Vegane Sommerrollen mit Erdnuss-Dip

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Frische vegane Sommerrollen sind die perfekte Mahlzeit für warme Frühlings- und Sommertage. Leicht, farbenfroh, unglaublich vielseitig - und mit einem cremigen Erdnuss-Dip serviert ein echtes Geschmackserlebnis. Das Beste: Keine Frittierpfanne, kein Backofen, kaum Hitze in der Küche. Einfach einweichen, befuellen, rollen, geniessen.

Die Idee stammt aus der vietnamesischen Küche, wo diese frischen Reisrollenrollen als Goi Cuon bekannt sind. Im Gegensatz zu gebratenen Frühlingsrollen kommen Sommerrollen gaenzlich ohne Öl aus. Das transparente Reispapier gibt den bunten Zutaten einen wunderschoenen Look - fast zu schade zum Essen.

Was braucht man für vegane Sommerrollen?

Das Herzstück sind die Reispapierblatter. Du findest sie in jedem Asialaden und in vielen Supermärkten im Asia-Regal. Sie bestehen nur aus Reisstärke, Wasser und Salz - damit von Natur aus vegan und glutenfrei.

Die Fuellung besteht aus wenigen einfachen Komponenten:

Zutat Funktion Alternative
Reispapier Huelle Kein Ersatz möglich
Reisnudeln Sättigung Glasnudeln, Soba
Tofu Protein Edamame, Kichererbsen
Avocado Cremigkeit Mango, Kohlrabi
Minze + Koriander Aroma Thaibasilikum, Petersilie

Wie rollt man Sommerrollen richtig?

Das Rollen ist am Anfang etwas uebungsbeduertig, aber nach 2 bis 3 Rollen hat man den Dreh raus. Der haeufigste Fehler: Das Reispapier zu lange einweichen. Nur 10 bis 15 Sekunden in lauwarmem Wasser - es fühlt sich danach noch leicht fest an, wird aber beim Befuellen und Rollen weicher.

Wichtig sind ausserdem:

Eine leicht angefeuchtete Arbeitstflaeche (Teller mit etwas Wasser benetzt, oder ein Bambus-Sushirollenpad) verhindert das Festkleben des Reispapiers.

Was ist der Unterschied zum Erdnuss-Dip aus dem Asiarestaurant?

Der selbstgemachte Erdnuss-Dip ist intensiver und frischer als fertige Versionen. Die Basis ist cremige Erdnussbutter - am besten eine ohne Zuckerzusatz. Frisch geriebener Ingwer und Limettensaft machen ihn lebendig, die Sriracha bringt eine angenehme Schaerfe.

Tipp: Für einen tieferen Geschmack kannst du 1 TL Sesamoel unter den Dip rühren. Oder einen EL Hoisin-Sauce hinzufügen für die authentisch vietnamesische Note. Mit mehr Wasser wird der Dip zum leichten Dipper, weniger Wasser macht ihn zur cremigen Sauce zum Verteilen.

Wie macht man vegane Sommerrollen proteinreich?

Die Kombination aus Tofu (ca. 8 g Protein pro 100 g) und Reisnudeln macht die Sommerrollen bereits sattmachend. Für noch mehr Protein:

Sommerrollen eignen sich damit wunderbar als leichtes, nährstoffreiches Mittag- oder Abendessen, das trotzdem Energie gibt.

Welche Variationen sind möglich?

Die Grundformel ist sehr flexibel. Saisonale Anpassungen machen die Sommerrollen das ganze Jahr über abwechslungsreich:

Frühling (April-Mai): Grüner Spargel in dunne Stangen geschnitten, frischer Bärlauch statt Koriander, Radieschenstreifen für Schärfe

Sommer (Juni-August): Mango-Streifen für Süße, Gurke und frische Minze im Vordergrund, Jalapeno für Extra-Kick

Herbst/Winter: Gebratene Süßkartoffel-Würfel, Rotkohlstreifen, Glasnudeln statt Reisnudeln

Auch der Dip lässt sich variieren: Statt Erdnuss passt ein Tahin-Limetten-Dip (Tahin, Limette, Knoblauch, Wasser) oder eine einfache Sojasauce mit Sesamoel und Frühlingszwiebeln hervorragend.

