Veganer Marillenlikör
Marillen-Hochsaison heißt auch: Zeit, einen Vorrat für den Winter anzusetzen. Dieser vegane Marillenlikör braucht nur 20 Minuten aktive Arbeit - den Rest erledigt die Zeit im dunklen Schrank.
Frucht und Zucker Schicht für Schicht
Entsteine die Marillen und schneide sie in Spalten. Schichte sie mit dem Zucker in ein sauberes Glas, sodass jede Fruchtlage etwas Süße abbekommt.
Gieße erst danach den Alkohol auf, bis alle Stücke bedeckt sind. So löst sich der Zucker gleichmäßiger, statt sich am Glasboden zu sammeln.
Wodka oder Rum - beides funktioniert
Wodka ergibt einen klaren, puren Marillengeschmack. Heller Rum bringt eine zusätzliche Süße mit, die gut zu Steinobst passt. Dunklen Rum solltest du meiden - sein Eigengeschmack überdeckt die zarte Marillennote.
Geduld bringt das Aroma
Nach 4 Wochen ist der Likör trinkbar, nach 8 bis 12 Wochen entfaltet er sein volles Fruchtaroma. Schüttle das Glas in den ersten zwei Wochen täglich, danach reicht einmal pro Woche.
Seihe die Marillenstücke am Ende durch ein feines Sieb und danach durch ein Mulltuch oder einen Kaffeefilter ab, damit der Likör klar bleibt.
Servieren und verschenken
Pur auf Eis, als Schuss in Prosecco oder über veganes Vanilleeis - der Likör ist vielseitig einsetzbar. In eine hübsche Flasche gefüllt, ist er ein persönliches Mitbringsel für Gastgeber oder unter dem Weihnachtsbaum.
Wenn dir Ansatz-Getränke liegen, probier auch unseren veganen Kaffeelikör oder den selbstgemachten Kräuterlikör. Für die frische Marillensaison passt außerdem der vegane Marillenröster als schneller Begleiter zu Kaiserschmarrn und Porridge.
Rezept
Zutaten
- 500 g reife Marillen, entsteint und geviertelt
- 200 g brauner Zucker oder Kandiszucker
- 700 ml Wodka oder heller Rum (mind. 37,5 % Vol.)
- 1 Vanilleschote, längs aufgeschnitten (optional)
Zubereitung
- Marillen waschen, halbieren, entsteinen und in Spalten schneiden.
- Marillenspalten und Zucker abwechselnd in ein sauberes, gut verschließbares Glas mit mindestens 1,5 Liter Fassungsvermögen schichten.
- Vanilleschote dazugeben, dann mit Wodka oder Rum aufgießen, bis alle Fruchtstücke bedeckt sind.
- Glas fest verschließen und kräftig schütteln, bis sich der Zucker anzulösen beginnt.
- An einem dunklen, kühlen Ort lagern. In den ersten 2 Wochen täglich, danach wöchentlich sanft schwenken.
- Mindestens 4 Wochen ziehen lassen, für volleres Aroma besser 8 bis 12 Wochen.
- Durch ein feines Sieb, anschließend durch ein Mulltuch oder einen Kaffeefilter abseihen.
- In sterilisierte Flaschen füllen und fest verschließen.
Häufige Fragen
- Kann ich getrocknete statt frische Marillen verwenden?
- Ja, getrocknete Marillen funktionieren ebenfalls und ziehen sogar schneller - oft reichen 5 bis 7 Tage für ein kräftiges Aroma. Verwende ungeschwefelte, weiche Trockenmarillen und reduziere die Zuckermenge leicht, da getrocknete Früchte von Natur aus süßer sind.
- Wie lange ist der Marillenlikör haltbar?
- Gut verschlossen und dunkel gelagert hält sich der Likör dank Alkohol und Zucker mehrere Jahre. Im Kühlschrank bleibt das Aroma am längsten frisch, an einem kühlen, dunklen Ort bei Zimmertemperatur ist er aber ebenfalls monatelang stabil.
- Passt auch Rum statt Wodka?
- Ja, heller Rum ist eine beliebte Alternative und bringt eine dezente Süße und Wärme mit, die gut zu Marillen passt. Dunklen Rum solltest du eher meiden, weil sein kräftiges Aroma den feinen Marillengeschmack überdecken würde.
- Was mache ich mit den ausgelaugten Marillen nach dem Abseihen?
- Die alkoholgetränkten Marillenstücke schmecken hervorragend über veganem Vanilleeis oder klein geschnitten in einem Schokokuchen. Sie haben zwar den Großteil ihres Zuckers abgegeben, enthalten aber noch Alkohol - ein Dessert-Topping für Erwachsene, nichts für Kinder.
- Muss es Kandiszucker sein, oder geht auch normaler Zucker?
- Normaler brauner Zucker oder sogar weißer Kristallzucker funktionieren genauso gut. Kandiszucker löst sich zwar langsamer auf und soll dadurch mehr Aroma aus den Früchten ziehen, der Unterschied ist aber gering - nimm einfach, was du zuhause hast.