Vegane Spinatknödel: Südtiroler Klassiker mit Muskatnuss
Fluffig, grün und herrlich würzig - diese veganen Spinatknödel bringen die Südtiroler Küche auf deinen Teller! Der Klassiker aus den Dolomiten schmeckt komplett pflanzlich genauso gut wie das Original.
Was macht Spinatknödel besonders?
Spinatknödel (oder Canederli agli Spinaci, wie sie in Südtirol auch genannt werden) sind die grüne Variante der klassischen Semmelknödel. Das frische Spinatgrün gibt ihnen nicht nur die charakteristische Farbe, sondern auch eine herrliche Frische, die perfekt mit der wärmenden Muskatnuss harmoniert.
Tipps für perfekte Spinatknödel
Das Brot: Verwende mindestens einen Tag altes Brot - frisches Brot hat zu viel Feuchtigkeit und die Knödel halten nicht zusammen. Im Notfall kannst du die Brotwürfel bei 150°C für 10 Minuten im Backofen trocknen.
Der Spinat: Unbedingt gut ausdrücken! Überschüssige Flüssigkeit ist der häufigste Grund für zerfallende Knödel. Wickle den gekochten Spinat in ein sauberes Geschirrtuch und presse kräftig.
Die Temperatur: Das Wasser darf nur leicht sieden, niemals sprudelnd kochen. Zu viel Bewegung lässt die Knödel auseinanderfallen.
Serviervorschläge
- Klassisch: Mit gebräunter veganer Butter und frischen Kräutern
- In Brühe: Schwimmend in kräftiger Gemüsebrühe als wärmendes Wintergericht
- Mit Sauce: Zu einer cremigen Veganen Pilzsauce oder Tomatensauce
- Als Beilage: Zu gedünstetem Gemüse oder einem knackigen Salat
Aufbewahrung
Übrig gebliebene Knödel halten sich 2-3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen einfach in heißer Brühe oder Salzwasser kurz erwärmen. Du kannst ungekochte Knödel auch einfrieren - direkt gefroren ins siedende Wasser geben und 3-4 Minuten länger kochen.
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Rezept
Zutaten
- **Für die Knödel:**
- 250 g altbackene Semmeln oder Weißbrot (in kleine Würfel geschnitten)
- 200 ml warme Hafermilch
- 200 g frischer Blattspinat (oder 150 g TK-Spinat, aufgetaut und gut ausgedrückt)
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, gepresst
- 2 EL gemahlene Leinsamen + 6 EL Wasser (als Ei-Ersatz)
- 2 EL Hefeflocken
- 3 EL Semmelbrösel (bei Bedarf mehr)
- 1/2 TL Muskatnuss, frisch gerieben
- 1/2 TL Salz
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 2 EL Olivenöl zum Anbraten
- **Zum Servieren:**
- 1,5 l Gemüsebrühe (zum Kochen)
- 3 EL vegane Butter
- Frischer Schnittlauch oder Petersilie
Zubereitung
- **Leinsamen-Ei vorbereiten:** Gemahlene Leinsamen mit 6 EL Wasser verrühren und 10 Minuten quellen lassen, bis eine gelartige Konsistenz entsteht.
- **Semmeln einweichen:** Die Semmelwürfel in eine große Schüssel geben und mit warmer Hafermilch übergießen. Gut durchmischen und 15 Minuten ziehen lassen, bis die Semmeln weich sind.
- **Spinat vorbereiten:** Frischen Spinat waschen und grob hacken. In einer Pfanne mit 1 EL Olivenöl kurz zusammenfallen lassen (ca. 2 Minuten). Aus der Pfanne nehmen, abkühlen lassen und gut ausdrücken.
- **Zwiebeln anschwitzen:** In derselben Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten (ca. 3 Minuten). Zur Seite stellen.
- **Knödelmasse mischen:** Den ausgedrückten Spinat grob hacken und zur eingeweichten Semmelmasse geben. Zwiebel-Knoblauch-Mischung, Leinsamen-Ei, Hefeflocken, Muskatnuss, Salz und Pfeffer hinzufügen.
- Alles gut verkneten. Die Masse sollte zusammenhalten, aber noch feucht sein. Falls zu feucht, löffelweise Semmelbrösel einarbeiten. 5 Minuten ruhen lassen.
- **Knödel formen:** Mit angefeuchteten Händen 8 gleichmäßige Knödel formen (etwa tennisballgroß). Die Oberfläche sollte glatt sein ohne Risse.
- **Kochen:** Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser oder Gemüsebrühe zum Sieden bringen - NICHT sprudelnd kochen! Die Knödel vorsichtig einlegen.
- Bei sanfter Hitze 15-18 Minuten ziehen lassen. Die Knödel sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen und sich beim Drücken fest, aber noch weich anfühlen.
- **Servieren:** Für die klassische Variante: Vegane Butter in einer Pfanne schmelzen, bis sie leicht bräunt und nussig duftet. Über die abgetropften Knödel gießen und mit frischem Schnittlauch bestreuen.