Vegane Kleidung: Tierleidfreie Mode für einen bewussten Lebensstil

8.2.2026

Du lebst vegan und möchtest auch deinen Kleiderschrank tierleidfrei gestalten? Gute Nachricht: Noch nie war es einfacher, stylische und nachhaltige vegane Mode zu finden! Von innovativen Lederalternativen aus Ananas bis zu atmungsaktivem Hanf - die vegane Modewelt hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt.

Was ist vegane Kleidung?

Vegane Kleidung verzichtet komplett auf tierische Materialien. Das bedeutet: kein Leder, keine Wolle, keine Seide und keine Daunen. Stattdessen kommen pflanzliche Fasern, innovative Materialien und durchdachte Alternativen zum Einsatz.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Grand View Research wächst der globale Markt für vegane Mode jährlich um rund 14%. Das zeigt: Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für tierleidfreie Kleidung.

Die besten veganen Materialien

Pflanzliche Fasern

Bio-Baumwolle ist der Klassiker unter den veganen Stoffen. Im Gegensatz zu konventioneller Baumwolle wird sie ohne Pestizide angebaut und verbraucht weniger Wasser.

Hanf ist ein echtes Kraftpaket: Die Pflanze wächst schnell, benötigt kaum Wasser und verbessert sogar die Bodenqualität. Laut Textile School kann Hanf 8-15 Tonnen CO2 pro Hektar jährlich binden. Marken wie Patagonia und Jungmaven setzen verstärkt auf dieses nachhaltige Material.

Leinen aus Flachs ist langlebig, atmungsaktiv und wird seit Jahrtausenden für Kleidung genutzt - ein zeitloser veganer Favorit.

Innovative Lederalternativen

Die Zeit von billigem Kunstleder aus Erdöl ist vorbei! Heute gibt es beeindruckende pflanzliche Alternativen. Mehr dazu findest du in unserem Guide zu veganem Leder.

Pinatex (Ananasleder) wird aus Ananasblättern hergestellt - einem Abfallprodukt der Ananasproduktion. Laut Immaculate Vegan nutzen bereits über 1.000 Marken dieses innovative Material, darunter H&M und Hugo Boss. Pro Quadratmeter werden etwa 480 Ananasblätter verarbeitet - Blätter, die sonst verbrannt würden.

Kaktusleder aus Mexiko benötigt minimal Wasser und kommt ohne schädliche Chemikalien aus. Labels wie Desserto haben damit Handtaschen und Schuhe entwickelt.

Pilzleder (Myzelium) wächst in nur wenigen Wochen und ist komplett biologisch abbaubar. Stella McCartney, eine Pionierin der nachhaltigen Luxusmode, experimentiert intensiv mit diesem Material.

Zellulosefasern der neuen Generation

Tencel/Lyocell wird aus nachhaltig angebautem Eukalyptus gewonnen. Der Herstellungsprozess ist ein geschlossener Kreislauf, bei dem Chemikalien recycelt werden. Das Ergebnis: Ein seidig-weicher Stoff, der perfekt für Unterwäsche und T-Shirts geeignet ist.

Modal ähnelt Tencel und wird aus Buchenholz hergestellt. Beide Fasern sind laut ÖKO-Landbau besonders ressourcenschonend.

Versteckte tierische Materialien erkennen

Nicht alles, was vegan aussieht, ist es auch! Achte auf diese versteckten tierischen Bestandteile:

Farbstoffe:

Accessoires und Details:

Tipp: Schau genau auf die Etiketten oder frag beim Hersteller nach!

So erkennst du vegane Mode

Das PETA-Approved Vegan Siegel macht es einfach: Produkte mit diesem Label sind garantiert frei von tierischen Materialien. Laut SALZWASSER ermöglicht diese Kennzeichnung, tierleidfreie Artikel zweifelsfrei zu identifizieren.

Weitere hilfreiche Zertifikate für nachhaltige Mode findest du in unserem Artikel über Zertifikate für vegane Mode.

Vegane Modelabels aus Österreich und Deutschland

Glücklicherweise musst du nicht auf amerikanische Marken zurückgreifen. In unserer Region gibt es tolle vegane Modelabels:

Mehr Labels und Shops findest du in unseren Artikeln über vegane Modelabels und vegane Modeshops.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  1. Material checken - Ist das Produkt wirklich frei von Wolle, Seide, Leder und Daunen?
  2. Siegel beachten - PETA-Approved Vegan, GOTS oder Fair Wear Foundation
  3. Qualität vor Quantität - Lieber ein hochwertiges Teil als fünf billige
  4. Secondhand erwägen - Auch gebrauchte Kleidung kann vegan sein

Übrigens: Tipps für nachhaltigen Modekonsum findest du in unserem Artikel über 6 Tipps für nachhaltige Mode.

Fazit: Vegane Mode ist die Zukunft

Der Wechsel zu veganer Kleidung war noch nie einfacher. Mit innovativen Materialien wie Pinatex und Pilzleder, bewährten Klassikern wie Bio-Baumwolle und Hanf, sowie zahlreichen veganen Labels hast du die freie Wahl.

Das Beste daran: Du unterstützt nicht nur das Tierwohl, sondern oft auch faire Arbeitsbedingungen und umweltschonende Produktion. In unserem Artikel über Materialien der Zukunft erfährst du noch mehr über kommende Trends in der veganen Modewelt.


Weiterführende Artikel: