Vegane Nussecken zum Selbermachen
Vegane Nussecken sind ein österreichischer Klassiker - drei Schichten, ein unvergesslicher Geschmack: knuspriger Mürbeteig, fruchtige Marillenmarmelade, ein karamellartiger Nussbelag und als Krönung die in Schokolade getauchten Spitzen. Diese Version kommt vollständig ohne tierische Zutaten aus, schmeckt aber genauso gut wie das Original.
Der Teig wird mit Sojamehl als Bindemittel gebacken, der Nussbelag mit gemahlenen Haselnüssen und pflanzlicher Margarine. Das Ergebnis: saftige, knusprige Nussecken, die sich perfekt einfrieren lassen und wochenlang frisch bleiben - ideal zum Vorbacken für Feiern oder zum Verschenken.
Was macht vegane Nussecken so besonders?
Nussecken leben von ihrem Schichtsystem. Jede Schicht hat eine Funktion: Der Mürbeteig gibt Struktur und Knusprigkeit. Die Marillenmarmelade trennt und verbindet gleichzeitig - sie hält den Nussbelag auf dem Boden und bringt eine leichte Fruchtsäure ins Spiel, die den reichen Nussgeschmack ausbalanciert. Der Nussbelag aus gemahlenen Haselnüssen, Margarine und Zucker karamellisiert beim Backen leicht und entwickelt dabei seinen typischen, leicht toffeeartigen Geschmack.
Das Sojamehl im Mürbeteig übernimmt die Funktion des Eis und sorgt für eine bindende, zarte Textur - ohne dass man irgendetwas vom klassischen Geschmack verliert.
Wie gelingt der vegane Mürbeteig besonders gut?
Drei Dinge entscheiden über den Mürbeteig:
- Kalte Margarine: Am besten direkt aus dem Kühlschrank verwenden. Zu warme Margarine macht den Teig ölig und weniger knusprig.
- Kurz kneten: Mürbeteig wird zäh, wenn man ihn zu lange bearbeitet. Sobald alle Zutaten zu einer Kugel zusammenkommen, aufhören.
- Gleichmäßig ausrollen: Der Teig sollte auf dem Blech überall gleich dick sein (ca. 3-4 mm), sonst gart er ungleichmäßig.
Warum ist die Marillenmarmelade-Schicht so wichtig?
Ohne Marillenmarmelade würde der Nussbelag beim Schneiden einfach vom Teig abgleiten. Die Marmelade klebt die beiden Schichten zusammen und sorgt dafür, dass die Nussecken beim Servieren ihre Form behalten. Nur eine dünne Schicht auftragen - zu viel Marmelade macht den Boden feucht. Etwa 3-4 EL reichen für ein ganzes Blech.
Wie schneidet man Nussecken in die typische Dreiecksform?
Geduld ist der Schlüssel: Der gebackene Boden muss vollständig kalt sein, bevor er angeschnitten wird. Lauwarm bricht er an den falschen Stellen. Am besten über Nacht auskühlen lassen. Dann mit einem scharfen, glatten Messer (kein Sägemesser!) zuerst in gleich große Quadrate schneiden - ein Lineal hilft. Jedes Quadrat dann diagonal halbieren. Schon entstehen die charakteristischen Dreiecke mit der typischen Spitze, die in Schokolade getaucht wird.
Wie lange sind vegane Nussecken haltbar?
Sehr lange - das ist einer ihrer großen Vorteile. In einer Keksdose bei Zimmertemperatur halten sie sich problemlos 2-3 Wochen. Im Kühlschrank bis zu 4 Wochen. Eingefroren sogar bis zu 3 Monate - einzeln auf einem Tablett anfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen, damit sie nicht zusammenkleben. Nach dem Auftauen bei Zimmertemperatur schmecken sie wie frisch gebacken.
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Rezept
Zutaten
- 250 g Mehl
- 100 g Vollrohrzucker
- 100 g vegane Margarine
- 1 Packung Vanillezucker
- 2,5 EL Wasser
- 1 TL Backpulver
- 1 EL Sojamehl
- 100 g Haselnüsse oder Walnüsse (gemahlen)
- 70 g vegane Margarine
- 70 g Vollrohrzucker
- Marillenmarmelade (ca. 3-4 EL)
- 2 EL Wasser
- 1 Packung Vanillezucker
- 100 g vegane Kochschokolade
Zubereitung
- Backpulver und Mehl vermischen. Margarine, Wasser, Sojamehl, Vollrohrzucker und Vanillezucker hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
- Backpapier auf das Blech legen und den Teig gleichmäßig auf dem Blech ausrollen.
