Veganer Schoko-Kirsch-Blechkuchen

Veganer Schoko-Kirsch-Blechkuchen verbindet intensiven Schokoladenteig mit saftigen Sauerkirschen und einer dunklen Ganache - ein Blechkuchen, der für Geburtstage, Kaffeekraenzel und spontane Gäste gleichermassen passt. Das Besondere: Der Teig wird mit dem Kirschsaft aus der Dose angeruehrt, was ihm ein tiefes Kirsch-Kakao-Aroma gibt, das kein Pflanzendrink ersetzen würde.

Was brauchst du für den veganen Schoko-Kirsch-Blechkuchen?

Die Einkaufsliste ist überschaubar - die meisten Zutaten hast du wahrscheinlich schon zuhause. Sauerkirschen aus der Dose sind der Schlussel zum Rezept: Sie sind das ganze Jahr erhaeltlich, bereits entsteint und liefern den Kirschsaft direkt mit, der in den Teig wandert. Kakaopulver (ungesuesst), Mehl, Zucker, Pflanzenoel und etwas Apfelessig für die Triebkraft - fertig.

Für die Schokoladen-Ganache genügen 150g vegane Zartbitterschokolade, etwas Pflanzenmilch und ein Loeffel Margarine. Das Ergebnis: eine glaenzende, schmelzige Glasur, die jeden Blechkuchen in eine Torte verwandelt.

Wer kein Sojajoghurt zur Hand hat, kann stattdessen 2 EL Apfelmus nehmen - das gibt dem Teig ebenfalls Feuchtigkeit und bindet den Teig leicht.

Wie gelingt der Teig besonders saftig und luftig?

Der Trick liegt in der Reaktion von Apfelessig und Natron: Die Saeure des Essigs setzt das Natron in Bewegung und bildet winzige Kohlensaeureblaeschen, die den Teig auflockern - ganz ohne Ei. Deshalb den Teig unmittelbar nach dem Verruehren auf das Blech giessen und sofort in den Ofen schieben, damit die Triebkraft nicht verpufft.

Ein weiterer Saeftigkeits-Faktor ist das Pflanzenoel. Im Gegensatz zu fester Margarine oder veganer Butter bleibt der Kuchen durch Öl auch nach dem Auskuehlen weich und lässt sich gut in Stücke schneiden, ohne zu broeseln. Der vegane Erdbeerblechkuchen verwendet dasselbe Prinzip und ist ebenso schnell gemacht.

Wie kombinierst du Kirschen und Teig für das beste Ergebnis?

Die Sauerkirschen werden vor dem Backen mit Speisestärke bestaeubt. Das verhindert, dass sie beim Backen zu viel Saft abgeben und den Teig durchnaessen. Die Staerke bindet den Kirschsaft beim Erwaermen und sorgt dafuer, dass die Fruechte ihre Form behalten.

Wichtig: Die Kirschen auf den rohen Teig legen und leicht einsinken lassen, sie dann aber nicht einarbeiten. So verteilen sie sich gleichmaessig und bleiben sichtbar. Das gibt dem fertigen Blechkuchen sein typisches Aussehen mit den Kirscheinsenkungen unter der Ganache.

Wer die Kirscherfahrung verstärken möchte: 2 bis 3 EL Kirschmarmelade duenn auf den ausgekühlten Kuchen streichen, bevor die Ganache dazukommt. Das gibt eine zusätzliche Schicht Kirsch-Intensitaet zwischen Teig und Glasur.

Wie bereitest du die Schokoladen-Ganache zu?

Die Ganache klingt aufwendig, ist aber in 5 Minuten gemacht. Das Wichtigste: Die Pflanzenmilch nicht zum Kochen bringen, nur auf Dampftemperatur erwaermen. Zu heisse Milch kann die Schokolade trennen lassen (sie wird koernig). Einfach die heisse Milch über die gehackte Schokolade giessen, kurz stehen lassen und dann erst verruehren.

Die Margarine am Ende zugeben verleiht der Ganache Glaenz und eine seidige Textur. Raffiniertes Kokosoel funktioniert genauso, gibt aber bei Raumtemperatur eine festere Konsistenz.

