Veganer Kirschstreuselkuchen

Zuletzt aktualisiert:

Kirschsaison in Österreich läuft von Juni bis August - Weichseln und Sauerkirschen sind dann bei Billa, Spar und Hofer frisch erhältlich, außerhalb der Saison gelingt der Kuchen mit Sauerkirschen aus dem 680-g-Glas genauso gut. Dieser vegane Kirschstreuselkuchen braucht kein Ei und keine Butter: Ein Leinsamen-Ei bindet den Rührteig zuverlässig, Sonnenblumenöl hält ihn saftig, und kalte Pflanzenbutter macht die Streuselhaube goldbraun und krachend.

Leinsamen-Ei, Mehlcoating und kalte Pflanzenbutter sind die drei entscheidenden Schritte

Das Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen) ersetzt das Ei vollständig - die gelartige Masse bindet den Teig genauso zuverlässig. Das Mehlcoating für die Kirschen (abgetropfte Weichseln mit 2 EL Mehl bestäuben) verhindert, dass die Früchte im flüssigen Teig nach unten sinken. Für die Streusel gilt: konsequent kalte Pflanzenbutter - direkt aus dem Kühlschrank, schnell mit den Fingerspitzen verrieben, dann nochmals 10-15 Minuten kalt gestellt. So werden die Streusel gleichmäßig goldbraun und krachend, statt zu einer weichen Masse zu verschmelzen. Beim Teig selbst gilt: nur kurz rühren, sobald Mehl und Flüssigkeit verbunden sind sofort aufhören - zu langes Rühren macht den Rührteig zäh statt locker.

Welche Variationen des veganen Kirschstreuselkuchens sind möglich?

Als Blechkuchen (Backblech 30x40 cm, Menge x1,5) für Gartenpartys und große Runden; mit Vanillepudding-Schicht (Pudding aus Hafermilch auf den Teig, dann Kirschen drauf); mit Mohn-Streusel (50 g Mohn statt Mandelblättchen) für intensiveres Aroma; mit Dinkelmehl (Type 630) für vollwertigere Variante; als Schoko-Kirsch-Version mit 2 EL Kakaopulver im Teig.

Den veganen Kirschkuchen vom Blech für noch größere Runden, die veganen Schwarzwälder Kirsch-Muffins als schnelle Party-Variante oder die festliche vegane Schwarzwälder Kirschtorte für besondere Anlässe.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
25 Min
Kochzeit
45 Min
Gesamtzeit
70 Min
Portionen
12 Stücke

Zutaten

  • 1 EL gemahlene Leinsamen (für Leinsamen-Ei)
  • 3 EL Wasser (für Leinsamen-Ei)
  • 300 g Weizenmehl (Type 405) oder Dinkelmehl
  • 150 g Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Abrieb einer halben Bio-Zitrone
  • 200 ml Hafermilch
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 680 g Sauerkirschen aus dem Glas, gut abgetropft (ca. 450 g Abtropfgewicht)
  • 2 EL Mehl (zum Bestäuben der Kirschen)
  • 200 g Weizenmehl (für die Streusel)
  • 120 g kalte Pflanzenbutter (z.B. Alsan)
  • 100 g Zucker (für die Streusel)
  • 50 g Mandelblättchen (optional)
  • 1 Prise Zimt (für die Streusel)

Zubereitung

  1. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Eine Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen und die Ränder leicht einfetten.
  2. Leinsamen-Ei zubereiten: 1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser verrühren und 5 Minuten quellen lassen, bis eine gelartige Masse entsteht.
  3. Streusel vorbereiten: Mehl, Zucker, Zimt und Mandelblättchen in einer Schüssel vermengen. Kalte Pflanzenbutter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen zu groben Streuseln verreiben - nicht zu fein! Streusel in den Kühlschrank stellen.
  4. Sauerkirschen in einem Sieb gut abtropfen lassen (mindestens 10 Minuten). Dann mit 2 EL Mehl bestäuben und vorsichtig vermengen, damit jede Kirsche mit Mehl überzogen ist.
  5. Für den Rührteig: Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, Vanilleextrakt und Zitronenabrieb in einer großen Schüssel vermengen. Hafermilch, Öl und das gequollene Leinsamen-Ei hinzufügen. Nur kurz rühren, bis alles gerade verbunden ist - zu langes Rühren macht den Teig zäh.
  6. Teig in die vorbereitete Springform füllen und mit einem Teigschaber gleichmäßig glattstreichen.
  7. Die mehlierten Kirschen gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei bis zum Rand gehen.
  8. Die kalten Streusel aus dem Kühlschrank großzügig über die Kirschen verteilen - sie dürfen ruhig ungleichmäßig sein, das macht den Kuchen rustikal und lecker.
  9. Im vorgeheizten Ofen 40-45 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind. Stäbchenprobe: ein Holzstäbchen in die Mitte stechen - kommt es sauber heraus, ist der Kuchen fertig.
  10. Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Springformrand lösen. Vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.

Häufige Fragen

Welche Kirschen eignen sich am besten für veganen Kirschstreuselkuchen?
Sauerkirschen aus dem Glas (Weichseln) sind die beste Wahl: ganzjährig erhältlich, leicht säuerlich und behalten im Ofen ihre Form. Gut abtropfen lassen (mindestens 10 Minuten), damit der Teig nicht durch überschüssigen Kirschsaft matschig wird. In der Saison (Ende Mai bis September) geben frische Kirschen noch intensiveres Aroma - Stiele und Kerne vorher entfernen.
Wie werden Streusel besonders knusprig?
Zwei Tricks machen Streusel wirklich knusprig: Die Pflanzenbutter muss kalt sein - direkt aus dem Kühlschrank. Warm gewordene Butter macht weiche, nicht knusprige Streusel. Zweitens die fertigen Streusel nochmals 10-15 Minuten kalt stellen, bevor sie auf den Kuchen kommen. Kalte Streusel halten ihre Form im Ofen besser und werden beim Backen goldbraun und krachend.
Kann man veganen Kirschstreuselkuchen einfrieren?
Ja, veganer Kirschstreuselkuchen lässt sich gut einfrieren. Am besten in Stücke schneiden, einzeln in Backpapier einwickeln und in einem Gefrierbeutel einfrieren. Haltbarkeit: bis zu 3 Monate. Auftauen bei Zimmertemperatur (ca. 2 Stunden) oder kurz im Ofen bei 150°C aufwärmen - dann werden die Streusel wieder knusprig.