Vegane Leberknödelsuppe: Würzige Pilzknödel in klarer Brühe

Diese vegane Leberknödelsuppe ist eine herzhafte Hommage an den österreichischen Suppenklassiker. Die Kombination aus Pilzen und gerösteten Walnüssen erzeugt jenen würzig-erdigen Geschmack, der traditionelle Leberknödel so beliebt macht.

Woher kommt die Leberknödelsuppe?

Die Leberknödelsuppe gehört zu den traditionsreichsten Suppeneinlagen der österreichischen und bayerischen Küche. In Gasthäusern und bei Familienfeiern ist sie ein fester Bestandteil des Speiseplans - besonders in der kalten Jahreszeit.

Warum Pilze und Walnüsse?

Champignons bringen Umami-Tiefe und eine fleischige Textur mit. Geröstete Walnüsse verstärken den erdigen Charakter und sorgen für eine leicht cremige Konsistenz im Inneren der Knödel. Das Ergebnis: ein reichhaltiger, herzhafter Geschmack, der wunderbar mit der klaren Brühe harmoniert.

Tipps für perfekte vegane Leberknödel

Semmeln: Am besten funktionieren 2-3 Tage alte Semmeln oder Weißbrot. Frisches Brot wird zu matschig und macht die Knödel instabil.

Pilze richtig anbraten: Nimm dir Zeit beim Braten der Champignons. Sie müssen ihre Feuchtigkeit vollständig abgeben und leicht karamellisieren - das intensiviert den Geschmack enorm.

Sanft garen: Die Knödel dürfen nur leicht simmern, niemals sprudelnd kochen. Zu hohe Hitze lässt sie zerfallen.

Ruhezeit einhalten: Die 10-minütige Ruhezeit nach dem Formen ist wichtig. In dieser Zeit verbinden sich die Zutaten besser und die Knödel werden stabiler.

Variationen

Dazu passt

Serviere die Leberknödelsuppe als wärmende Vorspeise oder mit frischem Brot als leichtes Hauptgericht. Auch ein paar Tropfen Kürbiskernöl passen hervorragend dazu - ganz typisch für die steirische Variante.

Weitere wärmende Suppen für kalte Tage: Vegane Gemüsecremesuppe, Kürbis-Kokos-Linsen-Suppe oder unsere veganen Suppenklößchen.

Rezept

Zubereitungszeit
25 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • **Für die veganen Leberknödel:**
  • 250g braune Champignons (fein gehackt)
  • 100g Walnüsse (gehackt)
  • 1 kleine Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 2 Knoblauchzehen (gepresst)
  • 150g altbackene Semmeln oder Weißbrot
  • 100ml Hafermilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1/2 TL frischer Thymian (gehackt)
  • 1/4 TL gemahlene Muskatnuss
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • **Für die Brühe:**
  • 1,5 Liter Gemüsebrühe (selbstgemacht oder hochwertig)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Frische Petersilie zum Garnieren
  • Optional: Schnittlauch zum Servieren

Zubereitung

  1. Die altbackenen Semmeln in kleine Würfel schneiden und in einer Schüssel mit der Hafermilch übergießen. 10-15 Minuten einweichen lassen, bis das Brot weich ist.
  2. In einer beschichteten Pfanne die Walnüsse ohne Öl bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten rösten, bis sie duften. Beiseite stellen.
  3. Das Olivenöl in der gleichen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin 3 Minuten glasig dünsten. Die fein gehackten Champignons hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren 8-10 Minuten braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und die Pilze leicht gebräunt sind.
  4. Den Knoblauch, Majoran und Thymian unterrühren und 1 weitere Minute mitbraten. Die Sojasauce hinzufügen und kurz einkochen lassen. Die Mischung vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.
  5. Die eingeweichten Semmeln gut ausdrücken (überschüssige Flüssigkeit auffangen). In einer großen Schüssel das ausgedrückte Brot mit der Pilzmischung, den gerösteten Walnüssen, Semmelbröseln, Muskatnuss, Salz und Pfeffer vermengen.
  6. Die Masse gut durchkneten. Ist sie zu feucht, noch 1-2 EL Semmelbrösel einarbeiten. Ist sie zu trocken, etwas von der aufgefangenen Einweichflüssigkeit hinzufügen. Der Teig sollte formbar sein, aber nicht klebrig.
  7. Mit feuchten Händen aus der Masse etwa 8-10 Knödel formen (je ca. 4 cm Durchmesser). Die Knödel auf einen Teller legen und 10 Minuten ruhen lassen - so werden sie stabiler.
  8. Die Gemüsebrühe mit dem Lorbeerblatt in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, sodass die Brühe nur noch leicht siedet.
  9. Die Knödel vorsichtig in die simmernde Brühe gleiten lassen. Bei schwacher Hitze 15-18 Minuten gar ziehen lassen (nicht kochen, sonst zerfallen sie). Die Knödel sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen und durchgegart sind.
  10. Das Lorbeerblatt entfernen. Die Suppe auf tiefe Teller verteilen, mit frischer Petersilie und optional Schnittlauch garnieren. Sofort servieren.