchen Backpulver (15 g)
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 200 ml Hafermilch
- 100 ml Rapsöl
- 1 EL Apfelessig
- 1 TL Vanilleextrakt
- 400 g Weichseln (Sauerkirschen aus dem Glas), gut abgetropft
- Puderzucker zum Bestäuben (optional)
Zubereitung
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (25 cm) mit Pflanzenfett einfetten und mit Mehl ausstäuben.
- Weichseln in einem Sieb mindestens 10 Minuten gut abtropfen lassen. Die abgetropften Kirschen in einer kleinen Schüssel mit 2 EL Mehl vermengen und beiseite stellen.
- Hafermilch, Rapsöl, Apfelessig und Vanilleextrakt in einer großen Schüssel verrühren. 5 Minuten stehen lassen – der Apfelessig lässt die Hafermilch leicht andicken (vegane Buttermilch).
- Mehl, Rohrzucker, Backpulver, Zimt und Salz in einer zweiten Schüssel vermischen.
- Trockene Zutaten zur feuchten Masse geben und nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht – nicht übermixen.
- Die bemehlten Weichseln vorsichtig unter den Teig heben.
- Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und die Oberfläche glatt streichen.
- Im vorgeheizten Ofen 55–60 Minuten backen. Stäbchenprobe: tritt das Stäbchen sauber aus, ist der Kuchen fertig. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, nach 45 Minuten locker mit Alufolie abdecken.
- Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig auskühlen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
Häufige Fragen
- Kann ich frische Weichseln statt Kirschen aus dem Glas verwenden?
- Ja, frische Weichseln (Sauerkirschen) funktionieren hervorragend – sie sind in Österreich und Deutschland von Juni bis August erhältlich. Kerne entfernen, Früchte gut trockentupfen und ebenfalls in Mehl wälzen. Die Backzeit kann um 5 Minuten länger sein.
- Wie lange ist der vegane Weichselkuchen haltbar?
- Bei Zimmertemperatur in einer Kuchenbox 3–4 Tage. Im Kühlschrank bleibt er bis zu 5 Tage saftig. Den Kuchen erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben, damit er nicht einzieht.
- Kann ich den Weichselkuchen einfrieren?
- Ja, der Kuchen lässt sich gut einfrieren. Am besten in Scheiben schneiden, einzeln in Frischhaltefolie wickeln und bis zu 2 Monate tiefkühlen. Über Nacht im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur auftauen lassen.