- Für den Nussbelag: Vanillezucker, Wasser, Vollrohrzucker und Margarine in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam erwärmen, bis alles geschmolzen ist. Die gemahlenen Haselnüsse einrühren und die Masse 15 Minuten auskühlen lassen.
- Die Marillenmarmelade gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verstreichen. Den abgekühlten Nussbelag darauf verteilen und glattstreichen.
- Im vorgeheizten Backrohr ca. 30 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist. Auf dem Blech vollständig auskühlen lassen - am besten über Nacht.
- Den abgekühlten Boden zuerst in gleichmäßige Quadrate schneiden, dann jedes Quadrat diagonal halbieren - das ergibt die typischen Dreiecke.
- Die Kochschokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.
- Die Dreiecksspitzen in die Schokolade tauchen und auf Backpapier fest werden lassen.
Häufige Fragen
- Was sind Nussecken und warum sind sie so beliebt?
- Nussecken sind ein österreichisch-deutsches Gebäck aus drei Schichten: einem knusprigen Mürbeteig-Boden, einer dünnen Marillenmarmelade-Schicht und einem honigartigen Nussbelag aus gemahlenen Haselnüssen. Die Spitzen werden in Schokolade getaucht. Sie sind so beliebt, weil sie sich gut einfrieren lassen, wochenlang frisch bleiben und sich wunderbar zum Verschenken eignen - nicht nur zu Weihnachten.
- Wie macht man vegane Nussecken Schritt für Schritt?
- Mehl, Backpulver, Margarine, Zucker, Sojamehl, Vanillezucker und Wasser zu einem Mürbeteig kneten und auf einem Backblech ausrollen. Marillenmarmelade darauf streichen. Fur den Nussbelag Margarine, Zucker, Vanillezucker und Wasser in einem Topf erwärmen, gemahlene Haselnüsse einrühren und 15 Minuten abkühlen lassen. Nussbelag auf dem Teig verteilen und 30 Minuten bei 180 Grad backen. Nach dem Auskühlen in Dreiecke schneiden und die Spitzen in geschmolzene Schokolade tauchen.
- Welche Nüsse eignen sich am besten für vegane Nussecken?
- Gemahlene Haselnüsse sind die klassische Wahl - sie geben den typischen, milden Nussecken-Geschmack. Gemahlene Walnüsse schmecken etwas intensiver und leicht bitter. Eine Mischung aus Haselnüssen und Mandeln ist ebenfalls sehr lecker. Wichtig ist, dass die Nüsse frisch gemahlen oder frisch aus der Packung kommen, damit sie nicht ranzig schmecken.
- Warum wird Marillenmarmelade in Nussecken verwendet?
- Die Marillenmarmelade dient als Trennschicht und Kleber zwischen Mürbeteig und Nussbelag. Ihre milde Süße und leichte Fruchtsäure gleichen den reichhaltigen Nussbelag aus und verhindern, dass er beim Schneiden verrutscht. Ohne die Marmeladenschicht würde der Nussbelag vom Teig abschalfern. Himbeermarmelade funktioniert ebenfalls - Marille ist aber der traditionelle Klassiker.
- Wie bekomme ich Nussecken in die typische Dreiecksform?
- Lass den gebackenen Boden vollständig auskühlen - am besten über Nacht. Schneide ihn dann zuerst mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Quadrate (ca. 5x5 cm), dann jedes Quadrat diagonal halbieren. Ein Lineal hilft bei gleichmäßigen Quadraten. Warmer Boden bricht beim Schneiden - Geduld zahlt sich aus!
- Wie lange sind vegane Nussecken haltbar?
- In einer luftdichten Keksdose bei Zimmertemperatur halten sich vegane Nussecken 2-3 Wochen. Im Kühlschrank bis zu 4 Wochen. Zum Einfrieren die Nussecken zuerst einzeln auf einem Tablett anfrieren, dann in einen Gefrierbeutel umfüllen - so kleben sie nicht zusammen. Im Tiefkühler bis zu 3 Monate haltbar, schmecken nach dem Auftauen wie frisch gebacken.
- Kann ich den Mürbeteig für Nussecken vorab zubereiten?
- Ja! Den Mürbeteig kannst du bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren - einfach in Frischhaltefolie einwickeln und kalt lagern. Vor dem Ausrollen kurz bei Zimmertemperatur anwärmen lassen. Auch der fertig gebackene Boden ohne Schokoglasur lässt sich einfrieren - die Schokoladenspitzen nach dem Auftauen frisch aufbringen, da Schokolade beim Einfrieren manchmal Anlaufflecken bekommt.