Lass die Ganache vor dem Auftragen etwas abkühlen - sie sollte giessfaehig, aber nicht mehr dampfend heiss sein. Auf den kalten Kuchen aufgetragen, stoppt sie schnell und bleibt gleichmaessig dick.

Für noch mehr Kirsch-Schokoladen-Genuss lohnt sich ein Blick auf die vegane Schwarzwaelderkirschtorte - das große Festtagspendant zu diesem alltagstauglichen Blechkuchen. Oder du probierst den veganen Apfelkuchen vom Blech als Obstblechkuchen-Variation.

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Rezept

Zubereitungszeit
15 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
16 Stueck

Zutaten

  • Für den Teig:
  • 300g Weizenmehl (Type 405 oder 480)
  • 50g Kakaopulver (ungesuesst)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 180g Zucker
  • 250ml Sauerkirschsaft (aus der Dose aufgefangen)
  • 100ml Pflanzenoel (Raps- oder Sonnenblumenoel, neutral)
  • 2 EL Sojajoghurt (oder anderer veganer Joghurt)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 EL Apfelessig
  • Für die Kirschen:
  • 1 Dose Sauerkirschen (480g, Abtropfgewicht ca. 280g)
  • 1 EL Speisestärke (Maisstaerke)
  • Für die Schokoladen-Ganache:
  • 150g Zartbitterschokolade (mindestens 50% Kakao, vegan)
  • 80ml Hafer- oder Sojadrink
  • 1 EL vegane Margarine oder raffiniertes Kokosoel

Zubereitung

  1. Ofen auf 180 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) oder 160 Grad Heissluft vorheizen. Ein Backblech (ca. 30x40cm) mit Backpapier auslegen.
  2. Sauerkirschen in einem Sieb gut abtropfen lassen. Den Kirschsaft dabei auffangen und beiseite stellen - du brauchst 250ml davon für den Teig. Abgetropfte Kirschen in einer Schüssel mit der Speisestärke bestaeuben und behutsam wenden.
  3. Mehl, Kakaopulver, Backpulver, Natron, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermischen. In der Mitte eine Mulde eindruecken.
  4. Kirschsaft, Pflanzenoel, Sojajoghurt, Vanilleextrakt und Apfelessig in einer kleinen Schüssel oder einem Messbecher verruehren. Die nassen Zutaten in die Mulde giessen und alles mit einem Schneebesen zu einem glatten, gleichmaessigen Teig verruehren. Nicht zu lange rühren - sobald kein Mehl mehr sichtbar ist, fertig.
  5. Teig gleichmaessig auf dem vorbereiteten Backblech verteilen. Die staerkebepuderten Kirschen gleichmaessig darauf verteilen und leicht in den Teig einsinken lassen.
  6. Im vorgeheizten Ofen 25 bis 30 Minuten backen. Staebchenprobe: Ein in den Teig (nicht in eine Kirsche) gestochenes Holzstaebchen sollte fast sauber herauskommen - bei einem Schokokuchenteig ist ein kleines bisserln Feuchtigkeit in Ordnung, Flusssigkeit auf dem Staebchen bedeutet laenger backen.
  7. Blechkuchen vollständig auf einem Gitter auskuehlen lassen, bevor die Ganache aufgetragen wird - mindestens 30 Minuten.
  8. Für die Ganache: Schokolade grob hacken und in eine hitzefeste Schüssel geben. Haferdrink in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwaermen, bis er dampft (nicht kochen lassen). Die heisse Pflanzenmilch über die Schokolade giessen und 2 bis 3 Minuten stehen lassen. Dann Margarine dazugeben und alles mit einem Schneebesen oder Gummispatel zu einer glatten, glaenzenden Ganache verruehren.
  9. Ganache gleichmaessig auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen und 30 Minuten bei Zimmertemperatur (oder 15 Minuten im Kühlschrank) fest werden lassen. In Stücke schneiden und servieren.

