DIY vegane Sojamilch und veganer Tofu
Selbstgemachte Sojamilch und frischer Tofu aus der eigenen Küche - klingt aufwendig, ist es aber nicht! Mit nur wenigen Zutaten und in etwa 30 Minuten kannst du beides ganz einfach selbst herstellen.
Warum Tofu selber machen?
Der große Vorteil von selbstgemachtem Tofu: Du bestimmst die Qualität der Zutaten und kannst den Geschmack individuell anpassen. Füge während der Zubereitung Kräuter, Gewürze oder sogar Kurkuma hinzu - so entsteht ein einzigartiger Tofu, den du in keinem Supermarkt findest.
Tipp: Die übrig bleibende Sojamilch ist perfekt zum Kochen und Backen! Bewahre sie im Kühlschrank auf und verwende sie innerhalb von 3-4 Tagen.
Perfekt für asiatische Gerichte
Mit deinem frischen Tofu gelingen dir authentische asiatische Rezepte besonders gut. Probiere ihn in unserem veganen Pad Thai oder in der würzigen veganen Tom Yum Suppe. Auch für frische vegane Sommerrollen ist selbstgemachter Tofu ideal!
Wichtige Tipps für Einsteiger
Sojabohnen-Qualität: Verwende hochwertige Bio-Sojabohnen für das beste Ergebnis.
Einweichzeit: Die Bohnen sollten mindestens 8 Stunden (am besten über Nacht) einweichen - sie verdoppeln dabei ihr Volumen!
Zitronensaft-Alternative: Statt Zitronensaft kannst du auch Nigari (Meersalz-Flocken) verwenden - das gibt dem Tofu eine etwas festere Konsistenz.
Rezept
Zutaten
- Ca. 300 g Sojabohnen, über Nacht eingeweicht
- ein feines Baumwolltuch (Mulltuch)
- Saft einer Zitrone
- optional: Kräuter, Gewürze (wir haben uns für italienische Kräuter von Sonnentor entschieden).
Zubereitung
- Achtung: Die Sojabohnen verdoppeln sich während des Einweichens. Wählt also eine große Schüssel und bedeckt sie mit reichlich Wasser.
- Die eingeweichten Sojabohnen gut abspülen und die Hälfte davon mit einem Liter Wasser mixen. Es sollten keine sichtbaren Stücke mehr übrig sein.
- Mit der weiteren Sojabohnen wiederholen.
- Die gemixte Flüssigkeit in einen großen Topf gießen, mit 1/2 l Wasser auffühllen und für 10min unter ständigem Rühren köcheln.
- Ein Salatsieb mit dem Mulltuch auslegen und einen Auffangbehälter darunterstellen. Die Sojasuppe durchgießen und den Rückstand mit den Händen auspressen. Was da raus kommt, ist bereits die fertige Sojamilch, die Ihr nun abfüllen oder zu Tofu weiterverarbeiten könnt.
- Die Sojamilch zurück in den Topf gießen, wieder aufstellen und nun die ausgewählten getrockneten Kräuter und Gewürze beigeben. Kurz vor sie zu kochen beginnt, den Herd ausmachen und den Zitronensaft einrühren. Einige Minuten zugedeckt stehen lassen, bis die Masse gerinnt. Zwischendurch umrühren.
- Wieder den Salatsieb mit dem Tuch auslegen und die Masse hineinschütten. Gut abrinnen lassen und ausquetschen. Das Tuch gut einschlagen und für min. 30min mit einem Gegenstand beschweren, damit das restliche Wasser abrinnt. Auskühlen lassen und fertig ist der Tofu.
Häufige Fragen
- Wie lange ist selbstgemachte Sojamilch haltbar?
- Im Kühlschrank hält sich die selbstgemachte Sojamilch 3 bis 4 Tage. Fülle sie dafür in ein sauberes, gut verschlossenes Glas oder eine Flasche und schüttle sie vor dem Verwenden kurz auf, da sich Sojafeststoffe am Boden absetzen können.
- Wie lange müssen die Sojabohnen einweichen?
- Mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht. Die Bohnen verdoppeln dabei ihr Volumen, deshalb solltest du eine ausreichend große Schüssel wählen und sie großzügig mit Wasser bedecken.
- Womit lässt sich der Zitronensaft beim Tofu-Gerinnen ersetzen?
- Statt Zitronensaft kannst du Nigari verwenden, ein Meersalz-Flockenprodukt aus der asiatischen Küche. Es sorgt für eine etwas festere Konsistenz als Zitronensaft und ist in Asia-Läden oder online erhältlich.
- Kann ich den selbstgemachten Tofu einfrieren?
- Ja, der Tofu lässt sich gut portionsweise einfrieren. Durch das Einfrieren und Auftauen wird die Struktur poriger und fester, was ihn besonders gut Marinaden aufnehmen lässt - ideal für asiatische Pfannen- oder Wok-Gerichte.
- Welche Sojabohnen eignen sich am besten für dieses Rezept?
- Hochwertige Bio-Sojabohnen liefern das beste Ergebnis bei Geschmack und Ausbeute. Sie sind in Bioläden, Reformhäusern oder im Onlinehandel erhältlich und sollten vor dem Einweichen kurz auf Verunreinigungen durchsucht werden.