Für dein nächstes Picknick oder die Gartenparty findest du weitere Ideen in unserem Picknick-Snacks-Guide. Wer tiefer in die Welt der Sommerrollen einsteigen möchte, findet alle Variationen und Tipps im grossen Sommerrollen-Guide. Als weitere frische Sommer-Option eignet sich auch der vegane Tofu-Wrap - ebenso schnell gemacht und ideal zum Mitnehmen.

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Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
5 Min
Gesamtzeit
35 Min
Portionen
12 Stueck (4 Portionen)

Zutaten

  • 12 Reispapierblätter (22 cm Durchmesser, im Asialaden oder Supermarkt)
  • 100 g Reisvermicelli (Glasnudeln oder duenne Reisnudeln)
  • 200 g fester Natur-Tofu
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Sesamoel
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1/2 Gurke, in duenne Streifen geschnitten
  • 2 Karotten, geraspelt oder in Julienne
  • 1 reife Avocado, in Scheiben
  • 1 rote Paprika, in duenne Streifen
  • 2 Handvoll Kopfsalat oder Butterlatticheblätter
  • 1 Bund frische Minze
  • 1/2 Bund frischer Koriander (oder Basilikum)
  • 1 EL Sesamkoerner (nach Belieben)
  • Für den Erdnuss-Dip:
  • 4 EL Erdnussbutter (cremig)
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Limettensaft (ca. 1 Limette)
  • 1 TL frischer Ingwer, fein gerieben
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1/2 bis 1 TL Sriracha (je nach Schaerfevorliebe)
  • 3 bis 4 EL Wasser (zum Verduennen)

Zubereitung

  1. Tofu marinieren: Tofu in duenne Streifen (ca. 1 cm) schneiden. Sojasauce, Sesamoel und Ahornsirup mischen und den Tofu darin 10 Minuten einlegen.
  2. Tofu braten: Tofu-Streifen in einer beschichteten Pfanne ohne Öl bei mittlerer bis höher Hitze 2 bis 3 Minuten pro Seite anbraten, bis sie goldbraun sind. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
  3. Reisnudeln kochen: Reisnudeln nach Packungsanweisung in kochendem Wasser 3 bis 4 Minuten garen, abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
  4. Erdnuss-Dip: Alle Dip-Zutaten in einer kleinen Schüssel glattruehren. Mit Wasser auf die gewuenschte Konsistenz bringen - er sollte dickfluessig aber gut diebar sein. Abschmecken und beiseite stellen.
  5. Gemüse vorbereiten: Gurke, Karotte, Paprika und Avocado in lange, duenne Streifen schneiden. Salat in handliche Stücke zupfen. Minze- und Korianderblaetter abzupfen.
  6. Reispapier einweichen: Eine große Schüssel mit lauwarmem Wasser fuellen. Ein Reispapierblatt 10 bis 15 Sekunden einweichen, bis es biegsam ist. Auf eine leicht angefeuchtete Arbeitstflaeche legen.
  7. Rollen befuellen: Im unteren Drittel des Reispapiers zuerst ein Salatblatt legen. Darauf etwas Reisnudeln, 2 bis 3 Tofu-Streifen, Gurke, Karotte, Paprika, Avocado und Kraeuter geben. Nicht überfuellen!
  8. Rollen: Den unteren Rand des Reispapiers straff über die Fuellung klappen. Die Seiten einfalten (wie bei einem Burrito) und dann fest aufrollen bis alles eingeschlossen ist. Naht nach unten ablegen.
  9. Alle 12 Rollen nach und nach formen. Sesamkoerner nach Belieben über die fertigen Rollen streuen.
  10. Servieren: Sommerrollen mit dem Erdnuss-Dip servieren. Am besten sofort frisch geniessen!