Häufige Fragen

Was macht den veganen Schoko-Kirsch-Blechkuchen so saftig?
Der Kirschsaft aus der Dose ist das Geheimnis - er ersetzt einen Teil der Pflanzendrinks und gibt dem Teig intensives Kirscharoma und Feuchtigkeit. Dazu sorgt Apfelessig in Kombination mit Natron für eine luftige Textur, und das Pflanzenoel hält den Kuchen auch nach dem Auskuehlen saftig. Sojajoghurt verstärkt die cremige Konsistenz des Gebaeudes zusätzlich.
Welche Kirschen eignen sich am besten für den Blechkuchen?
Sauerkirschen (Weichseln) aus der Dose sind die praktischste Wahl - sie sind das ganze Jahr verfuegbar, bereits entsteint und haben den idealen Saeuregrad, der den Schokoladenteig perfekt ergaenzt. Den Kirschsaft aus der Dose unbedingt aufheben, er kommt direkt in den Teig. Frische Sauerkirschen aus der Saison (Juni bis August) funktionieren genauso gut - dann einfach 250ml Kirschsaft separat kaufen.
Kann man auch süße Kirschen verwenden?
Ja, suesste Kirschen (Herzkirschen) funktionieren ebenfalls. Der Blechkuchen wird dann insgesamt etwas süßer. In diesem Fall kann man die Zuckermenge im Teig leicht reduzieren - etwa 160g statt 180g. Tiefkuehl- Kirschen gehen auch, vorher vollständig auftauen und gut abtropfen lassen, damit der Teig nicht zu feucht wird.
Wie lange ist der vegane Schoko-Kirsch-Blechkuchen haltbar?
Im Kühlschrank hält er sich abgedeckt 4 bis 5 Tage und wird dabei sogar noch saftiger, weil die Aromen durchziehen. Bei Zimmertemperatur (kühl und trocken) ist er 2 Tage haltbar. Die Schokoladen-Ganache haertet im Kühlschrank fester aus - kurz vor dem Servieren 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, damit sie wieder weich und schmelzig wird.
Kann man den Blechkuchen einfrieren?
Ja, der Schoko-Kirsch-Blechkuchen lässt sich gut einfrieren. Am besten in Stücke schneiden, bevor die Ganache aufgetragen wird. Die Stücke einzeln in Frischhaltefolie wickeln und in einen Gefrierbeutel geben. Haltbarkeit: 2 bis 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank lagern, dann bei Zimmertemperatur frisch servieren. Die Ganache frisch zubereiten und auftragen.
Für welches Blech ist das Rezept gedacht?
Das Rezept ist für ein standard Backblech von ca. 30x40cm ausgelegt - das gibt etwa 16 grosszuegige Stücke. Wer ein kleineres Blech (25x35cm) verwendet, erhaelt dickere Stücke und braucht etwa 5 Minuten laenger im Ofen. Auf einem groesseren Blech wird der Kuchen duenner und braucht entsprechend weniger Zeit - Staebchenprobe nach 22 Minuten machen.
Welche Schokolade eignet sich am besten für die Ganache?
Zartbitterschokolade mit mindestens 50% Kakaoanteil ergibt die beste Ganache - sie ist intensiv im Geschmack und harmoniert perfekt mit den saeuerlichen Kirschen. Wer es suessser mag, greift zu Halbbitterschokolade. Vegane Vollmilchalternative (aus Haferdrink oder Kokosmilch) funktioniert auch, macht die Ganache jedoch suessser und weniger intensiv. Wichtig: Die Schokolade muss vegan sein, also frei von Milchbestandteilen.
Kann man den Schoko-Kirsch-Blechkuchen vorbereiten?
Ja! Der Kuchen schmeckt sogar am nächsten Tag besser, weil die Schokoladen-Kirsch-Aromen durchziehen. Der Teig selbst sollte nicht lange stehen, bevor er ins Rohr kommt - Backpulver und Natron beginnen sofort zu wirken. Aber gebacken und mit Ganache überzogen lässt er sich bis zu 2 Tage im Voraus zubereiten und im Kühlschrank lagern.