Veganer Marillenblechkuchen

Der vegane Marillenblechkuchen kommt genau zur richtigen Zeit: Ab Ende Juni liegen frische Marillen bei Billa, Spar und Hofer im Regal, und ab Juli starten die Wachauer Marillen ihre kurze, aromatische Saison. Mit einem einzigen Blech für 12–16 Stücke ist dieser Rührkuchen die unkomplizierte Lösung für Gartenpartys, Kaffeegäste und spontane Nachmittagskaffeerunden.

Teig nicht überrühren und Marillen mit der Schnittfläche nach oben legen sind die zwei entscheidenden Schritte

Zu langes Rühren entwickelt das Klebereiweiß im Mehl – der Teig wird zäh statt locker. Sobald das Mehl verschwunden ist, aufhören. Marillen mit der Schnittfläche nach oben legen verhindert, dass der Fruchtsaft in den Teig läuft und ihn aufweicht: Die Schale liegt unten auf dem Teig auf, die Frucht dampft nach oben ab. Das Ergebnis ist ein trockener Boden mit saftiger Frucht statt eines matschigen Kuchens.

Rapsöl und Hafermilch ersetzen hier Butter und Eier völlig ohne Kompromisse: Das Öl hält den Teig saftig, der Apfelessig reagiert mit dem Backpulver und sorgt für eine lockere Krume. Wer keinen Apfelessig hat, kann auch Zitronensaft verwenden – das Prinzip ist dasselbe.

Welche Variationen des veganen Marillenblechkuchens sind möglich?

Ohne Zucker: Den Zucker durch 130 g Kokosblütenzucker oder Erythrit (1:1) ersetzen. Marillen bringen von Natur aus viel Süße mit, daher den Zucker ruhig auf 100–120 g reduzieren und nach Geschmack anpassen.

Glutenfrei: Mehl 1:1 durch glutenfreies Universalmehl ersetzen (z. B. Schär oder Schar Mix aus dem Billa Bio-Regal) – die Backzeit bleibt gleich, den Teig etwas dicker verstreichen.

Mit Streuseln: Aus 60 g Mehl, 50 g Zucker und 50 g kalter Pflanzenbutter Streusel reiben und auf den belegten Kuchen geben, bevor er in den Ofen kommt. Die Backzeit um 5 Minuten verlängern.

Mit Mandeln: Vor dem Belegen mit Marillen 40 g gehobelte Mandeln auf den Teig streuen – gibt eine leichte Nussigkeit und eine knusprige Schicht unter den Früchten.

Zwetschken-Variation: Wenn die Marillensaison endet, schmeckt derselbe Kuchen mit Zwetschken (Pflaumen) ebenso gut – Saison AT August bis Oktober.

Der Marillenblechkuchen lässt sich gut am Vortag backen und hält unter einer Kuchenhaube oder Frischhaltefolie 2–3 Tage bei Raumtemperatur. Wer mehr Inspiration sucht: Veganer Marillen-Streuselkuchen, Veganer Schoko-Marillenkuchen, Veganer Pflaumenkuchen und Vegane Gartenparty – Rezepte & Tipps.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
15 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
12–16 Stücke (Blech 30x40 cm)

Zutaten

  • 300 g Weizenmehl (Type 700 oder 480)
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver (16 g)
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml Hafermilch (oder Sojamilch)
  • 80 ml Rapsöl (oder Sonnenblumenöl)
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 700 g frische Marillen (ca. 14–16 Stück) oder TK-Marillen, aufgetaut und abgetropft
  • Staubzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech (30x40 cm) mit Backpapier auslegen.
  2. Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermengen.
  3. Hafermilch, Rapsöl, Apfelessig und Vanilleextrakt in einem Messbecher verrühren. Die flüssigen Zutaten zur Mehlmischung geben und mit einem Löffel oder Schneebesen kurz zu einem glatten Teig verrühren – nur so lange bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist, nicht überrühren.
  4. Den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech verstreichen.
  5. Marillen waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften dicht nebeneinander mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig legen – so verlieren sie beim Backen weniger Saft.
  6. Im vorgeheizten Ofen 25–30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und ein Holzstäbchen sauber herauskommt.
  7. Den Kuchen auf dem Blech vollständig auskühlen lassen, dann großzügig mit Staubzucker bestäuben und in Stücke schneiden.

Häufige Fragen

Wo kaufe ich frische Marillen in Österreich?
Frische Marillen gibt es bei Billa, Spar und Hofer ab Ende Juni – Wachauer Marillen aus der Wachau-Region sind ab Anfang Juli auf Märkten und in manchen Filialen erhältlich. Tiefkühl-Marillen (TK) sind ganzjährig im Tiefkühlfach bei Billa und Spar verfügbar und funktionieren im Blechkuchen ebenso gut.
Kann ich TK-Marillen oder Dosenmarillen verwenden?
Ja – TK-Marillen vor dem Belegen vollständig auftauen und gut abtropfen lassen, damit kein Wasser in den Teig zieht. Dosenmarillen (Aprikosen in Sirup) ebenfalls gut abtropfen und trocken tupfen. Die Backzeit reduziert sich bei sehr feuchten Früchten um ca. 5 Minuten – Stäbchenprobe machen.
Wie lange ist der vegane Marillenblechkuchen haltbar?
Abgedeckt bei Raumtemperatur 2–3 Tage, im Kühlschrank bis zu 5 Tage. Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag oft saftiger, da die Aromen durchziehen. Einzelne Stücke lassen sich einfrieren (bis zu 3 Monate) – dazu auf einem Tablett vorfrieren, dann in Beutel umfüllen.