Vegane Anisplätzchen
Die Anisplätzchen sind ein deutscher Weihnachtsklassiker mit zarter Kruste und weichem Kern. Mit Aquafaba gelingt der Schaum ganz ohne Ei.
Aquafaba statt Eischaum
Der Teig lebt vom steif geschlagenen Aquafaba. Bowl und Rührbesen müssen fettfrei sein, sonst bleibt der Schaum flach. Den Zucker lässt du esslöffelweise einrieseln, damit der Schaum stabil bleibt.
Die Ruhezeit macht das Füßchen
Nach dem Aufsetzen brauchen die Plätzchen mindestens 8 Stunden Ruhe. Dabei trocknet die Oberfläche an, im Ofen hebt sich der Teig darunter und bildet das typische Füßchen. Der Anis zieht in dieser Zeit gleichmäßig in den Teig.
Mehr Ideen für die Adventszeit findest du im Überblick zu veganen Weihnachtskeksen. Wer mit Aquafaba noch weiterbacken möchte, probiert veganes Baiser oder die veganen Kokosbusserl.
Rezept
Zutaten
- 100 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser aus der Dose, ungesalzen)
- 1 TL Zitronensaft
- 150 g Staubzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 100 g Weizenmehl (glatt, Type 480)
- 1 Prise Backpulver
- 1 Prise Salz
- 2 TL gemahlener Anis
- etwas Margarine und Mehl für das Blech
Zubereitung
- Aquafaba mit Zitronensaft in eine fettfreie Schüssel geben und mit dem Handmixer 6 bis 8 Minuten aufschlagen, bis ein steifer Schaum entsteht.
- Staubzucker und Vanillezucker esslöffelweise unter Rühren einrieseln lassen und weitere 5 Minuten schlagen, bis die Masse glänzt und in Spitzen steht.
- Mehl, Backpulver, Salz und Anis mischen, über den Schaum sieben und mit dem Teigspatel in zwei bis drei Portionen vorsichtig unterheben.
- Ein Backblech dünn mit Margarine einfetten und mit Mehl bestäuben. Mit zwei Teelöffeln oder einem Spritzbeutel mit großer Lochtülle münzgroße Häufchen mit 3 cm Abstand daraufsetzen.
- Das Blech an einem trockenen, zimmerwarmen Ort mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, offen ruhen lassen. Die Oberfläche bildet dabei eine feine Haut.
- Das Backrohr auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Plätzchen 18 bis 20 Minuten backen, bis sich unten ein heller Rand (das Füßchen) gebildet hat und die Oberseite hell bleibt.
- Auf dem Blech 5 Minuten abkühlen lassen, vorsichtig lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Häufige Fragen
- Warum bekommen meine Anisplätzchen kein Füßchen?
- Meist war die Ruhezeit zu kurz oder die Luft zu feucht. Lass die Häufchen an regnerischen Tagen bis zu 12 Stunden an einem trockenen Ort stehen, bis die Oberfläche beim Antippen nicht mehr klebt. Auch ein Backpapier statt des bemehlten Blechs kann das Füßchen schwächer ausfallen lassen.
- Kann ich statt Aquafaba etwas anderes verwenden?
- Aquafaba aus Kichererbsen ist am verlässlichsten. Das Wasser aus Dosen mit weißen Bohnen funktioniert ebenfalls, solange es ungesalzen ist. Pflanzendrinks oder Öl bringen keinen Schaum zustande, der Teig würde dann zu einem normalen Keksteig.
- Warum fällt der Schaum beim Unterheben zusammen?
- Der Schaum war noch nicht steif genug oder das Mehl wurde zu kräftig eingerührt. Schlage so lange, bis die Spitzen stehen bleiben, und hebe das Mehl in Portionen mit dem Teigspatel unter.
- Kann ich statt gemahlenem Anis ganze Körner nehmen?
- Ja. Gib 1 TL ganze Anissamen in den Teig und streue vor dem Ruhen noch ein paar Körner auf die Häufchen. Gemahlener Anis verteilt sich gleichmäßiger und schmeckt über Nacht intensiver.
- Wie lange halten sich Anisplätzchen?
- In einer gut schließenden Dose bleiben sie bei Raumtemperatur 2 bis 3 Wochen knusprig. Lege sie erst ein, wenn sie vollständig ausgekühlt sind, sonst werden sie weich.