Veganer Hollerröster
Die kurze Holunderbeeren-Saison im Spätsommer ergibt einen der klassischsten österreichischen Herbstnachtische. In 40 Minuten fertig, mit nur wenigen Zutaten aus Beeren und Äpfeln.
Nur reife, gekochte Beeren verwenden
Holunderbeeren müssen mindestens 15 Minuten köcheln, bevor sie genießbar sind - roh enthalten sie Bitterstoffe, die Übelkeit auslösen können. Nur vollreife, dunkle Beeren verwenden, Stiele und unreife grüne Beeren aussortieren. Am einfachsten lassen sich die Beeren mit einer Gabel von den Dolden abstreifen.
Äpfel erst nach den Beeren dazugeben
Die Holunderbeeren kochen zuerst allein mit Zucker, Zimt und Zitronenabrieb weich, danach kommen die Apfelwürfel für 8-10 Minuten dazu. So bleiben die Äpfel formstabil, während die Beeren schon ihren vollen Saft abgegeben haben.
Mit wenig Speisestärke binden
Ein Löffel angerührte Speisestärke reicht, um den Röster sämig zu binden, ohne ihn zu einer Marmelade zu verkochen - kurz mit aufkochen lassen, dann ist die Konsistenz fertig. Zitronensaft am Ende sorgt für Frische und rundet die Süße ab.
Serviert wird Hollerröster klassisch warm zu Apfelschmarrn, Kaiserschmarrn oder Palatschinken. Wer die Beeren lieber flüssig als Sirup mag, findet das Rezept dafür im veganen Holunderbeerensirup.
Rezept
Zutaten
- 500 g reife Holunderbeeren, von den Dolden abgestreift
- 2 mittelgroße Äpfel (z.B. Boskop), geschält und gewürfelt
- 150 ml Wasser
- 100 g Zucker
- 1 Zimtstange
- Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
- Saft von 1/2 Zitrone
- 2 TL Speisestärke
- 2 EL kaltes Wasser (zum Anrühren der Speisestärke)
Zubereitung
- Holunderbeeren mit einer Gabel von den Dolden abstreifen, verlesen und gründlich waschen.
- Beeren mit Wasser, Zucker, Zimtstange und Zitronenabrieb in einem Topf aufkochen, dann zugedeckt bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren aufgeplatzt und weich sind.
- Apfelwürfel dazugeben und weitere 8-10 Minuten mitkochen, bis sie weich, aber noch formstabil sind.
- Speisestärke mit dem kalten Wasser glattrühren, in den Topf einrühren und alles nochmals kurz aufkochen lassen, bis die Masse bindet.
- Zimtstange entfernen, Zitronensaft einrühren und nach Geschmack nachsüßen.
- Warm oder ausgekühlt servieren.
Häufige Fragen
- Muss ich Holunderbeeren vor dem Verzehr kochen?
- Ja, unbedingt. Rohe Holunderbeeren und ihre Kerne enthalten Bitterstoffe, die Übelkeit auslösen können und erst durch mindestens 15 Minuten Kochen unschädlich werden. Stiele und unreife grüne Beeren gehören ohnehin nicht in den Topf, nur vollreife, dunkle Beeren verwenden.
- Kann ich statt Äpfeln auch Birnen oder Zwetschken verwenden?
- Ja, beide passen gut zu Hollerröster. Birnen brauchen meist etwas kürzer, Zwetschken etwas länger als Äpfel - am besten zwischendurch mit der Gabel die Konsistenz prüfen und die Kochzeit entsprechend anpassen.
- Wie lange hält sich Hollerröster im Kühlschrank?
- Abgedeckt im Kühlschrank hält sich der Hollerröster etwa 3-4 Tage. Für längere Lagerung eignet sich das Einfrieren in einem verschließbaren Behälter für bis zu 3 Monate.
- Kann ich getrocknete statt frische Holunderbeeren verwenden?
- Ja, dann etwa 150 g getrocknete Beeren verwenden und die Kochzeit im ersten Schritt auf 20-25 Minuten verlängern, damit sie vollständig aufquellen und weich werden.
- Wozu passt Hollerröster klassisch?
- In Österreich wird Hollerröster traditionell warm zu Schmarrn, Palatschinken oder Grießnockerl gereicht. Er schmeckt aber auch pur, über Porridge oder als Topping für pflanzlichen Joghurt.