Häufige Fragen

Was sind Sommerrollen und was unterscheidet sie von Frühlingsrollen?
Sommerrollen (auf Vietnamesisch Goi Cuon) sind frische, ungekochte Rollen aus Reispapier, gefuellt mit Gemüse, Kraeuten, Reisnudeln und Tofu. Sie werden nicht frittiert oder gebacken. Frühlingsrollen dagegen bestehen aus Weizenteig und werden in der Pfanne oder im Airfryer knusprig gebacken. Sommerrollen sind leicht, frisch und perfekt für warme Tage.
Wie arbeitet man am besten mit Reispapier?
Das Reispapier nur 10 bis 15 Sekunden in lauwarmes Wasser tauchen - nicht laenger! Es fühlt sich danach noch leicht fest an, wird beim Rollen weicher. Eine feuchte Arbeitsflaeche (angefeuchtetes Brettchen oder Teller) verhindert das Ankleben. Nicht zu viel Fuellung verwenden, damit die Rollen nicht reissen. Mit etwas Uebung gelingt das Rollen schnell.
Welche Zutaten eignen sich als Fuellung für vegane Sommerrollen?
Die Fuellung ist sehr flexibel: Neben Tofu und Reisnudeln passen Gurke, Karotte, Avocado, Paprika, Mango, Kohlrabi und frische Kraeuter wie Minze, Koriander und Basilikum. Auch Glasnudeln, gedämpfter Brokkoli oder Sojasprossen funktionieren gut. Wichtig ist eine Kombination aus etwas Protein (Tofu), Kohlenhydraten (Nudeln) und viel frischem Gemüse.
Wie lange halten sich vegane Sommerrollen?
Frische Sommerrollen halten sich im Kühlschrank maximal 4 bis 6 Stunden, da das Reispapier austrocknet und hart wird. Am besten kurz vor dem Servieren rollen. Falls du sie vorbereiten moechtest, wickle jede Rolle einzeln in feuchtes Kuechenpapier und dann in Frischhaltefolie - so bleiben sie einige Stunden frisch.
Was macht den Erdnuss-Dip so besonders?
Der Erdnuss-Dip kombiniert cremige Erdnussbutter mit Sojasauce, Limettensaft, frischem Ingwer, Ahornsirup und Sriracha. Durch den Limettensaft wird er frisch und leicht säuerlich, der Ahornsirup bringt eine natuerliche Süße, und der Ingwer sorgt für eine angenehme Schaerfe. Mit etwas Wasser lässt sich die Konsistenz perfekt anpassen - von dickfluessig bis duennfluessig zum Dippen.
Kann man Sommerrollen ohne Tofu machen?
Ja, Tofu ist nicht zwingend notwendig. Als Alternative bieten sich gerostete Kichererbsen, gekochte Edamame, gewuerzte Tempeh-Streifen oder einfach mehr Gemüse und Avocado an. Avocado gibt eine cremige Textur und liefert gesunde Fette. Für mehr Proteine passen auch gerostete Erdnuesse oder Cashews direkt in die Fuellung.
Sind vegane Sommerrollen glutenfrei?
Reispapier ist von Natur aus glutenfrei. Auch Reisnudeln enthalten kein Gluten. Achte bei der Sojasauce auf eine glutenfreie Variante (Tamari), dann sind die Sommerrollen und der Dip komplett glutenfrei. Die restlichen Zutaten - Gemüse, Kraeuter, Tofu - sind ebenfalls natürlich glutenfrei.
Wozu passen vegane Sommerrollen als Beilage oder Hauptgericht?
Sommerrollen passen als leichtes Hauptgericht (3 bis 4 Stück pro Person) oder als Vorspeise und Fingerfood bei Partys. Sie harmonieren gut mit einer Miso-Suppe, einem asiatischen Nudelsalat oder einer Edamame-Vorspeise. Als Picknick-Essen sind sie ideal, da sie ohne Besteck gegessen werden können. Kombiniert mit dem Erdnuss-Dip sind sie eine vollstaendige, nährstoffreiche Mahlzeit.