Veganer Kirschkuchen mit Pudding
Ein saftiger Mürbeteigboden, cremiger Vanillepudding aus Haferdrink und fruchtige Sauerkirschen – dieser vegane Kirschkuchen schmeckt nach Sommer und gelingt auch ohne Ei und ohne Milch wunderbar.
Vanillepudding aus Haferdrink bindet den Kuchen perfekt
Das Geheimnis dieses Kirschkuchens liegt im selbst gemachten Pudding: Maisstärke dickt den Haferdrink zu einer cremigen Masse ein, die beim Backen stockt und den Kirschen einen weichen, aromatischen Untergrund bietet. Wichtig ist, die Stärke zuerst in etwas kaltem Haferdrink aufzulösen, bevor sie in die heiße Flüssigkeit kommt – so entstehen keine Klumpen. Wer es süßer mag, kann den Rohrzucker im Pudding auf 80 g erhöhen oder einen Teelöffel Zimt einrühren.
Mürbeteig ohne Ei wird mit Leinsamen gebunden
Gemahlener Leinsamenschrot mit Wasser ergibt eine gelartige Masse, die den Teig zusammenhält. Der Teig sollte kühl und zügig verarbeitet werden – je wärmer er wird, desto mürber und brüchiger wird er. Wer keinen Leinsamenschrot hat, kann stattdessen einen gehäuften Esslöffel Apfelmus verwenden. Nach dem Backen und Abkühlen unbedingt mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühlen, damit der Pudding vollständig fest wird und der Kuchen sich sauber aufschneiden lässt.
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Rezept
Zutaten
- 250 g Dinkelmehl (Type 630)
- 100 g vegane Butter, kalt und in Stücken
- 60 g Rohrzucker
- 1 EL Leinsamenschrot, mit 3 EL Wasser verquirlt (5 Min. quellen lassen)
- 1 Prise Salz
- 1–2 EL kaltes Wasser
- 500 ml Haferdrink (ungesüßt)
- 40 g Maisstärke
- 60 g Rohrzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- 720 g Sauerkirschen (Glas), gut abgetropft
Zubereitung
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (26 cm Durchmesser) leicht einfetten.
- Leinsamenschrot mit Wasser verrühren und 5 Minuten quellen lassen.
- Mehl, Rohrzucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Kalte Butterstücke dazugeben und alles mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse reiben. Leinsamenmischung einarbeiten und bei Bedarf 1–2 EL kaltes Wasser dazugeben. Zügig zu einem glatten Teig kneten – nicht zu lange, sonst wird er zäh.
- Teig auf dem Boden der Springform gleichmäßig andrücken und einen ca. 3 cm hohen Rand hochziehen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen.
- Boden 15 Minuten vorbacken, herausnehmen und kurz abkühlen lassen.
- Für den Pudding 4 EL Haferdrink mit Maisstärke, Rohrzucker, Vanilleextrakt und Salz in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Restlichen Haferdrink in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Sobald er dampft, die Stärkemischung einrühren und unter ständigem Rühren aufkochen, bis der Pudding eindickt. Vom Herd nehmen.
- Heißen Pudding gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Die abgetropften Sauerkirschen darübergeben und sanft in den Pudding drücken.
- Kuchen im Ofen auf 170 °C reduzieren und weitere 35 Minuten backen, bis der Pudding gestockt ist und der Teigrand goldbraun glänzt.
- Kuchen aus dem Ofen nehmen, in der Form vollständig auskühlen lassen. Anschließend mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen, bevor du ihn anschneidest.
Häufige Fragen
- Kann ich frische Kirschen statt Sauerkirschen aus dem Glas verwenden?
- Ja, frische Süßkirschen (Weichseln) sind im Juni besonders lecker. Einfach entkernen und vor dem Belegen kurz mit etwas Zitronensaft mischen. Eingekochte Sauerkirschen aus dem Glas haben aber den Vorteil, dass sie weniger Feuchtigkeit abgeben und den Pudding nicht verwässern.
- Wie lange ist der Kirschkuchen haltbar?
- Im Kühlschrank abgedeckt hält der Kuchen 3–4 Tage frisch. Da Pudding und Kirschen viel Feuchtigkeit enthalten, sollte er immer kühl gelagert werden.
- Kann ich den Kuchen einfrieren?
- Der fertig gebackene Kuchen lässt sich in Stücken einfrieren. Einzelne Portionen in Folie wickeln und bis zu 2 Monate tiefkühlen. Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.