Veganer Rahmkohlrabi

Kohlrabi hat in Österreich von Juni bis August Hochsaison – bei Billa, Spar und Hofer für oft unter €1,50 pro Stück. Das klassische österreichische Rahmgemüse funktioniert mit Haferrahm und einer goldgelben Einbrenn genauso cremig und aromatisch wie das Original.

Einbrenn und Haferrahm sind die zwei entscheidenden Schritte

Die Einbrenn (Mehlschwitze) ist das Herzstück dieses typisch österreichischen Rezepts: Mehl in Fett hell anrösten – das gibt der Sauce ihr nussiges Aroma und die sämige Konsistenz, ohne künstliche Bindemittel. Haferrahm hat beim Einkochen eine sehr ähnliche Eigenschaften wie Obers: Er bindet cremig und flockt nicht aus, wenn die Sauce köchelt. Die Kombination beider Techniken macht diesen veganen Rahmkohlrabi zum täuschend echten österreichischen Gemüsegericht.

Der Senf ist optional, aber empfehlenswert: Er gibt der Sauce eine leichte Tiefe und rundet das süßliche Kohlrabiaroma ab – ohne zu dominieren.

Als Beilage passen vegane Semmelknödel, gekochte Erdäpfel oder Vollkornreis. Wer Rahmkohlrabi als vollständige Mahlzeit servieren möchte, kann knusprigen Tofu oder vegane Bratlinge dazu reichen.

Weitere Kohlrabi-Rezepte für die Saison: Veganer Kohlrabi-Guide mit AT-Einkaufstipps, Vegane Kohlrabi-Bällchen und Vegane Kohlrabicremesuppe.

Welche Variationen sind möglich?

Mit Kartoffeln: Klassische AT-Variante – Erdäpfel und Kohlrabi gemeinsam kochen (Kartoffeln 5 Minuten vorkochen), dann zusammen in die Einbrenn geben. Glutenfrei: Maisstärke (2 EL in 2 EL Wasser angerührt) statt Mehl als Bindemittel – keine Einbrenn nötig, Stärke direkt in die köchelnde Sauce einrühren. Schärfer: 1 TL Meerrettich zum Senf geben für ein würzigeres Profil.

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Rezept

Zubereitungszeit
10 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
30 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 2 Kohlrabi (ca. 600g), geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 EL vegane Butter oder Margarine (z.B. Alsan oder Naturli, bei Billa/Spar)
  • 2 EL Weizenmehl (Type 700)
  • 200ml Haferrahm (z.B. Alpro Cuisine oder Oatly Cooking, bei Billa/Spar/Hofer)
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Dijon-Senf
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten

Zubereitung

  1. Kohlrabi schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel fein hacken. Schnittlauch waschen und in Röllchen schneiden.
  2. Kohlrabiwürfel in gut gesalzenem Wasser 10–12 Minuten weich kochen (er soll zart, aber nicht matschig sein). Abgießen und beiseite stellen.
  3. In einem Topf die vegane Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebel darin ca. 3 Minuten glasig dünsten.
  4. Mehl hinzufügen und unter ständigem Rühren 1–2 Minuten hell anrösten, bis eine goldgelbe Einbrenn entsteht – das gibt der Sauce ihr typisch österreichisches Aroma.
  5. Gemüsebrühe nach und nach unter kräftigem Rühren einarbeiten, damit keine Klumpen entstehen.
  6. Haferrahm und Senf einrühren. Sauce bei niedriger Hitze 5 Minuten köcheln lassen, bis sie cremig bindet.
  7. Gekochten Kohlrabi in die Sauce geben und alles vorsichtig verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Mit frisch gehacktem Schnittlauch bestreuen und sofort servieren.

Häufige Fragen

Welchen veganen Rahm bekomme ich in Österreich?
Alpro Cuisine und Oatly Cooking sind bei Billa, Spar und Hofer im Kühlregal erhältlich. Beide eignen sich ideal für cremige Saucen wie die Einbrenn.
Kann ich den Rahmkohlrabi vorbereiten?
Ja – der Kohlrabi kann am Vortag gekocht werden. Die Einbrenn-Sauce frisch zubereiten und den Kohlrabi kurz vor dem Servieren darin erwärmen. Reste halten sich im Kühlschrank 2 Tage.
Welche Beilagen passen zu Rahmkohlrabi?
Klassisch österreichisch: Semmelknödel, gekochte Erdäpfel oder Vollkornreis. Der Rahmkohlrabi eignet sich auch als Beilage zu veganen Bratlingen oder gegrilltem Tofu.